12.01.2013
Allein auf der Piste
Freie Fahrt für Frühaufsteher
Bergfrühstück in den Dolomiten
Im Alta Badia in den Dolomiten wird die erste Mahlzeit des Tages mit Pulverschnee garniert. Zwischen 6.50 Uhr und 7.20 Uhr bringen Pistenraupen die Sportler hinauf zum Col Alto und Piz Sorega, wo auf den Hütten Col Alto (dienstags und donnerstags) und Las Vegas (mittwochs und freitags) ein Frühstück mit Südtiroler Produkten serviert wird. Gestärkt geht es dann auf die jungfräulichen Pisten, die vor dem offiziellen Liftbetrieb für die frühen Gäste reserviert sind.
Zeitig im Zillertal
"Raus aus den Federn": So heißt das Motto, unter dem die Skiliftgesellschaft Hochfügen im Zillertal ab Januar jedes Wochenende früher startet. Der Achter-Jet läuft dann bereits um 8 Uhr. Eine halbe Stunde später startet auch der Vierersessel Hochfügen 2000. Frühaufsteher profitieren damit gleich doppelt: Sie können dem Stau beim wöchentlichen Schichtwechsel entkommen, und vor allem genießen sie die ersten Schwünge auf frisch präparierten oder pulvrig verschneiten Pisten.
Früh übt sich in den Rocky Mountains
In Aspen im US-Bundesstaat Colorado kann man jeden Samstag um 8 Uhr zum exklusiven Skivergnügen am Aspen Mountain starten. Zuerst wird oben auf dem Berg ausgiebig gefrühstückt, ehe man vor Liftbeginn fast allein über die schier endlos weiten Hänge schwingt. Außer dem Nobelskiort in den amerikanischen Rocky Mountains gibt es einen vergleichbaren Spezialservice auch im kanadischen Lake Louise. Dort geht jeden Tag eine Handvoll Skilehrer mit ihren Gästen eine halbe Stunde vor Liftbeginn auf die leeren Pisten.
Der erste Blick aufs Matterhorn
Mit "dem ersten Morgenschwung" locken die Zermatt Bergbahnen jeden Donnerstag auf die unberührten Pisten zwischen Trockenem Steg und Furi. Während die Sonne langsam über die Berggipfel steigt, wird das Skifahren zum besonderen Vergnügen. Wenn dann die ersten regulären Gäste auf den Berg gondeln, sitzen die Frühaufsteher beim gemütlichen Frühstück im Berggasthaus Les Marmottes auf Furi und stärken sich für den weiteren Skitag. Start ist jeweils um 7.40 Uhr an der Talstation Matterhorn Glacier Paradise. Hier kann man sich auch am Vorabend anmelden und Tickets zum Preis von 33 Schweizer Franken (27 Euro) kaufen.
Unberührte Hänge in Tignes
"Frische Spuren" verspricht der französische Skiort Tignes jeden Mittwochmorgen um 8.30 Uhr. Mit der Gletscherbahn geht es hinauf in Richtung Grand-Motte-Gletscher, der das 300 Pistenkilometer große Areal des Espace Killy überragt. Droben gibt es zuerst ein typisch französisches Frühstück mit Milchkaffee, Croissants und einem atemberaubenden Blick über die zackigen Gipfel der Berge Savoyens. Danach geht es kilometerlang fast allein über unberührte Hänge hinunter in die Skistation. Eine Tour kostet 15 Euro.
Early Bird in Großarl
Aufwachen, skifahren, frühstücken - diese Reihenfolge für einen gelungenen Start in den Tag schlägt die Bergbahngesellschaft Großarl vor. Jeden Mittwoch bietet sie ab 7.15 Uhr unter dem Motto "Skikeriki" 25 Skisportlern die Möglichkeit zum begleiteten Pistenvergnügen vor dem offiziellen Liftbeginn. Start ist an der Panoramabahn der Talstation. Zur Stärkung nach einigen Abfahrten geht es zum Frühstücken ins Schnee-Iglu. Anmeldung jeweils bis Dienstag um 16 Uhr. Ein gültiger Skipass ist Voraussetzung.
Flutlichtskifahren am Morgen in Lenzerheide
Für die ersten Spuren leuchten noch die Scheinwerfer über die Proschieri-Piste von Lenzerheide. Das Graubündener Traditionsskigebiet sperrt ab 3. Februar jeden Sonntag bereits um 6.30 Uhr den Skilift Proschieri auf. Kurz vor Sonnenaufgang geht dann auch die Sesselbahn Stätzertal in Betrieb, um tatendurstigen Wintersportlern das Vergnügen auf frisch gepflegten und kaum frequentierten Pisten zu ermöglichen. Karten für Lift und Frühstück gibt es jeweils am Vorabend zum Preis von 59 Schweizer Franken (49 Euro, Tageskarte 99 CHF/82 Euro) an allen Liftkassen.
Heidi Siefert/srt/dkr

