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Reise

"Route of Parks" in Chile

Was für ein großartiges Geschenk

Reisende können künftig rund 2400 Kilometer durch Chile fahren - und dabei immer in Nationalparks bleiben. Die "Route of Parks" verbindet 17 solcher Gebiete. Eine sehr großzügige Spende macht's möglich.

imago/ robertharding
Freitag, 09.02.2018   05:25 Uhr

Lustige Fotos in der Atacamawüste, atemberaubende Wanderungen auf vergletscherten Bergen in Patagonien, mächtige Eisberge in Feuerland: Eine Reise durch Chile ist gleichzeitig eine Reise durch einige der beeindruckendsten Landschaften der Welt, durch zahlreiche Nationalparks und Naturschutzgebiete.

Zukünftig können Reisende wochenlang durch das langgestreckte Land an der Westküste Südamerikas fahren, ohne die Nationalparks überhaupt zu verlassen: Die "Route of Parks" verbindet 17 solcher Gebiete miteinander, die rund 2400 Kilometer durch Chile führen.

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Chiles "Route of Parks": In Nationalparks durch Patagonien

Möglich wurde das durch die größte private Landspende, die es in Lateinamerika je gegeben hat. Die Tompkins Conservation überließ der chilenischen Regierung eine Fläche von insgesamt rund 40.400 Quadratkilometern. Die Bedingung: Chile muss das Gebiet schützen.

Präsidentin Michelle Bachelet unterzeichnete vergangene Woche eine Vereinbarung zur Schaffung von fünf neuen Nationalparks und einer Erweiterung des gespendeten Parque Pumalín. Der Erklärung zufolge sollen auf der "Route of Parks" strikte Regeln zum Schutz der Umwelt gelten. Mit den neuen Gebieten wachse die Gesamtfläche der Nationalparks in Chile um 38,5 Prozent, sagte Bachelet.

Veranlasst wurde die Spende von der Geschäftsführerin der Textilmarke Patagonia, Kristine McDivitt Tompkins. Als Witwe des North-Face-Gründers Douglas Tompkins verwaltete sie das Land in den vergangenen Jahren.

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Patagonien: Pinguinkolonien und die letzten Gauchos

Douglas Tompkins lag Patagonien sehr am Herzen. Um die Umwelt vor wirtschaftlichen Einflüssen und Zerstörung zu schützen, kaufte Tompkins in den Neunzigerjahren riesige Gebiete in Chile - und wurde zum größten Privatgrundbesitzer des Landes. Damals stieß er zunächst auf heftigen Widerstand, vor allem von Lokalregierungen. Doch er versprach, die Gebiete eines Tages zurückzugeben, um sie zu Naturreservaten zu machen.

2015 verunglückte Tompkins bei einer Kajakfahrt auf dem Lago General Carrera tödlich. Seine Frau erfüllte nun sein Versprechen und gab das Land zurück an die chilenische Regierung. Es sei sein Traum gewesen, sagte sie. "Kein Traum sollte unerfüllt bleiben."

