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Reise

Instagram-Leserfotos

"Erste Reihe, direkt am Wasser, bestes Wetter"

Auf der gefährlichsten Straße der Welt radeln, mit Yaks zum Everest-Basecamp oder im rollenden Zuhause Skandinavien entdecken: Wo der Weg das schönste Ziel ist, zeigen die Fotos unserer Leser von unterwegs.

Viktoria Schmidt
Von
Dienstag, 26.09.2017   04:55 Uhr

Der knallorangene Riese auf vier Rädern, der an der kroatischen Adria auf der Insel Krk in erster Reihe parkt, ist ein Blickfang. Auf dem Dach sonnt sich eine Frau im Bikini. Gewöhnlich ist das rollende Urlaubsdomizil von Stephan und Kristin Zimmermann sicher nicht. Im Oktober 2015 kaufte das Ehepaar aus Berlin das Katastrophenschutzfahrzeug, Baujahr 1982, und baute es zum Camper um.

VanlifeBerlin

Ende März 2016 fand die erste Probenacht in Berliner Umland statt. "Seitdem sind wir begeisterte 'Vanlifer'", sagt Stephan Zimmermann. "Wir sind verblüfft, wie viel Aufmerksamkeit wir mit unserem Instagram-Account "Vanlifeberlin" auf uns ziehen. Dabei sind wir doch einfach nur Camper einer jüngeren Generation, die nicht zwei Wochen auf dem gleichen Platz bleiben", sagt der 33-Jährige, der im Öffentlichen Dienst arbeitet.

"Wir haben beide recht stressige und verantwortungsvolle Berufe", erklärt Zimmermann. "Diese Roadtrips lassen uns für einige Wochen oder auch mal für ein Wochenende zur Ruhe kommen. Außerdem reduzieren wir uns dabei auf das Notwendigste, was in dieser schnelllebigen und im Überfluss lebenden Gesellschaft eine willkommene Abwechslung ist."

Fotostrecke

Instagram-Leserfotos: Wo der Weg das schönste Ziel ist

Auch Viktoria Schmidt hat ein rollendes Zuhause. Mit ihrem acht Jahre alten Van "Illa" will die 26-Jährige ein ganzes Jahr durch Skandinavien, das Baltikum und Osteuropa reisen. Ausgebaut hat sie das Fahrzeug selbst - mit Unterstützung ihres Vater und ihres Großvaters. "Ich weiß, wo jede Schraube sitzt, wie die Elektrik verkabelt ist und habe jedes coole Detail geplant", sagt die Architektin aus Schleswig-Holstein. Mit dabei auf Reisen: ihr Hund Cleo. Eines ihrer Ziele in Norwegen: der 1084 Meter hohe Kjeragstein am Lysefjord.

Mit dem Fahrrad war Eva-Maria Steger 2014 unterwegs - und zwar auf der berüchtigten Yungas-Straße in den bolivianischen Anden. Die Strecke gilt als gefährlichste Straße der Welt. "Es gibt an manchen Stellen 600 Meter tiefe Abhänge, aber keine Leitplanken. Kreuze markieren die Stellen, an denen Busse, Lkw, Autos oder Fahrräder abgestürzt sind", berichtet die 29-jährige IT-Beraterin, die in Nürnberg wohnt.

Vor allem die Kurven seien bei Gegenverkehr gefährlich, da die Straße oft nur so breit ist wie eine einspurige Fahrbahn. "Dazu kommen mehrere kleine Wasserfälle, die die Strecke rutschig machen und Felsabgänge," sagt Steger. "Ich bin sehr schnell, aber auch hochkonzentriert gefahren." Ihr Fazit ist dennoch positiv: "Es war eine der besten Aktivitäten meiner neunmonatigen Reise durch Südamerika. Wer das Leben spüren will, muss die 'Todesstraße' fahren!"

Leseraufruf: "Mit Instagram um die Welt"

Bergriesen, wuchtige Täler, kleine Menschen - beliebte Motive auf Instagram. Doch lässt sich auch Flachland fotogen einfangen? Zeigen Sie uns Ihre schönsten Fotos von Landschaften ohne Erhebungen, ob Wüsten, Strände oder Steppen und taggen sie Ihre Bilder mit #SpOn_Reise_Flachland. Die schönsten Aufnahmen stellen wir bald vor!

Steger, Schmidt und die Berliner Vanlife-Vagabunden sind SPIEGEL-ONLINE-Leser und haben ihre Fotos auf Instagram gepostet. Wie sie haben uns noch viele andere eine Auswahl ihrer besten Fotos aus aller Welt zum Thema "Unterwegs" zur Verfügung gestellt. Klicken Sie auf die Fotostrecke und lassen Sie sich für Ihre nächste Reise inspirieren.

