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21.12.2012
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Schadensersatz für Cybermobbing

Lehrerin bekommt 32.000 Euro

Getty Images

Wegen Cybermobbing erhält eine ehemalige Schulleiterin in Australien die maximale Entschädigung: Eine kleine Gruppe von Eltern und Schülern hatte die Lehrerin auf Facebook diffamiert - die Kommentare hätten ihren Ruf ruiniert, sagte sie vor Gericht.

Weil sie im Internet verbal angegriffen wurde, hat ein Gericht in Australien einer ehemaligen Schulleiterin umgerechnet knapp 32.000 Euro Schadensersatz zugesprochen.

Eltern mehrerer Schüler hatten im Jahr 2010 auf Facebook verleumderische Kommentare über die damalige Direktorin der Coober Pedy Area School im Süden von Australien veröffentlicht, berichtete der Sender ABC. Der lokalen Tageszeitung "Adelaide Now" zufolge waren eine Gruppe aus fünf Eltern und Schülern an den Online-Angriffen gegen Sue B. beteiligt.

"Wir wollen keinesfalls, dass Sue nach Coober Pedy zurückkehrt", hieß es demnach dort unter anderem. Die Lehrerin war dem Bericht zufolge zunächst an eine andere Schule versetzt worden, nachdem die Anfeindungen losgegangen waren.

Vor Gericht sagte die Frau nun, die Kommentare und Sprüche hätten ihren Ruf ruiniert, sie gedemütigt und schließlich ihren Job im australischen Outback gekostet.

Die Richter sprachen der Lehrerin die maximale Entschädigung zu. Laut "Adelaide Now" trägt eine der Angeklagten die vollen Kosten. Die vier weiteren Angeklagten hätten sich zuvor bereits außergerichtlich mit der Frau geeinigt.

lgr/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
1. Es geht doch!
Wunderläufer 21.12.2012
Also: ganz so anonym ist das Internet doch nicht; wenn man will, kann man sehr oft Identitäten klären
Also: ganz so anonym ist das Internet doch nicht; wenn man will, kann man sehr oft Identitäten klären
2. Kommunikationsplattform irrelevant
weltoffener_realist 21.12.2012
Schon verwunderlich, dass es eine solche Nachricht auf die Seite 1 schafft. Liegt wahrscheinlich am Begriff Facebook. Es sollte doch wohl jedem klar sein, dass die strafrechtliche Bewertung solcher Aktivitäten nicht von der [...]
Zitat von sysopWegen Cybermobbing erhält eine ehemalige Schulleiterin in Australien die maximale Entschädigung: Eine kleine Gruppe von Eltern und Schülern hatte die Lehrerin auf Facebook diffamiert - die Kommentare hätten ihren Ruf ruiniert, sagte sie vor Gericht. Australien: Lehrerin erhält nach Mobbing 32.000 Euro Entschädigung - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/australien-lehrerin-erhaelt-nach-mobbing-32-000-euro-entschaedigung-a-874374.html)
Schon verwunderlich, dass es eine solche Nachricht auf die Seite 1 schafft. Liegt wahrscheinlich am Begriff Facebook. Es sollte doch wohl jedem klar sein, dass die strafrechtliche Bewertung solcher Aktivitäten nicht von der verwendeten Kommunikationsplattform abhängt.
3. optional
chalchiuhtlicue 22.12.2012
Ein schöner Beweis dafür, daß das Internet eben nicht der rechtsfreie raum ist, für den es einige Idioten (und Politidioten) gerne halten und ausgeben.
Ein schöner Beweis dafür, daß das Internet eben nicht der rechtsfreie raum ist, für den es einige Idioten (und Politidioten) gerne halten und ausgeben.

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Wie Cybermobbing die Schule verändert

Cybermobbing unter Jugendlichen

Was ist das?
Wenn jemand einen anderen Menschen absichtlich und über längere Zeit beleidigt, bedroht, bloßstellt oder belästigt, und wenn das im Internet oder per Handy geschieht, spricht man von Cybermobbing. Gerade unter Kindern und Jugendlichen kennen sich Opfer und Täter meist aus Schule, Verein oder Wohnviertel. Cybermobbing zwischen Personen, die sich noch nie gesehen haben, ist sehr selten.
Wie entsteht es?
Spannungen in der Klasse verlagern sich oft ins Internet, wo unbeliebte Schüler dann verspottet und belästigt werden. Manchmal brechen auch Freundschaften auseinander und ehemals gute Freunde tragen ihren Konflikt im Netz aus. In manchen Gruppen gehört es zum alltäglichen Umgang, sich gegenseitig herunterzumachen. Cybermobbing kann aber auch aus Unachtsamkeit oder Langeweile entstehen. Oft ist Jugendlichen nicht bewusst, wie verletzend ein flapsiger Kommentar sein kann.
Wie erkennt man es?
Opfer von Cybermobbing sind oft bedrückt, ungewöhnlich schweigsam oder angespannt. Viele können schlecht schlafen und haben morgens vor der Schule Schmerzen oder andere Beschwerden. Sie werden selten zu Geburtstagen oder Partys eingeladen und wollen lieber von ihren Eltern angeholt werden, statt mit dem Schulbus zu fahren. Wenn man sie darauf anspricht, spielen Jugendliche ihre Situation vor Erwachsenen oft herunter.
Wie schützt man sich?
Gebt möglichst wenige persönliche Daten im Internet preis, ladet möglichst wenige Bilder und Videos von euch hoch und macht niemals eure vollständige Adresse oder Handynummer öffentlich. Überprüft eure Sicherheitseinstellungen und gebt euren Privatbereich nicht für jeden frei.
Wie kann man sich wehren?
Nehmt beleidigende E-Mails, Bilder oder Posts nicht einfach hin, aber antwortet auch nicht direkt darauf. Fragt lieber zuerst eure Eltern, einen Lehrer oder einen guten Freund, wie ihr damit umgehen sollt. Redet mit Menschen an, denen ihr vertraut, und fresst den Ärger nicht in euch hinein. Speichert SMS oder E-Mails und macht Screenshots von Seiten, auf denen ihr beleidigt werdet. Sperrt Leute, die euch belästigen du meldet Kommentare an den Betreiber der Webseite. Geht in besonders ernsten Fällen zur Polizei und erstattet Anzeige.
Was droht den Tätern?
Cybermobbing ist kein Staftatbestand, aber in Cybermobbing vereinigen sich einzelne Straftaten. Dazu gehören zum Beispiel Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung, Nötigung, Bedrohung oder Gewaltdarstellung. Alle diese Vergehen können mit bis zu einem Jahr im Gefängnis bestraft werden, in manchen Fällen sogar härter. Kinder unter 14 Jahren sind grundsätzlich strafunmündig. Bei Jugendlichen steht nicht die Bestrafung, sondern der Erziehungsgedanke im Vordergrund. In Betracht kommen deshalb in erster Linie erzieherische Weisungen und Auflagen im Sinne des Jugendstrafrechts.

Quellen: www.klicksafe.de, www.polizei-beratung.de

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