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11.01.2013
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Extremwanderung um die Welt

Raus aus dem Paradies!

AP

34.000 Kilometer, fünf Kontinente: Pulitzer-Preisträger Paul Salopek nimmt sich auf seiner Extremwanderung viel vor. Die Reise auf den Spuren der Menschheit ist ein journalistisches Langzeitprojekt - der Spaziergang soll sieben Jahre dauern.

"Ich war mir nicht sicher, ob ich meine Haustürschlüssel mitnehmen soll", sagt Paul Salopek. Der zweifache Pulitzer-Gewinner hat einen langen Spaziergang vor sich. Einen sehr langen. Der Weg, den sich der Journalist ausgesucht hat, beginnt in Afrika und führt durch den Mittleren Osten, Asien, Nordamerika, Mittelamerika und endet in Südamerika. Sieben Jahre soll die Wanderung dauern, 34.000 Kilometer und rund 30 Landesgrenzen wird er in dieser Zeit hinter sich lassen.

Seit Donnerstag ist der US-Amerikaner nun unterwegs. Ausgangspunkt seiner Reise war Herto Bouri, ein kleines Dorf in Äthiopien. "Out of Eden" - "Raus aus dem Paradies" hat Salopek seinen Trip getauft. Der 50-Jährige will auf den Spuren der Menschheit wandeln, die in Afrika ihre Wiege hatte und von dort aus innerhalb von 50.000 Jahren die Welt eroberte. Finanziert wird das Projekt unter anderem von National Geographic und der Knight Foundation, die sich der Förderung von Qualitätsjournalismus verschrieben hat.

Salopek plant, jedes Jahr einen längeren Artikel über seine Reise zu schreiben und etwa alle 100 Kilometeronline von seinen Erfahrungen zu berichten. "Ich mag die lange Form des Schreibens und ich hoffe, dass es dafür ein Publikum gibt", sagt Salopek.

Keine Waffe im Gepäck

Die Familie des preisgekrönten Reporters habe ihn in seinem Vorhaben "ungemein unstützt". Es sei geplant, dass Salopeks Ehefrau ihn auch zeitweise auf der Wanderung begleite. Überhaupt möchte er keineswegs die ganze Strecke allein unterwegs sein. Salopek baut darauf, mit Einheimischen weite Wege zurückzulegen und dadurch nicht nur viele Geschichten zu hören, sondern auch neue Sprachen zu lernen.

Natürlich hat Salopek auch Sicherheitsbedenken. Die Route des US-Journalisten führt durch auch Krisengebiete. Er habe allerdings Vorkehrungen getroffen, die ihn vor Unheil bewahren sollen. Welche das sind, wollte Salopek nicht offenbaren. Eine Waffe gehört jedoch nicht zu seiner Ausrüstung.

In seinem Rucksack befinden sich stattdessen ein Laptop, ein Satellitentelefon und eine Campingausrüstung. Zusätzlich hat er sich in der kleinen ostafrikanischen Republik Dschibuti ein Kamel gekauft. Das Tier soll seine Wasservorräte tragen, wenn er durch die äthiopische Wüste wandert. Ob er seinen Haustürschlüssel mitnimmt, bleibt Salopeks Geheimnis: "Sagen wir mal so: Nur ich weiß, was ich in meiner Hosentasche habe."

