18.12.2010
Madrid - Valencia
Königspaar weiht Highspeed-Strecke ein
Mit einem Spitzentempo von 330 km/h fahren die Hochgeschwindigkeitszüge (AVE) auf der neu eingeweihten Strecke zwischen Spaniens Hauptstadt Madrid und Valencia. König Juan Carlos und Gattin Sofia eröffneten die Hochgeschwindigkeitstrasse am Samstag.
Die Strecke ist über 350 Kilometer lang und soll rund 6,6 Milliarden Euro gekostet haben. Spanien verfüge über eines der größten und modernsten Bahnnetze der Welt, sagte der 72-jährige Monarch nach der Ankunft im neuen Bahnhof Valencias. Die Eröffnung sei ein Meilenstein und gerade in schwierigen Zeiten wie diesen auch ein wichtiges Signal: "Wir können trotz der Krise optimistisch in die Zukunft schauen."
Von der spanischen Hauptstadt erreicht man das Mittelmeer jetzt in einer 95-minütigen Bahnfahrt. Die Hochgeschwindigkeitszüge (AVE) zwischen Madrid und Valencia erreichen ein Spitzentempo von bis zu 330 km/h, so dass die bisherige Fahrzeit deutlich verkürzt wird: Die herkömmlichen Züge waren zwischen der Hauptstadt und der Mittelmeer-Metropole Valencia 3:25 Stunden unterwegs.
Die AVE-Züge sollen 15-mal am Tag in beide Richtungen fahren und 55 Prozent der Flüge, 25 Prozent der Autofahrten und 5 Prozent der Busreisen zwischen beiden Städten ersetzen. "Die Bahn bringt Madrid ans Meer", sagte Verkehrsminister José Blanco.
Am Mittwoch hatten Kronprinz Felipe und Prinzessin Letizia bereits die Bahn-Schnellstrecke zwischen der Hauptstadt und der La-Mancha-Metropole Albacete in Betrieb genommen. Sie verläuft teilweise über dieselbe Trasse wie die Valencia-Linie. Mit deren Inbetriebnahme erweitert die spanische Bahn ihr Schnellstreckennetz auf rund 2200 Kilometer. Weltweit wird Spanien damit nach Angaben des Verkehrsministeriums nur noch von China übertroffen.
wbr/dpa

