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23.06.2012
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Tibet

China will Tourismus mit 50 Millionen Euro fördern

Potala-Palast in Lhasa: Einst die Heimat des Dalai Lama
DPA

Potala-Palast in Lhasa: Einst die Heimat des Dalai Lama

Mehr Geld für den Tourismus: Die chinesische Regierung möchte 22 Feriendörfer in Tibet errichten. Fragt sich nur, wer dort wohnen soll - seit Juni dürfen keine ausländischen Besucher mehr in die autonome Region einreisen.

Peking - China will die touristische Infrastruktur in Tibet verbessern. Im Südosten des Gebiets sollen 400 Millionen Yuan (50,5 Millionen Euro) investiert werden, um 22 Modelldörfer zu bauen, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag. Der Landkreis Nyingchi, 320 Kilometer südöstlich von Lhasa, solle mit seinen Wäldern, Flüssen und schneebedeckten Bergen ein internationales Touristenziel werden.

Seit Jahrzehnten versucht Peking, die Tibeter mit Entwicklungsprogrammen für sich zu gewinnen. Viele Tibeter werfen dem kommunistischen Staat die Verfolgung ihrer Religion und den Versuch der kulturellen Assimilation vor - manchmal unter dem Vorwand wirtschaftlicher Entwicklung. Ihr geistiges Oberhaupt, der Dalai Lama, lebt seit 1959 im indischen Exil. Seit Juni hat die chinesische Regierung ausländischen Touristen nicht mehr gestattet, nach Tibet zu reisen.

dkr/dapd

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