22.07.2011
Herzlicher Gastgeber
Virgin-Boss Branson vermietet seine Luxusinsel
Frühstück an der Lagune, Mittagschläfchen im Himmelbett, Wellness und Kino unterm Sternenhimmel: Richard Branson, Milliardär und Gründer der Fluggesellschaft Virgin, hatte schon sehr konkrete Vorstellungen, als er sich an Australiens Ostküste ein Inselchen gönnte und es zu seinem ganz privaten Luxuseiland umgestaltete. Nun können auch andere von seinem Geschmack profitieren, Makepeace Island ist ab sofort für Touristen geöffnet, wie die australische Nachrichtenagentur AAP berichtet. Einzige Bedingung: Was die Reisekasse angeht, dürfen die Gäste nicht knauserig sein.
Im Jahr 2007 hatte der britische Unternehmer Branson das 9,2 Hektar große Stück Land im Meer gekauft und ein wenig auf Vordermann gebracht. Inspiriert vom Stil balinesischer Pracht-Resorts verwandelte er die Insel zusammen mit seinem Geschäftspartner Brett Godfrey in einen Ort, an dem es sich mit Freunden, Mitarbeitern und Familienmitgliedern gut aushalten ließ.
Doch nun scheint Branson zu beschäftigt zu sein, um mal kurz für ein Wochenende auf die Insel zu jetten, die einst den Namen Pig Island trug (auf Deutsch: Schweine-Insel). "Wenn weder Bret noch ich Zeit auf Makepeace verbringen, wollen wir die Insel wenigstens für andere zugänglich machen", ließ Branson verlauten.
Wer auf der Insel an der australischen Sunshine Coast Urlaub machen will, kann jedoch nicht einzelne Hotelzimmer mieten, sondern muss schon das Gesamtpaket buchen: Traumstrand, Tennisplatz, Spa-Bereich und Freilichtkino inklusive. 7900 australische Dollar (rund 6000 Euro) kostet die Insel-Nacht für eine bis acht Personen, 14.990 australische Dollar (rund 11.300 Euro) für 20 bis 22 Leute - mehr Gäste dürfen nicht kommen, die Insel soll schließlich nicht gleich untergehen.
Wer auf dem paradiesischen Fleckchen Erde angekommen ist, der kann sich aussuchen, ob er lieber schnorcheln oder tauchen geht, eine Runde Tennis spielt oder einfach im zweistöckigen balinesischen Wantilan-Pavillion abhängt und entspannt. Am Abend wartet die gigantische Bar - oder ein Sonnenuntergang, der auf der herzförmigen Insel wohl besonders romantisch sein muss.
Gut zu erreichen ist Makepeace Island auch: Nur 20 Minuten dauert die Fahrt mit dem inseleigenen Bötchen von Noosa aus, dem australischen Rückzugsort für Aussteigertypen und Alt-Hippies. Auch hier haben die Leute den ganzen Tag nichts anderes zu tun, als "Frieden zu machen" - genau wie auf Makepeace Island.
jus

