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Kambodscha

Touristen wegen "Porno-Tänzen" ausgewiesen

Kambodscha hat sieben Rucksacktouristen ausgewiesen. Sie waren wegen angeblich obszöner Gesten in Seam Reap festgenommen worden. Drei bleiben weiterhin in Haft, ihnen droht bis zu einem Jahr Gefängnis.

REUTERS

Touristenattraktion Angkor Wat

Montag, 12.02.2018   14:53 Uhr

Wegen angeblicher obszöner Gesten haben sieben Rucksacktouristen Kambodscha verlassen müssen und sind in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Das berichteten lokale Medien. Sie waren Ende Januar nach einer Privatparty in der Nähe der berühmten Tempelanlage Angkor Wat festgenommen und angeklagt worden.

Jetzt wurden sie gegen Kaution freigelassen und vom Gericht des Landes verwiesen. "Erstens dürfen sie nicht in Kambodscha bleiben, und zweitens dürfen sie keiner Aktivität mehr nachgehen, die zu öffentlicher Unruhe führen könnte", sagte ein Anwalt der Angeklagten der Zeitung "The Phnom Penh Post".

Insgesamt zehn Urlaubern - fünf Briten, zwei Kanadierinnen und je ein Mann aus Norwegen, den Niederlanden und Neuseeland - wurde vorgeworfen, bei einer privaten Party in Siem Reap Ende Januar "pornografische Tänze" aufgeführt zu haben. Auf Fotos, die von der Party in einer Villa kursieren, sind westliche Ausländer zu sehen, die in sexuellen Posen übereinander auf dem Boden liegen. Einige von ihnen sind halb nackt.

Drei der zehn Angeklagten bleiben vorerst noch in Untersuchungshaft, sie sollen die Party organisiert haben. Sie stammen aus Norwegen, Großbritannien und den Niederlanden. Bei einer Verurteilung wegen Pornografie drohen ihnen bis zu zwölf Monate Haft.

Die Touristen hatten ihre Verhaftung laut einem Bericht im "Guardian" nicht nachvollziehen können, da sie auf den Partyfotos offenbar auch nicht zu sehen sind. Von der Sittenbehörde in Siem Reap hieß es dazu: "Ihre Aktivitäten verstoßen gegen unsere Kultur."

In Kambodscha werden immer wieder Touristen, die zu viel nackte Haut zeigen, von den Behörden verfolgt. Im Jahr 2015 waren fünf Angkor-Wat-Touristen des Landes verwiesen worden, weil sie Nacktfotos vor der Tempelanlage gemacht hatten. Seit diesem Vorfall ist knappe Kleidung dort verboten.

abl/dpa

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