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Reise

Forststeig Elbsandstein

Sächsische Schweiz eröffnet Trekkingroute nach Tschechien

Anspruchsvoll und abseits der Top-Ausflugsziele: Ab Ende April wird ein neuer, 100 Kilometer langer Weitwanderweg durch die Sächsische und Böhmische Schweiz führen - über zwölf Tafelberge.

Sachsenforst / Uwe Borrmeister
Donnerstag, 05.04.2018   15:20 Uhr

Schroffe Felsen, mächtige Tafelberge, weite Ausblicke: Im Elbsandsteingebirge eröffnet am 28. April die erste grenzüberschreitende Trekkingroute. Der Weitwanderweg führt auf einer Strecke von 100 Kilometern durch die Sächsische und Böhmische Schweiz, wie der Tourismusverband Sächsische Schweiz mitteilt.

Der Forststeig Elbsandstein erstreckt sich vom Landschaftsschutzgebiet bei Schöna an der Elbe über Ostrov auf tschechischer Seite bis zur Kurstadt Bad Schandau. Er ist ein gemeinsames Projekt von Lesy Ceské republiky - der Forstverwaltung auf tschechischer Seite - und der Forstverwaltung Sachsenforst.

Die Trekkingtour führt über zwölf Tafelberge und 17 Aussichtspunkte - darunter Großer Zschirnstein, Hoher Schneeberg, Gohrisch und Papststein. Sie ist laut Tourismusverband nur für geübte, trittsichere Wanderer zu empfehlen. Auf der Strecke liegen fünf einfache Hütten und drei Biwakplätze zum Campen. Wer dort übernachten will, braucht ein Trekkingticket von Sachsenforst. Komfortablere Unterkünfte können über kleine Abstecher erreicht werden. Begehbar ist die Route von April bis Oktober.

"Ganz bewusst führt sie nicht zu den Top-Ausflugszielen der Region, wie der Bastei im Nationalpark Sächsische Schweiz oder dem Prebischtor im Nationalpark Böhmische Schweiz", heißt es. Fernab von Zivilisation und Luxus könnten Wanderer hier unberührte Landschaft und heilsame Stille erfahren. Inspiriert worden seien die Forstverwaltungen durch skandinavische und neuseeländische Vorbilder.

Auf deutscher Seite ist vor zwölf Jahren bereits der 112 Kilometer lange Rundwanderweg Malerweg als erster Fernwanderweg in der Region ausgeschildert worden. Von Pirna-Liebthal führt er über die Bastei und Burg Hohenstein über Schmilka und Burg Königstein wieder nach Pirna.

abl/dpa

insgesamt 6 Beiträge
mborevi 06.04.2018
1. Solange Sachsen ...
... sein - vielleicht wenig begründetes - Flair des braunen Mobs nicht ablegen kann, werden wir wohl kaum dort einen Wohlfühl-Urlaub verbringen können. Es kommt ja im Urlaub vor allem auf das menschliche Umfeld an.
... sein - vielleicht wenig begründetes - Flair des braunen Mobs nicht ablegen kann, werden wir wohl kaum dort einen Wohlfühl-Urlaub verbringen können. Es kommt ja im Urlaub vor allem auf das menschliche Umfeld an.
Skarrin 06.04.2018
2. Sehr schön!
Bin zwar seit vielen Jahren mehr in den Alpen unterwegs aber das Wandern habe ich als Kind im Elbsandsteingebirge gelernt, bei den vielen Verwandtenbesuchen in der Region. Vielleicht sollte ich mal wieder "back to the [...]
Bin zwar seit vielen Jahren mehr in den Alpen unterwegs aber das Wandern habe ich als Kind im Elbsandsteingebirge gelernt, bei den vielen Verwandtenbesuchen in der Region. Vielleicht sollte ich mal wieder "back to the roots" gehen :-)
rt325 06.04.2018
3. ich freue
mich auf unseren Urlaub dort. Und den Kommentar 1 muss man nicht verstehen oder? Schön alle über eine Kamm und dann in die Schublade. echt traurig aber diese Vorurteile kennt man ja seit 28 Jahren.
mich auf unseren Urlaub dort. Und den Kommentar 1 muss man nicht verstehen oder? Schön alle über eine Kamm und dann in die Schublade. echt traurig aber diese Vorurteile kennt man ja seit 28 Jahren.
Papazaca 06.04.2018
4. Elbsandsteingebirge: Umzingelt vom brauen Mob
Auf so Argumente muß man erstmal kommen. Da wandert man für sich alleine im Elbsandsteingebirge. Und schwups, ist man umringt von braunen Gesellen. Bewundernswert, was Ihre Fantasie so leistet. Trotzdem, Sie brauchen [...]
Zitat von mborevi... sein - vielleicht wenig begründetes - Flair des braunen Mobs nicht ablegen kann, werden wir wohl kaum dort einen Wohlfühl-Urlaub verbringen können. Es kommt ja im Urlaub vor allem auf das menschliche Umfeld an.
Auf so Argumente muß man erstmal kommen. Da wandert man für sich alleine im Elbsandsteingebirge. Und schwups, ist man umringt von braunen Gesellen. Bewundernswert, was Ihre Fantasie so leistet. Trotzdem, Sie brauchen frische Luft, dann klappt das mit dem nächsten Kommentar auch besser. Gehen Sie mal wandern, Sie wissen schon, wo ...
Lisa_can_do 06.04.2018
5. Wandern und übel diskriminieren lassen? Ach Nö.
Naturtechnisch ist die Sächsische Schweiz eines der genialsten Gegenden Deutschlands. Bin dort in der Jugend geklettert, gewandert, habe gebovt und die tolle Natur genossen. Heute geht das für Menschen wie mich, schwarz, nicht [...]
Naturtechnisch ist die Sächsische Schweiz eines der genialsten Gegenden Deutschlands. Bin dort in der Jugend geklettert, gewandert, habe gebovt und die tolle Natur genossen. Heute geht das für Menschen wie mich, schwarz, nicht mehr. Da haben mir selbst Leute von dort geraten. Und die Leute, die im Tourismus sind, können die Schlagzeilen von AfD und Pegida und Co gar nicht gebrauchen; ist nämlich geschäftsschädigend.

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