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Reise

Flüssiggasantrieb

TUI Cruises bestellt zwei LNG-Schiffe

TUI Cruises baut ihre Flotte weiter aus. Ab 2024 sollen zwei Schiffe mit dem umweltfreundlicheren Flüssiggasantrieb in Dienst gestellt werden. Sie werden deutlich größer als die bisherigen Neubauten der Hamburger Reederei.

TMN

TUI-Cruises-Schiff

Freitag, 13.07.2018   10:32 Uhr

TUI Cruises hat zwei weitere Kreuzfahrtschiffe bestellt - erstmals mit Flüssiggasantrieb (LNG). Die beiden Neubauten sollen 2024 und 2026 in Dienst gestellt werden, teilte die Reederei mit. Gebaut werden sie in der italienischen Fincantieri-Werft in Monfalcone.

Die Größe von 161.000 Bruttoregistertonnen übertrifft die bisherigen Schiffe der Tui-Cruises-Flotte deutlich. So kommt die neue "Mein Schiff 1" auf 111.500 Bruttoregistertonnen. Nach Werft-Angaben sind es die größten jemals in Italien gebauten Schiffe. Weitere Details gab das Unternehmen noch nicht bekannt.

Bisher gibt es in der Flotte sieben Schiffe, im kommenden Jahr acht. Der jüngste Flottenzugang ist die neue "Mein Schiff 1", die im Mai getauft wurde. Alle fahren bislang mit herkömmlichem Antrieb. Bisher hieß es bei TUI Cruises, dass es nicht sinnvoll sei, ein einziges Schiff in der Flotte mit LNG zu betreiben.

Fotostrecke

Rundgang über "Mein Schiff 1": Vom Bug bis zum Diamanten

Die Konkurrenzreederei Aida Cruises wird Ende August ihr erstes vollständig mit LNG betriebenes Schiff, die "Aida Nova, taufen. Die "Aida Prima" und die "Aida Perla", die 2016 und 2017 in Dienst gestellt wurden, sind so ausgerüstet, dass sie während ihres Hafenaufenthaltes mit Flüssiggas betrieben werden können.

