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Kultur
Ausgabe
8/2017

Stephen Bannon

Was Trumps Mastermind wirklich denkt

Was geht im Kopf von Donald Trumps Chefideologen vor? Wen hasst er und warum - und was möchte er zum Wohle Amerikas zerstören? Stephen Bannons Dokumentation "Generation Zero" von 2010 zeigt, wie er die Welt sieht.

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Stephen Bannon

Von
Dienstag, 21.02.2017   09:39 Uhr

Es gibt Menschen, die nennen Stephen Bannon nur Darth Vader. Das Dunkle der Macht, ihm gefällt das. In einem Interview nach dem Wahlsieg im November sagte Bannon: "Dick Cheney. Darth Vader. Satan. Das ist Macht." Er weiß um die Wirkung von Bildern, Mythen und Erzählungen. Donald Trump ist Bannons erfolgreichste Inszenierung. Ohne Darth Vader würde Trump wahrscheinlich immer noch auf seinen Baustellen herumstiefeln und im Fernsehen hilflose Azubis feuern.

In den Nullerjahren hat sich Bannon als Produzent und Regisseur von Dokumentarfilmen versucht. Wer wissen möchte, wie es im Kopf von Trumps Chefideologen aussieht, was ihn antreibt, wen er warum hasst und wen und was er zum Wohle Amerikas zerstören möchte, dem sei "Generation Zero" empfohlen, einen als Dokumentation getarnten Propagandafilm, bei dem Bannon im Jahr 2010 Regie führte, als er sich als politischer Filmemacher versuchte und von 2004 an Dokumentationen produzierte wie "In the Face of Evil: Reagan's War in Word and Deed", "Border War: The Battle Over Illegal Immigration" oder "Occupy Unmasked".

Von heute aus betrachtet, ist "Generation Zero" so etwas wie das Manifest der Alt-Right-Bewegung. Was kann man daraus ableiten?

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Szene aus "Generation Zero": Manifest der Alt-Right-Bewegung

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Szenen aus "Generation Zero": Manifest der Alt-Right-Bewegung

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Aus dem SPIEGEL

Heft 8/2017
Gewissensbissen
Welches Fleisch? Wie viel Fleisch? Künstliches Fleisch?

insgesamt 12 Beiträge
Useless_User 21.02.2017
1. Offensichtlich...
...hat der Mann recht. Er reißt dem dekadenten Westen die liebgewonnenen Gewißheiten aus der Seele und zeigt, brillant argumentiert, wie die Dinge wirklich stehen.
...hat der Mann recht. Er reißt dem dekadenten Westen die liebgewonnenen Gewißheiten aus der Seele und zeigt, brillant argumentiert, wie die Dinge wirklich stehen.
stefan7777 21.02.2017
2. Schwer einen Vergleich zu finden.
Zugegeben, so eine Figur wie Bannon ist bei uns nicht leicht zu finden. Aber das wäre in etwa so als wäre Thilo Sarrazin Vizekanzler. - Was mich aber besonders wundert, ist der geringe Widerspruch den diese Personalie in den USA [...]
Zugegeben, so eine Figur wie Bannon ist bei uns nicht leicht zu finden. Aber das wäre in etwa so als wäre Thilo Sarrazin Vizekanzler. - Was mich aber besonders wundert, ist der geringe Widerspruch den diese Personalie in den USA findet. Es wird mit einem Achselzucken in allen Lagern und Medien toleriert. Das sagt für mich viel über die Wahrnehmung dort aus.
fraber 21.02.2017
3. Etwas dürre für Spiegel Plus...
An dieser Stelle hätte ich ein etwas detaillierteres Bild von Bannon erwartet statt einer mäßigen Zusammenfassung des Films. Den Film schaue mich mir jetzt aber im Detail an.
An dieser Stelle hätte ich ein etwas detaillierteres Bild von Bannon erwartet statt einer mäßigen Zusammenfassung des Films. Den Film schaue mich mir jetzt aber im Detail an.
nach-mir-die-springflut 21.02.2017
4. Die Mag-ich-mag-ich-nicht-Ära
Mir scheint, es kommt jetzt die Zeit des Machens und Vermittelns, die Zeit des Redens und Interpretierens ist vorbei. "Was ist wirklich wichtig?", das Unwichtige und Wichtige voneinander scheiden. Eine Form eines neuen [...]
Mir scheint, es kommt jetzt die Zeit des Machens und Vermittelns, die Zeit des Redens und Interpretierens ist vorbei. "Was ist wirklich wichtig?", das Unwichtige und Wichtige voneinander scheiden. Eine Form eines neuen Sozialismus, der eingeläutet wurde. Nicht "Kapitalismus als Ideologie über alles", auch nicht "Sozialismus als Ideologie über alles". Die Menschen sind nur in ihren Grundbedürfnissen gleich, sonst ähnlich. Das neue Sozialistische ist das wirklich Wirkliche und nicht das herbeigeredete Wirkliche. Trump ist der erste sozialistische Diktator der USA - These. Und doch nur der Übergang und nicht Allheilmittel oder Endstation.
schorri 21.02.2017
5. Ein bisschen beruhigt
Na - da bin ich ja ein bisschen beruhigt. Hatte schon befürchtet, Mister Bannon sei nicht nur ein Ultra-Rechter, sondern auch noch ein ganz gerissener, ein ganz durchtriebener Hund. Und dann das: Leistet sich eine Freud'sche [...]
Na - da bin ich ja ein bisschen beruhigt. Hatte schon befürchtet, Mister Bannon sei nicht nur ein Ultra-Rechter, sondern auch noch ein ganz gerissener, ein ganz durchtriebener Hund. Und dann das: Leistet sich eine Freud'sche Fehlleistung erster Güte. Cheney, Darth Vader und der Satan - das sei Macht. Nun: Dass er mal der Satan wird, das glaubt wohl auch ein in Selbstbewunderung zerfließender Master Bannon nicht. Und Darth Vader? Kann sein, dass er (Bannon) sich gelegentlich wie Honni (von dem zuverlässigen Gewährsmann Lindenberg bezeugt) die Lederjacke so Bannon das Darth-Vader-Kostüm überstreift, sich auf dem Klo einschließt und den D-V gibt. Aber er wird es nicht. Niemals. Bleibt Dick Ch. Und da kommt die Fehlleistung. Er hat sich verraten, der angeblich gerissene Blau-, Breit- oder sonstige Bart. Er will Trump an den Fäden tanzen lassen, wie Cheney den Dabbelju. Dick ist seine Matrix, seine Blaupause. Nun wisst ihr's, Citizens of America. Lest, erkennt und bereitet euch vor! (Fragt sich nur, ob er irgendwann das D-V-Kostüm anlässt, wenn er aus dem Klo kommt, sich an den Präsi-Schreibtisch setzt und Donald der Unvergleichliche mit dem güldenen Haar auf seinem Schoss Platz nimmt).

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