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DER SPIEGEL
Ausgabe
32/2016

Unglücksflug MH370

"Ich denke, die Menschen starben ganz am Anfang"

Was geschah wirklich mit dem Rätselflug MH370? Ein Ermittler ist überzeugt: Einer der Piloten hat die Maschine gekapert und wollte sie auf der Oberfläche des Ozeans landen - damit sie auf Nimmerwiedersehen untergeht.

DPA/ATSB

Malaysische und australische Ermittler untersuchen ein Wrackteil der MH370

Ein Interview von Marco Evers
Donnerstag, 29.12.2016   04:44 Uhr

Dieser Beitrag gehört zu den meistgelesenen SPIEGEL-Plus-Texten 2016


SPIEGEL: Mr Vance, die Suche nach Flug MH370 soll in Kürze ergebnislos eingestellt werden. Sie waren an der Untersuchung nicht beteiligt, behaupten aber trotzdem zu wissen, was mit der Maschine und ihren 239 Insassen geschah. Ist das Anmaßung?

Vance: Ich habe in 30 Berufsjahren gelernt, Beweisstücke zu lesen. Dieser Fall ist ziemlich eindeutig.

SPIEGEL: Von MH370 sind nur eine Handvoll Trümmerteile an afrikanische Strände gespült worden. Wie wollen Sie daraus eine volle Rekonstruktion ableiten?

Vance: Gefunden wurden voriges Jahr ein sogenanntes Flaperon und im Juni ein Teil einer weiteren Flügelklappe. Beides sind Auftriebshilfen. Sie werden vom Piloten immer dann ausgefahren, wenn das Flugzeug zur Landung langsam fliegen soll. Aus den Fotos von den Wrackteilen geht klar hervor, dass die Klappen an den Hinterkanten sehr stark beschädigt wurden, regelrecht zerfetzt sind sie. Die Vorderkanten aber sind fast unversehrt. Das ist eine extrem wichtige Information.

SPIEGEL: Inwiefern?

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Zur Person

  • DPA

    Der kanadische Flugunfallermittler Larry Vance, 67, hat mehr als 200 Flugzeugcrashs aufgeklärt, darunter den der Swissair-Maschine, Flug 111, die 1998 auf dem Weg von New York nach Genf mit 229 Menschen in den Nordatlantik gestürzt war. Nach vierjähriger Arbeit konnte Vance belegen, dass im Cockpit ein Brand entstanden war, womöglich wegen eines defekten Kupferkabels. Seit seiner Pensionierung 2009 arbeitet er als Gutachter und bildet weltweit Flugunfallermittler aus. Jetzt hat sich Vance mit dem geheimnisvollen Flug MH370 befasst: Die Boeing 777 von Malaysia Airlines war unterwegs nach Peking, als sie am 8.März 2014 von den Radarschirmen verschwand.