Karte

Jason Straziuso/AP/dkr

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insgesamt 6 Beiträge
1. Was hat er in seiner Tasche?
vhe 11.01.2013
Und wo ist mein Schatzzzzz!!!
Und wo ist mein Schatzzzzz!!!
2. optional
sincere 11.01.2013
Man merkt schon dass die story in one-take geschrieben wurde und sich keiner was dabei gedacht hat.
Man merkt schon dass die story in one-take geschrieben wurde und sich keiner was dabei gedacht hat.
3. Schau´n wir mal
chavmey 11.01.2013
Ja, als ich das abgespeckt vor einigen Jahren in ähnlich hungrigen Ländern versuchte, war nach 10 Tagen mein Laptop, Satellitentelefon, Handy und Geldspeicher weg. Belästigt, angebettelt, ausgeraubt, futsch, weg. Auf der örtlichen [...]
Ja, als ich das abgespeckt vor einigen Jahren in ähnlich hungrigen Ländern versuchte, war nach 10 Tagen mein Laptop, Satellitentelefon, Handy und Geldspeicher weg. Belästigt, angebettelt, ausgeraubt, futsch, weg. Auf der örtlichen Polizeistation sagte der officer, so ein komisches Visum hätte er schon einmal gesehen, das wäre sowieso nicht gültig und ich solle schnell verschwinden. Viel Spaß Paul!
4. ja,ja
smerfs 11.01.2013
fünf kontinente, wie heißen die denn? ich sehe nur afrika, asien und amerika. wo sind die andern beiden? war bestimmt wieder ein praktikant.
Zitat von sysop34.000 Kilometer, fünf Kontinente: Pulitzer-Preisträger Paul Salopek nimmt sich auf seiner Extrem-Wanderung viel vor. Die Reise auf den Spuren der Menschheit ist ein journalistisches Langzeitprojekt - der Spaziergang soll sieben Jahre dauern. "Out of Eden": Pulitzer-Preisträger Paul Salopek wandert sieben Jahre - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/reise/fernweh/out-of-eden-pulitzer-preistraeger-paul-salopek-wandert-sieben-jahre-a-877007.html)
fünf kontinente, wie heißen die denn? ich sehe nur afrika, asien und amerika. wo sind die andern beiden? war bestimmt wieder ein praktikant.
5.
Swen Goldpreis 12.01.2013
Ich schliesse mich den Bedenken meines Vorredners an. Solche Reisen lassen sich zwar an vielen Ecken der Welt gefahrlos durchführen, aber gerade in Afrika kann der Mann erwarten, dass er relativ schnell ausgeraubt wird. Wie [...]
Ich schliesse mich den Bedenken meines Vorredners an. Solche Reisen lassen sich zwar an vielen Ecken der Welt gefahrlos durchführen, aber gerade in Afrika kann der Mann erwarten, dass er relativ schnell ausgeraubt wird. Wie sichert er sich also ab ohne Waffe? Vielleicht folgt ihm ständig ein Filmteam oder er bezahlt für Bodyguards? Das kostet in Ostafrika 10 Dollar pro Tag und ist für so jemanden sicher bezahlbar... Hier wären ein paar Hintergrundinfos noch spannend gewesen. Ich finde solche Reisen mit doppeltem oder gar dreifachen Sicherheitsnetz nicht besonders eindrücklich. Wenn ich die Möglichkeit hätte, meine Reise so zu vermarkten wie er, würde ich mir das auch zutrauen. Ich habe in Reiseblogs schon über viel krässere Abenteuer zu Fuss gelesen. Zum Beispiel stiess ich einmal auf einen Blog von einem Paar, das ohne Geld durch Afrika streunt. Den Link konnte ich leider nicht finden. Das war aber sehr eindrücklich. Und diese beiden Reisenden sahen auf den Bildern so verwahrlost aus, dass sie wohl niemand überfallen würde. Es gibt übrigens auch viele Deutsche, die ähnliches gemacht haben. Mir fällt da beispielsweise Christoph Rehage ein, der ein Buch über eine Langzeitwanderung geschrieben hat. Es ist von einigen Jahren in Peking gestartet und wollte nach Deutschland zurücklaufen. Er hat zwar auf halbem Weg aufgeben, aber seine Geschichte ist trotzdem interessant. Hier habe ich noch ein kleines Interview mit ihm, falls das jemand interessiert: Quer durch China: Ein Jahr lang zu Fuss unterwegs - Weltreiseforum: Die Informationsquelle für Individualreisende (http://weltreiseforum.com/blog/quer-durch-china-ein-jahr-lang-zu-fuss-unterwegs/) Interessant ist bei Rehage ja, dass er sich irgendwann angefangen zu fragen: Was soll das ganze und was will ich mit meinem Leben wirklich anfangen. Ich denke mir, dass sich das auch in diesem Fall erst weisen muss, ob den gute Mann wirklich sieben Jahre seines Lebens dafür auswenden möchte.

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