kry/dpa

insgesamt 19 Beiträge
danreinhardt 09.02.2018
1. Wunderbar
Hoffentlich erkennen auch die Touristenströme, dass es dieses einmalige Land zu schützen gilt. Wobei ich mich frage, wie es gehen soll die Parks nicht verlassen zu müssen, da es im Süden aufgrund der Länge und Unwegsamkeiten [...]
Hoffentlich erkennen auch die Touristenströme, dass es dieses einmalige Land zu schützen gilt. Wobei ich mich frage, wie es gehen soll die Parks nicht verlassen zu müssen, da es im Süden aufgrund der Länge und Unwegsamkeiten nur per Flugzeug voran geht.
Papazaca 09.02.2018
2. 2400 km und 17 Parks, schöne Idee aber zu viel..
Chile ist eines der schönsten Länder der Welt. Ich kann es nur empfehlen. Ich habe 2004 eine Reise von Puerto Mont nach Feuerland unternommen, hin per Bus, zurück per Schiff. Sich das ganze Land anzusehen ist für einen [...]
Chile ist eines der schönsten Länder der Welt. Ich kann es nur empfehlen. Ich habe 2004 eine Reise von Puerto Mont nach Feuerland unternommen, hin per Bus, zurück per Schiff. Sich das ganze Land anzusehen ist für einen normalen 4 Wochen-Urlaub zu viel. Das Land ist einfach zu lang. Die Atacama-Wüste im Norden, die Weinbaugebiete, die Kette der Vulkane, die Seenlandschaft und das riesige Patagonien - das ist einfach zu viel für eine Reise. Als erste Reise - zum Beispiel im Dezember - kann ich Patagonien wärmstens empfehlen. Die einwöchige Wanderung um den Torres del Paine ist phantastisch. Und Abstecher zum Gletscher des Perito-Moreno und zu den magischen Bergen Cerre Torre und Fitz Roy im nahe gelegenen Argentinien bieten sich an. Ein Jobangebot in der Nähe des Fjords "Zur letzten Hoffnung ("La Ultima Esperanza") habe ich aber damals aber abgelehnt, soweit war ich noch nicht ....
Papazaca 09.02.2018
3. Kleine Anmerkung: Man kann nicht die ganzen 2400 Km ...
in Chile fahren. Die Carretera Austral endet in Villa O'Higgins, da bilden die großen Inlandsgletscher eine unüberwindbare Barriere. Man muß dann auf der argentinischen Seite wechseln und auf der 40 weiterfahren und kann dann [...]
in Chile fahren. Die Carretera Austral endet in Villa O'Higgins, da bilden die großen Inlandsgletscher eine unüberwindbare Barriere. Man muß dann auf der argentinischen Seite wechseln und auf der 40 weiterfahren und kann dann so bis zum Gletscher Perito Moreno und dann nach Puerto Natal (Torres Dell Paine ) weiterfahren. Die Fahrt mit dem Schiff von Puerto Mont nach Feuerland bzw. zurück ist theoretisch schön, in der Praxis ist es aber oft stürmisch und nebelig und man kann nicht immer viel sehen, weil das Schiff zu weit von der Küste entfernt fährt. alle Flüge sollte man früh buchen. In der Nähe von Puerto Mont ist der Vulkan Osorno, eine chilenische Ausgabe des Fujijamas (oder umgekehrt). In der Nähe lag/liegt ein Hostel, Grande Zapatas. Sehr nette Leute, Ehepaar Chile/Schweiz).
bayernistdasmallerding 09.02.2018
4. Hut
ab vor der Dame, das Testament ihres Ehemannes zu erfüllen. Ich habe Chile auch schon von Nord (ab Grenze zu Peru) bis zum Süden durchreist. Einige Freunde wohnen in Los Angeles. Alle Menschen waren sehr sehr freundlich, das [...]
ab vor der Dame, das Testament ihres Ehemannes zu erfüllen. Ich habe Chile auch schon von Nord (ab Grenze zu Peru) bis zum Süden durchreist. Einige Freunde wohnen in Los Angeles. Alle Menschen waren sehr sehr freundlich, das Land ist atemberaubend schön.
tom_qv 09.02.2018
5.
Das ist meine Frage, weil ich in ein paar Monaten nach Chile fliege (mit Motorrad). Tolle Sache, aber ss geht dabei wohl hauptsächlich um Land. Es gibt offensichtlich keine neuen Straßen oder Wege. Habe zumindest nichts [...]
Zitat von Papazacain Chile fahren. Die Carretera Austral endet in Villa O'Higgins, da bilden die großen Inlandsgletscher eine unüberwindbare Barriere. Man muß dann auf der argentinischen Seite wechseln und auf der 40 weiterfahren und kann dann so bis zum Gletscher Perito Moreno und dann nach Puerto Natal (Torres Dell Paine ) weiterfahren. Die Fahrt mit dem Schiff von Puerto Mont nach Feuerland bzw. zurück ist theoretisch schön, in der Praxis ist es aber oft stürmisch und nebelig und man kann nicht immer viel sehen, weil das Schiff zu weit von der Küste entfernt fährt. alle Flüge sollte man früh buchen. In der Nähe von Puerto Mont ist der Vulkan Osorno, eine chilenische Ausgabe des Fujijamas (oder umgekehrt). In der Nähe lag/liegt ein Hostel, Grande Zapatas. Sehr nette Leute, Ehepaar Chile/Schweiz).
Das ist meine Frage, weil ich in ein paar Monaten nach Chile fliege (mit Motorrad). Tolle Sache, aber ss geht dabei wohl hauptsächlich um Land. Es gibt offensichtlich keine neuen Straßen oder Wege. Habe zumindest nichts gefunden im Netz. Man hat wohl die Carretera Austral in Route of Parks umbenannt?
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