abl/dpa

insgesamt 5 Beiträge
jowie78 13.07.2018
1. Tolle Idee
Wieso denn erst ab 2024 ? Wäre doch schon wenn sie das jetzt schon machen würden .. hmm
Wieso denn erst ab 2024 ? Wäre doch schon wenn sie das jetzt schon machen würden .. hmm
JaguarCat 13.07.2018
2. @jowie78
@jowie78: Vielleicht dauert es ein paar Jahre, ein solches Schiff zu bauen. Ist ja doch etwas größer als ein gewöhnliches Eigenheim. Zudem steht im Artikel: "Nach Werft-Angaben sind es die größten jemals in Italien [...]
@jowie78: Vielleicht dauert es ein paar Jahre, ein solches Schiff zu bauen. Ist ja doch etwas größer als ein gewöhnliches Eigenheim. Zudem steht im Artikel: "Nach Werft-Angaben sind es die größten jemals in Italien gebauten Schiffe." Möglicherweise muss die Werft also erstmals ihre Docks erweitern. Zeitgleich muss sie die besonderen neuen Komponenten (wie Motoren, Tankisolation etc.) ausschreiben und bestellen. Geht alles nicht in fünf Tagen.
benno890 14.07.2018
3. Warum kein Schiff aus Deutschland für deutsche Passagiere
Sehr schade, dass diese Schiffe nicht in Deutschland gebaut werden. AIDA ist hier das bessere Beispiel und lässt für die deutschen Passagiere das Schiff in Deutschland bauen. Ich frage mich, ob hier die Politik ihre Finger im [...]
Sehr schade, dass diese Schiffe nicht in Deutschland gebaut werden. AIDA ist hier das bessere Beispiel und lässt für die deutschen Passagiere das Schiff in Deutschland bauen. Ich frage mich, ob hier die Politik ihre Finger im Spiel hatte und das ganze unter Wirtschaftsförderung für die Italiener zu verstehen ist? Jedenfalls sehr schade und ich werde lieber "Made in Germany" AIDA buchen.
giostamm11 17.07.2018
4. benno - Italien
ist die absolut erste Adresse für Kreuzfahrtschiffe. Es baut mit riesen Abstand die meisten Schiffe. Die grösste Werft Europas. Leonardo hat mit Fincantieri auch die Mehrheit an STX St. Nazaire in Frankreich und ist damit [...]
ist die absolut erste Adresse für Kreuzfahrtschiffe. Es baut mit riesen Abstand die meisten Schiffe. Die grösste Werft Europas. Leonardo hat mit Fincantieri auch die Mehrheit an STX St. Nazaire in Frankreich und ist damit uneinholbar Branchen Leader. Abgesehn von Kreuzfahrtschiffen werden auch Flugzeugträger und andere Schiffe gebaut. So ein Konzern gibt es gar nicht in Deutschland. Empfehlenswert: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Fincantieri https://en.m.wikipedia.org/wiki/Leonardo_S.p.A.
Gluehweintrinker 18.07.2018
5. Schiffe kauft man nicht im Supermarkt
Und wieso lässt TUI nicht bei der Meyer-Werft bauen? Und erst ab 2024? Wie stellen Sie sich denn den Kauf eines Kreuzfahrtschiffs vor? Man geht spontan in einen Laden und kommt mit einem Schiff raus, die da mitnahmebereit im [...]
Zitat von jowie78Wieso denn erst ab 2024 ? Wäre doch schon wenn sie das jetzt schon machen würden .. hmm
Und wieso lässt TUI nicht bei der Meyer-Werft bauen? Und erst ab 2024? Wie stellen Sie sich denn den Kauf eines Kreuzfahrtschiffs vor? Man geht spontan in einen Laden und kommt mit einem Schiff raus, die da mitnahmebereit im Regal liegen? Schauen Sie sich mal der Bestelllisten der großen Werften an, der Meyer-Werft in Papenburg mit Meyer-Turku (Finnland), früher STX Finland, mit Fincantieri in Italien und STX France (nach Fincantieri-beteiligung wieder "Chantiers de l’Atlantique"). https://www.cruiseindustrynews.com/cruise-news/cruise-ship-orderbook.html Kann es sein, dass die Orderbücher randvoll sind und es kaum möglich ist einen früheren "Slot" für einen Neubau zu bekommen, egal bei welcher Werft man bauen lassen möchte? Meyer in Papenburg liefert bis 2023 mindestens 12 große Neubauten aus. Zur Zeit stehen 103 Schiffe im Order Book. Wie man sieht, sind die Jahre 2023 bis 2027 noch nicht annähernd so "ausgelastet" wie das als "Monster Year" bezeichnete Jahr 2019, da kommen also noch mal locker 30 Stück hinzu, also vermutlich 150 neue Schiffe in 10 Jahren. Wie sollte man denn da "mal eben so" noch ein paar TUI-Bestellungen reinschieben können? Vielleicht ein paar Garagen anmieten und durch Angelernte zusammenschweißen lassen? Und dann wundert mich nur ihre seltsame "Kauf-Deutsch-Attitüde", die mich zu folgenden Fragen ermuntert. Was kaufen Sie denn so aus heimatlicher Produktion? Autos, Smartphone, Computer, Lebensmittel, Möbel, Hausrat, Elektroartikel? Kommt alles aus Deutschland, ja? Dann Hut ab vor Ihrem funktionalen Patriotismus! Oder Nationalismus / Protektionismus? Und wie war das noch mit einem deutschen Exportüberschuss, welcher das europäische Handelssystem aus den Angeln hebt? Sie möchten den deutschen Überschuss weiter steigern?

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