insgesamt 7 Beiträge
martin20 26.09.2017
1. schöne Fotos
Aber es geht dem Pärchen bei dem ganzen Gehabe bei instagram nicht um Reduzierung oder Achtsamkeit, sondern eher un Selbstdarstellung und -promotion. kann aber auch einfach nur sein, dass ich neidisch bin die messer im [...]
Aber es geht dem Pärchen bei dem ganzen Gehabe bei instagram nicht um Reduzierung oder Achtsamkeit, sondern eher un Selbstdarstellung und -promotion. kann aber auch einfach nur sein, dass ich neidisch bin die messer im roten Bus sollten während der Fahrt aber nicht so aufgereiht hängen.
Papazaca 26.09.2017
2. Platte Aussagen können trotzdem wahr sein
Erstmal freue ich mich über die Fotos. Und auch über die Texte. Das weckt Reiselust. Ich habe selbst viele und lange Reisen unternommen. Im Moment bin ich wieder in Deutschland und sehe mir unauffälligere Landschaften an. Keine [...]
Erstmal freue ich mich über die Fotos. Und auch über die Texte. Das weckt Reiselust. Ich habe selbst viele und lange Reisen unternommen. Im Moment bin ich wieder in Deutschland und sehe mir unauffälligere Landschaften an. Keine Pyramiden aber unspektakuläre Landschaften voller leiser Poesie. Da fällt mir der ausgelutschte Spruch ein: Das die die Schönheit im Auge des Betrachters liegt. Das ist jetzt wirklich kein Argument gegen Machu Piccu, aber ein Hinweis auf die vielen tollen (unauffälligen) Gegenden in Deutschland, die man leicht übersehen kann.
nadennmallos 26.09.2017
3. Hübsche Fotostrecke, hübsche Berichte, wenn auch ..
... so ein Satz wie:" Wer das Leben spüren will, muss die 'Todesstraße' fahren!" ein bißchen lächerlich und Aufmerksamkeit heischend klingt. Oder muss man etwa, um das Leben zu spüren: Bungee-Jumping machen, [...]
... so ein Satz wie:" Wer das Leben spüren will, muss die 'Todesstraße' fahren!" ein bißchen lächerlich und Aufmerksamkeit heischend klingt. Oder muss man etwa, um das Leben zu spüren: Bungee-Jumping machen, Freeclimber sein, mit einem Grizzly tanzen und einen Hai umarmen? Nein Leute, das Leben kann man auch sehr intensiv spüren, wenn man entspannt aus seinem Campingmobil auf einen stillen See schaut, meditiert oder einfach wandert. Bewusstes Leben entsteht im Kopf, nicht durch das Tun spektakulärer Dinge. Letzteres hört sich zwar cool an und ruft "Aaaahs" und "Oooohs" hervor, aber das war's dann auch schon.
lug&trug 26.09.2017
4. Nichts gegen die "Todesstraße", aber...
Tolle Fotos, ich erinnere mich mit Wehmut an meine eigenen Reisen, die ich nicht annähernd so gut dokumentiert habe. Dennoch: "Es war eine der besten Aktivitäten meiner neunmonatigen Reise durch Südamerika. Wer das [...]
Tolle Fotos, ich erinnere mich mit Wehmut an meine eigenen Reisen, die ich nicht annähernd so gut dokumentiert habe. Dennoch: "Es war eine der besten Aktivitäten meiner neunmonatigen Reise durch Südamerika. Wer das Leben spüren will, muss die 'Todesstraße' fahren!" Wenn in 9 (neun!) Monaten Reise ein durchkommerzialisiertes Touri-Event eine der "besten Aktivitäten" war, muss der Rest der Reise ja ganz schön armselig gewesen sein (auch wenn ich das aufgrund der Fotos kaum glauben mag). Die Radtour auf der "Todesstraße" (die für den Autoverkehr längst durch eine moderne sichere Straße ersetzt wurde) wird als Gesamtpaket ähnlich verkauft wie die tollen "Abenteuer" à la Jochen Schweizer hier. Man teilt sich dann natürlich die Straße mit den diversen Gruppen, die das gleiche "Individualpaket" gebucht haben... Alternativ-Tipp: Fast parallel zur "Todesstraße" verläuft in einem wunderschönen Nachbartal der Choro-Trail, den man in 2-3 Tagen durchwandern kann. Mit "Machu Picchu Trek" ist vermutlich der "Inca Trail" gemeint. Der ist in der Tat leider auch zur All-Inclusive-Veranstaltung mit Pflichtbuchung verkommen. Zum Glück lässt sich Machu Picchu aber immer noch individuell und auch mit kleinerem Budget erreichen.
subduction 26.09.2017
5. Naja....
Also Machu Picchu in Peru kann man auch über den Salkantay Trail erwandern, wo es signifikant weniger Touristengruppen hat. La Ciudad Perdida in Peru ist wirklich einen Besuch wert, aber auf dem ersten Viertel des Treks hat es [...]
Also Machu Picchu in Peru kann man auch über den Salkantay Trail erwandern, wo es signifikant weniger Touristengruppen hat. La Ciudad Perdida in Peru ist wirklich einen Besuch wert, aber auf dem ersten Viertel des Treks hat es weniger Esel denn Mopeds. Der Trail ist problemlos zu begehen, gute Wanderschuhe vorausgesetzt. Die haben der Autorin vielleicht gefehlt, da sie so oft ausgerutscht ist. Aber auch hier sind die Touristengruppen unterwegs un die Zeltcamps nachts überfüllt. Aber das ist halt der Preis der modernen Welt und Globalisation, wo nun viel viel mehr Menschen als Touristen unterwegs sind.
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