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25.02.2012
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Rockstars gesucht

Es sollte immer Musik da sein

DPA

Ab Montag fahnden der SchulSPIEGEL und SchoolJam wieder nach der besten Schülerband Deutschlands. Wer hier gewinnt, darf zum Finale nach Frankfurt - und hat die Chance, in China und den USA zu touren. Sascha Eigner, Gitarrist bei Jupiter Jones, erklärt den Weg zum "besten Beruf der Welt".

Die vier Jungs von der Nachwuchsband Artig haben einiges gelernt im vergangenen Jahr. "Eine Menge Kleinigkeiten", sagt Schlagzeuger Chris Heinberg, 21. "Dass man immer die richtigen Kabel dabei hat, wie man einen besseren Soundcheck macht, wie man das Publikum besser einbezieht." Artig gewannen vor einem Jahr das SchoolJam-Musikturnier 2011 und spielten seither als "beste Schülerband Deutschlands" auf Bühnen in Deutschland, London und den USA.

Nun müssen sie ihren Titel jedoch bald wieder abgeben. Denn gerade läuft die zehnte Staffel des SchoolJam Schülerbandfestivals. Am 24. März bestimmt eine Jury auf der Frankfurter Musikmesse den neuen Sieger. Acht Bands dürfen zum Finale fahren. Wer dabei ist, entscheiden die Leser des SchulSPIEGEL mit - und zwar ab Montag um 16 Uhr. Dann läuft hier bis zum 7. März das Online-Voting für die besten Nachwuchsmusiker.

30 Schülerbands ringen bei SPIEGEL ONLINE und auf fünf weiteren Portalen um die meisten Stimmen. Sie haben alle schon einen großen Erfolg zu verbuchen: Sie haben sich gegen etwas über tausend andere Bands durchgesetzt, die sich auch beworben hatten. Eine Jury hörte sich vorher durch den Berg an Demo-Tapes und wählte 120 Bewerber aus.

Wie wäre das, touren in China, L.A. und London?

Nach Ausscheidungskonzerten vor einer Jury sind jetzt noch 30 Bands übrig - und die stehen jetzt beim SchulSPIEGEL, bei Viva, Radio bigFM und anderen zur Publikumswahl. Die SchulSPIEGEL-Leser entscheiden also mit ihren Stimmen mit, wer einen Startplatz im Finale bekommt. Dann heißt es: Abrocken! Denn der neuen "besten Schülerband" winken Auftritte in China, Los Angeles und London - und beim riesigen Doppel-Festival Southside und Hurricane.

Dorthin begleitete der SchulSPIEGEL im vergangenen Jahr auch die Siegerband Artig. "SchoolJam war ziemlich groß für uns", erinnert sich Artig-Musiker Chris. Die Vier aus Bochum spielten auf einmal auf großen Bühnen, im Publikum standen mehr Fans, und mehr Reporter interessierten sich für sie. Doch die Extraportion Ruhm bedeutete auch Arbeit. "Man muss viel tun, damit man danach nicht im luftleeren Raum verschwindet", sagt Chris. Das heißt: Gigs planen, Kontakte pflegen, auf Leute zugehen.

Davon können die Bands Jupiter Jones und Donots ein Lied singen. Sie unterstützen den SchoolJam-Wettbewerb und wissen, wie man für Erfolg schuften muss. "Man wird nicht wie bei 'Popstars' in einem Dreivierteljahr berühmt", sagt Sascha Eigner, 36, Gitarrist bei Jupiter Jones. "In 99 Prozent der Fälle bedeutet es viel Arbeit, Rückschläge, Enttäuschungen."

"Der Bassist sah aus wie seine eigenen Mutter"

Die Band sei vor gut fünf Jahren kurz davor gewesen sich aufzulösen. Das Management kümmerte sich kaum, privat ging es den Bandmitgliedern schlecht und mit dem zweiten Album lief auch einiges schief. "Jeder hat dann zwei bis drei Wochen lang überlegt", sagt Sascha Eigner.

"Danach haben wir uns getroffen und beschlossen, dass wir weitermachen." Die Band gründete ihre eigene Plattenfirma, Sascha Eigner übernahm das Management. "Ich habe den besten Beruf, den ich mir auf der Welt vorstellen kann", sagt er.

Auch die Donots fingen mal klein an. Gitarrist Alex Siedenbiedel, 35, erinnert sich mit einigem Schaudern an den ersten Auftritt der Band vor 18 Jahren: "Das war schlimm! Der Sänger sah aus wie Jürgen Drews und der Bassist wie seine eigene Mutter." Doch die Band hielt durch, und heute sind alle fünf hauptberuflich Musiker, ebenfalls mit eigenem Label.

Und was braucht man außer Beharrlichkeit und einem dicken Fell noch, um es nach oben zu schaffen? Spaß!, sagen die zwei Gitarristen. Alex saß letztes Jahr in der Finaljury von SchoolJam, die in Frankfurt die Siegerband kürte. "Man kann auch überzeugen, wenn man kein Meister seines Instruments ist", sagt er. "Wenn die Zuschauer merken, dass man mit Herz und Seele auf der Bühne steht."

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  • Der SchoolJam-Wettbewerb sucht Jahr für Jahr die beste Schülerband Deutschlands. Eine Jury wählt die besten 120 Nachwuchstalente aus, 30 davon schaffen es ins Online-Voting beim SchulSPIEGEL. Unser Sieger fährt im März zum Finale auf der Musikmesse in Frankfurt. Dem Gesamtsieger winken Auftritte in China, Los Angeles und London - und bei den beiden Festivals Southside und Hurricane. Alle Texte zum SchoolJam-Turnier auf SPIEGEL ONLINE, auch aus den vergangenen Jahren, stehen hier, auf der SchoolJam-Seite des SchulSPIEGEL. mehr...

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