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Hamburg

Pilot verwechselt Flughäfen

Fast hätte er sich für die falsche Landebahn entschieden: Der Pilot einer spanischen Fluggesellschaft steuerte statt des Hamburg Airports den Werksflugplatz von Airbus an.

DPA

Hamburg Airport in Fuhlsbüttel

Dienstag, 15.05.2018   17:36 Uhr

Hamburg-Fuhlsbüttel oder Hamburg-Finkenwerder - dazwischen liegen entscheidende 15 Kilometer: Das weiß jetzt auch ein Pilot der spanischen Fluggesellschaft Vueling. Der hatte beim Anflug auf Hamburg versehentlich Kurs auf die Landebahn des Firmengeländes von Airbus in Finkenwerder genommen statt auf die des internationalen Flughafens im Stadtteil Fuhlsbüttel.

Die Maschine aus Barcelona habe sich am vergangenen Freitag bereits im Sinkflug befunden, teilte die Deutsche Flugsicherung mit. Fluglotsen hätten den Fehler jedoch umgehend bemerkt und den Piloten verständigt. Die Maschine landete sicher auf der richtigen Landebahn in Fuhlsbüttel.

Zuvor hatten mehrere Hamburger Medien über den Vorfall berichtet. Laut einem Bericht des "Hamburger Abendblatt" stehe aufgrund der Bauarbeiten in Fuhlsbüttel bei der Landebahn 05 das Instrumentenlandesystem derzeit nicht zur Verfügung. Darum habe der Pilot die Erlaubnis für einen Sichtanflug gehabt, der wiederum geografische Kenntnisse voraussetze.

"Anhand seiner Instrumente hätte der Pilot eigentlich sehen müssen, dass er noch zu weit von seinem Ziel entfernt ist", sagte eine Flugsicherungssprecherin der Zeitung. Auch das Luftfahrthandbuch warne auf Sicht fliegende Piloten davor, dass die Hansestadt über zwei Flughäfen verfügt - und man diese bitte nicht verwechseln solle.

ele/dpa

insgesamt 24 Beiträge
remende 15.05.2018
1. Das hatten wir doch schon in 60ern
der Chefpilot der Spantax wollte die angezweifelt Kompetenz beweisen und landete aus versehen auf den Werkslandeplatz . Bemerkte aber den Fehler drehte die Maschine und startete sofort wieder. Er hätte nie eine Starterlaubnis [...]
der Chefpilot der Spantax wollte die angezweifelt Kompetenz beweisen und landete aus versehen auf den Werkslandeplatz . Bemerkte aber den Fehler drehte die Maschine und startete sofort wieder. Er hätte nie eine Starterlaubnis bekommen . Saludos
jujo 15.05.2018
2. ...
War da nicht mal was vor längerer Zeit das ein Iberia Flieger dort landete statt in Fuhlsbüttel ? Der spanische (?) Pilot müßte doch längst in Rente sein.
War da nicht mal was vor längerer Zeit das ein Iberia Flieger dort landete statt in Fuhlsbüttel ? Der spanische (?) Pilot müßte doch längst in Rente sein.
larsclasen 15.05.2018
3. Gab's alles schon mal
Wie war das doch noch gleich am 31.5.1967 als der Chefpilot der Spantax mit Journalisten und Vertretern von Reiseunternehmen von Palma de Mallorca nach Hamburg flog? Er ist tatsächlich auf der damals nur 1360m langen [...]
Wie war das doch noch gleich am 31.5.1967 als der Chefpilot der Spantax mit Journalisten und Vertretern von Reiseunternehmen von Palma de Mallorca nach Hamburg flog? Er ist tatsächlich auf der damals nur 1360m langen Landebahn in Finkenwerder gelandet, die für das Flugzeug (Convair CV 990 Coronado) eigentlich viel zu kurz war. Fliegen konnte er offensichtlich, nur mit der Geografie schien es zu hapern. Wie jetzt auch wieder.
berlinger22 15.05.2018
4. Spart Euch die Häme!
Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Es kann passieren, dass nach einem stressigen Tag überrascht ist von einer im verlängerten Endanflug zu früh auftauchenden Landebahn und man vielleicht überrascht reagiert - wenn man sich [...]
Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Es kann passieren, dass nach einem stressigen Tag überrascht ist von einer im verlängerten Endanflug zu früh auftauchenden Landebahn und man vielleicht überrascht reagiert - wenn man sich denn korrigieren lässt. Die Sicherungssysteme haben gegriffen, alles in Ordnung.
lobivia 15.05.2018
5. Damals
Finkenwerder hat wohl eine magische Anziehungskraft auf spanische Piloten. Spaß beiseite, bei der Sache mit SPANTAX saß der Firmenchef höchstselbst im Cockpit. Er wollte die Sicherheit seines Unternehmens demonstrieren. SPANTAX [...]
Finkenwerder hat wohl eine magische Anziehungskraft auf spanische Piloten. Spaß beiseite, bei der Sache mit SPANTAX saß der Firmenchef höchstselbst im Cockpit. Er wollte die Sicherheit seines Unternehmens demonstrieren. SPANTAX war ins Gerede gekommen....

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