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Reise

Tropische Inseln

Auf den Malediven gibt es jetzt eine Eisbahn

Erst tauchen im badewannenwarmen Meer und dann ab auf die Eisbahn - wer sich nicht zwischen Sommer- und Wintersportaktivitäten entscheiden möchte, kann auf den Malediven nun beides haben.

Jumeirah Vittaveli
Freitag, 06.04.2018   16:49 Uhr

Eine kleine Eisprinzessin dreht ihre Pirouetten, gleitet mit ihren Schlittschuhen im türkisblauen Kleidchen hin und her - im Hintergrund wiegen sich Palmen. Moment mal, Palmen und Eis? Ganz genau. Diesen ungewohnten Anblick haben die Gäste des Jumeirah Vittaveli Resorts auf den Malediven.

Das Resort, das in rund 20 Minuten mit dem Boot von der Hauptstadt Malé aus erreichbar ist, hat eine Eisbahn gebaut, direkt am tropischen Strand. Seit März können die Gäste auf der rund 170 Quadratmeter großen Fläche ihre Runden drehen. Und die Bahn hat sogar einen Namen: "Ice Ice Maybe".

Das Besondere - neben der Besonderheit, dass es sich wohl um die erste Eisbahn auf einer tropischen Insel handelt - ist: Wenn man hinfällt, wird das Gesäß nicht nass, die Kleider kleben nicht am Eis fest und die Hände werden nicht kalt. Denn die Bahn ist gar nicht aus echtem Eis.

"Es ist keine traditionelle Eisbahn", sagte der Manager des Jumeirah Vittaveli Resorts, Amit Majumder, zu CNN. "Sie besteht aus künstlichem Eis, sodass Gäste erst schwimmen können und direkt im Anschluss in die Schlittschuhe schlüpfen können."

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Eisbahn auf den Malediven: Ice Ice Maybe...

Die Idee gab es Majumder zufolge bereits seit Weihnachten 2016. "Wir hatten Gäste zu Besuch, die jedes Jahr zu Weihnachten kommen", sagt der Manager. "Deren Tochter nörgelte, dass sie auch einmal einen Ski- und Abenteuerurlaub machen will." Doch ihre Eltern wollten lieber auf die Malediven reisen. Also habe das Resort versucht, den Stammgästen entgegenzukommen.

"Wir haben eine Menge Recherche investiert, bevor wir mit dem Bau begonnen haben", sagt Majumder. "Wir haben uns auch ein paar echte Eisbahnen angeschaut, zum Beispiel die von Olympiasieger Jewgenij Pljuschtschenko in Russland." Dabei habe er gelernt, wie viel Energie so eine Eisbahn verbrauche.

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Also habe das Resort beschlossen, eine Bahn aus synthetischem Eis zu bauen, die auch die heißesten Sommertage auf den Malediven unbeschadet überstehen kann. Nun besteht die Bahn aus rund 30 miteinander verzahnten Kunststoffplatten, deren Beschaffenheit an Eis erinnern soll.

"Ice Ice Maybe" ist nur für Gäste des Resorts zugänglich. Zwei Stunden Schlittschuhlaufen kosten rund 75 Dollar (umgerechnet rund 61 Euro), inklusive Leihschuhe, Schutzausrüstung, Souvenirs und Eiscreme, die nach dem Vergnügen am Strand verzehrt werden kann.

kry

insgesamt 4 Beiträge
Deep_Thought_42 08.04.2018
1. Wenn's dem Malediver zu gut geht,
geht er auf's Eis ! Ich dachte immer, diese Inseln sind kurz vor dem Absaufen. Es gab sogar schon eine Sitzung einer dortigen Regierungsstelle unter Wasser in Taucheranzügen. Sehr spektakulär. Wenn jetzt hier Eisbahnen [...]
geht er auf's Eis ! Ich dachte immer, diese Inseln sind kurz vor dem Absaufen. Es gab sogar schon eine Sitzung einer dortigen Regierungsstelle unter Wasser in Taucheranzügen. Sehr spektakulär. Wenn jetzt hier Eisbahnen errichtet werden (und auch immer noch neue Hotels), kann es mit dem "Absaufen" ja wohl nicht so tragisch sein. Von Pazifikinseln las man neulich in der Presse, einige seien sogar gewachsen (durch Satellitenaufnahmen belegt) ! Auf Klimagipfeln kommt jedoch immer noch das schon seit Jahrzehnten vorgetragene, alte Mantra: "Unmittelbar vor dem Absaufen". Damit wurde medienspektatulär sogar schon politisches Asyl in höhergelegenen und vor Allem reicheren Pazifikstaaten eingefordert. Realitätsverlust ?
post-postfaktisch! 08.04.2018
2. Überall gibt es alles für jeden...
Ich will die Malediven ja gar nicht mehr mit dem Zauber vergleichen, den ich empfand, wenn wir als Kids vor dem Fernseher Custeau gesehen haben und auch nicht mit den ersten eigenen Besuchen vor der Korallenbleiche... aber selbst [...]
Ich will die Malediven ja gar nicht mehr mit dem Zauber vergleichen, den ich empfand, wenn wir als Kids vor dem Fernseher Custeau gesehen haben und auch nicht mit den ersten eigenen Besuchen vor der Korallenbleiche... aber selbst heute sind die Atolle ein unfassbares Weltwunder. Die Idee, dass dem übersättigten Touri überall auf der Welt jeder sinnlose Mist geboten wird, vernichtet die Einmaligkeit der Orte! Schlittschuh auf den Malediven, Skifahrern in Doha, Funparks in den Alpen, Massenandrang auf dem Everest... jetzt fangen die Malediven an, überall Pools zu bauen, weil der Billigtourist auf die Malediven fährt um die Trauminsel zu posten, aber Angst vor Fischen hat (selbst erlebt). Und für diesen Gipfel der Ignoranz wird ein Weltwunder nach dem anderen entzaubert, bagatellisiert oder gar ganz vernichtet... es ist zum kotzen.
BlogBlab 10.04.2018
3.
Jetzt fehlt nur noch eine Skipiste mit künstlichem Schnee!
Jetzt fehlt nur noch eine Skipiste mit künstlichem Schnee!
BlogBlab 10.04.2018
4.
Allerdings stimmt die Aussage im Text nicht, dass diese auf den Malediven die einzige Eisbahn auf einer tropischen Insel sei. In Puerto Rico gibt es die Aguadilla Ice Skating Arena, auf der Insel Hong Kong den Cityplaza Ice Palace [...]
Allerdings stimmt die Aussage im Text nicht, dass diese auf den Malediven die einzige Eisbahn auf einer tropischen Insel sei. In Puerto Rico gibt es die Aguadilla Ice Skating Arena, auf der Insel Hong Kong den Cityplaza Ice Palace und in Honolulu auf Oahu gibt es den Ice Palace Hawaii. Und das sind echte Eisbahnen.

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