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Urlauber sitzen fest

Starke Winde legen Flughafen von Madeira lahm

Am Flughafen von Madeira hebt zurzeit kein Flugzeug ab. Tausende Passagiere hängen auf der Insel fest. Allein am Sonntag waren 56 Flüge abgesagt worden.

Getty Images

Flughafen von Madeira

Montag, 07.08.2017   12:25 Uhr

Starker Wind macht Madeira-Reisenden Probleme: Zahlreiche Flüge von und zu der portugiesischen Urlaubsinsel seien seit Sonntag annulliert worden, teilte der Flughafenbetreiber ANA mit. Rund 5500 Passagiere waren betroffen, wie ein Sprecher am Flughafen nahe Funchal dem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender RTP sagte.

Allein am Sonntag seien bis zum Abend 56 Verbindungen annulliert worden, berichteten portugiesische Medien unter Berufung auf ANA. Sechs Flüge wurden auf die Nachbarinsel Porto Santo umgeleitet, wo es windstiller sei. Die Urlauber wurden anschließend mit Fähren nach Madeira gebracht.

Vor den Flughafenschaltern bildeten sich lange Schlangen von Reisenden, die weiterkommen wollten. Viele beschwerten sich, dass sie auf Flüge gegen Ende der Woche umgebucht worden seien.

Auch am Montag landete oder startete zunächst keine einzige Maschine auf dem Airport, berichteten gestrandete Urlauber. Am Vormittag setzten schließlich zwei Flugzeuge aus Großbritannien auf. Informationen dazu, ob und wann sich die Lage ändern sollte, gebe es nicht, beklagten die Fluggäste. Deutsche Airlines planten Betroffenen zufolge auch für Montag keine Flüge.

Viele Touristen schliefen auf dem Boden der Terminals. "Der Urlaubseffekt ist völlig dahin", sagte ein Lehrer aus Kiel. Unverständnis herrsche besonders darüber, dass die drohenden Winde seit Donnerstag bekannt waren, die Airlines sich aber nicht auf die Situation eingestellt hätten, erklärte eine Deutsche am Flughafen.

Madeira wurde am Wochenende von Winden mit einer Geschwindigkeit von bis zu 75 km/h gepeitscht, wie der nationale Wetterdienst mitteilte. Die beliebte Urlauberinsel liegt im Atlantik rund 1000 Kilometer südwestlich der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. Gegen Montagnachmittag sollten die Winde abflauen.

Weil der Flughafen von Funchal nahe an den Bergen und dem Meer liegt, gilt er bei Piloten als besonders schwierig zum Landen. Der Airport wurde dieses Jahr nach dem auf Madeira geborenen Starfußballer Cristiano Ronaldo umbenannt: Eine Büste, die dort aufgestellt wurde, sorgte für einigen Spott.

AFP/dpa/bbr

insgesamt 5 Beiträge
geschädigter5 07.08.2017
1. Ach wäre das schön
Auf Madeira fest zu sitzen, wäre mein Traum. Es gibt nicht viele Inseln, die so schön zu erkunden und zu erleben sind.
Auf Madeira fest zu sitzen, wäre mein Traum. Es gibt nicht viele Inseln, die so schön zu erkunden und zu erleben sind.
adolfo1 07.08.2017
2. kein Problem
zurück ins Hotel und den Abend im Casino verbringen.
zurück ins Hotel und den Abend im Casino verbringen.
juanth 07.08.2017
3. Wo ist das Problem?
Alle Urlauber,die mit einem normalen Reiseveranstalter gebucht haben, werden/wurden in Hotels untergebracht, d.h. kostenlose Verlaengerung des Urlaubs. Schlechtes Wetter kann ueberall mal vorkommen.
Alle Urlauber,die mit einem normalen Reiseveranstalter gebucht haben, werden/wurden in Hotels untergebracht, d.h. kostenlose Verlaengerung des Urlaubs. Schlechtes Wetter kann ueberall mal vorkommen.
1989er 07.08.2017
4. Genau
Kann mich nur anschließen. Was besseres als auf Madeira fest zu sitzen gibt es doch gar nicht. Schön in Funchal ins pingo doce gehen und lecker und sehr preiswert essen.
Kann mich nur anschließen. Was besseres als auf Madeira fest zu sitzen gibt es doch gar nicht. Schön in Funchal ins pingo doce gehen und lecker und sehr preiswert essen.
Hamberliner 08.08.2017
5. kein Schiff mehr
Uups, ich stell gerade fest: die Kanaren-Fähre von Naviera Armas legt da keinen Zwischenstop mehr ein. Andere Fähren scheint es nicht zu geben. Das ist bitter, eigenes Mopped mitbringen ist nicht mehr, und es gibt keine [...]
Uups, ich stell gerade fest: die Kanaren-Fähre von Naviera Armas legt da keinen Zwischenstop mehr ein. Andere Fähren scheint es nicht zu geben. Das ist bitter, eigenes Mopped mitbringen ist nicht mehr, und es gibt keine angenehmere Alternative mehr zum Fliegen. Früher durfte man sogar beim Zwischenstop von Bord fahren, ein paar Stunden Madeira erkunden und dann mit demselben Schiff weiterfahren. Ging einmal pro Woche. AFAIK verhandelt Armas mit den zickenden Behörden, um wieder Funchal anlaufen zu dürfen.
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