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insgesamt 73 Beiträge
DMenakker 08.08.2016
1.
Technisch gesehen sicherlich ein sehr interesanter Gedankengang. Aber gibts és halt doch einige "Aber". Wenn der Pilot das Flugzeug unbeschädigt auf dem Wasser landen wollte, frage ich mich, warum er mit voll [...]
Technisch gesehen sicherlich ein sehr interesanter Gedankengang. Aber gibts és halt doch einige "Aber". Wenn der Pilot das Flugzeug unbeschädigt auf dem Wasser landen wollte, frage ich mich, warum er mit voll ausgefahrenen flaps geflogen ist. Die Begründung ist so logisch, wie wenn er das Fahrgestell ausgefahren hätte und man daraus konstruiert, er hätte auf dem Wasser landen wollen. Jeder, der sich mit der Materie beschäftigt weiss, dass die grösste Gefahr bei der Wasserung ist, dass sich Flugzeugteile "verkanten". Das können einmal die Triebwerke sein, aber auch die Flügel, wenn die Maschine nicht exact auf dem Wasser aufkommt. Dann lieber mit etwas höherer Geschwindigkeit, als mit irgendwelchen "Störungen" an der Unterseite. Man vergleiche die Notwasserungen der US Air und der Ethiopian air, um zu wissen was ich meine. Gerade aufzukommen ist das allerwichtigste. Aber warum wollte er gerade aufkommen? Wollte er mit der Rettungsinsel wegpaddeln? Mit Sicherheit nicht. Wer als Pilot so ein Ding durchzieht, hat mit sich selbst abgeschlossen. Und dann stellt sich immer noch die Frage, warum möglichst sanft aufsetzen? Wenn er mit sich selbst abgeschlossen hat, dann wäre Berg oder ungebremst aufs Wasser immer noch die bessere Möglichkeit. Kurz und schmerzlos. Nein, hier handelt es sich nur um eine Theorie unter vielen. Sicherlich technokratisch halbwegs sauber begründet, aber deswegen in ihrer Gesamtheit noch lange nicht schlüssig.
horstenporst 08.08.2016
2. Popcorn steht bereit
Ich kann den Artikel zwar nicht lesen (und werde auch keine 39 Cent dafür zahlen) freue mich aber schon auf unterhaltsame Verschwörungstheorien. Aber bitte nicht wieder Diego Garcia, das ist inzwischen langweilig.
Ich kann den Artikel zwar nicht lesen (und werde auch keine 39 Cent dafür zahlen) freue mich aber schon auf unterhaltsame Verschwörungstheorien. Aber bitte nicht wieder Diego Garcia, das ist inzwischen langweilig.
ihawk 08.08.2016
3. Alles entscheidende Frachliste
Die Antwort auf viele offene Fragen liegt in der bis heute nicht veröffentlichten Frachtliste. Ansonsten ist endgültig bewiesen worden, dass man ein Verkehrsflugzeug "verschwinden" lassen kann. Ein Grund mehr, über [...]
Die Antwort auf viele offene Fragen liegt in der bis heute nicht veröffentlichten Frachtliste. Ansonsten ist endgültig bewiesen worden, dass man ein Verkehrsflugzeug "verschwinden" lassen kann. Ein Grund mehr, über ein Satelliten gestütztes, autarkes Fluginformationsystem nachzudenken, welches nicht von innerhalb des Flugzeuges abgeschaltet werden kann.
hkostal 08.08.2016
4. In der Tat ...
... ist es nicht einzusehen, warum er eine Prozedur anwendet, die für eine "richtige" Landung nötig ist.
... ist es nicht einzusehen, warum er eine Prozedur anwendet, die für eine "richtige" Landung nötig ist.
pythagoräische Bohne 08.08.2016
5. Viele ungelöste Fragen
Die Vertreter dieser Theorie sagen, dass die Absicht bestand, Trümmer zu vermeiden, das Flugzeug möglichst intakt versinken zu lassen und auch den Treibstoff bis auf den letzten Tropfen zu verbrauchen, damit kein Ölteppich [...]
Zitat von DMenakkerTechnisch gesehen sicherlich ein sehr interesanter Gedankengang. Aber gibts és halt doch einige "Aber". Wenn der Pilot das Flugzeug unbeschädigt auf dem Wasser landen wollte, frage ich mich, warum er mit voll ausgefahrenen flaps geflogen ist. Die Begründung ist so logisch, wie wenn er das Fahrgestell ausgefahren hätte und man daraus konstruiert, er hätte auf dem Wasser landen wollen. Jeder, der sich mit der Materie beschäftigt weiss, dass die grösste Gefahr bei der Wasserung ist, dass sich Flugzeugteile "verkanten". Das können einmal die Triebwerke sein, aber auch die Flügel, wenn die Maschine nicht exact auf dem Wasser aufkommt. Dann lieber mit etwas höherer Geschwindigkeit, als mit irgendwelchen "Störungen" an der Unterseite. Man vergleiche die Notwasserungen der US Air und der Ethiopian air, um zu wissen was ich meine. Gerade aufzukommen ist das allerwichtigste. Aber warum wollte er gerade aufkommen? Wollte er mit der Rettungsinsel wegpaddeln? Mit Sicherheit nicht. Wer als Pilot so ein Ding durchzieht, hat mit sich selbst abgeschlossen. Und dann stellt sich immer noch die Frage, warum möglichst sanft aufsetzen? Wenn er mit sich selbst abgeschlossen hat, dann wäre Berg oder ungebremst aufs Wasser immer noch die bessere Möglichkeit. Kurz und schmerzlos. Nein, hier handelt es sich nur um eine Theorie unter vielen. Sicherlich technokratisch halbwegs sauber begründet, aber deswegen in ihrer Gesamtheit noch lange nicht schlüssig.
Die Vertreter dieser Theorie sagen, dass die Absicht bestand, Trümmer zu vermeiden, das Flugzeug möglichst intakt versinken zu lassen und auch den Treibstoff bis auf den letzten Tropfen zu verbrauchen, damit kein Ölteppich entsteht. Das Paradox daran ist, was machen innerhalb vieler Stunden die Flugbegleiter? Es wird immer wieder behauptet, die Person im Cockpit könne diejenigen außerhalb quasi durch Knopfdruck töten, indem sie die Klimaanlage ausschaltet. Die tragbaren Sauerstoffflaschen der Flugbegleiter reichen allerdings bei einer empfohlenen Einstellung von 3-4 Litern pro Minute für ein bis zwei Stunden (>300 Liter pro Flasche). Es gab außerdem 15 Flaschen für 10 Flugbegleiter. Da bei abgeschalteter Klimaanlage die Temperatur rasch sinkt, würde die Person im Cockpit erfrieren, bevor den Flugbegleitern der Sauerstoff ausgeht. Dann wäre sie nicht in der Lage, die Flaps auszufahren. Und die Flubegleiter können mit Hilfe der tragbaren ELT in der Kabine die Außenwelt auf sich aufmerksam machen.
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