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Wissenschaft
Ausgabe
13/2017

Mit 50 Jahren

Der Traum eines Mannes

Mit 50 fragen sich viele Männer, ob sie noch einen Traum haben. Manche segeln um die Welt, andere fahren mit dem Motorrad ans Nordkap. Olaf Danielson wollte die Vögel Nordamerikas sehen, ein ganzes Jahr lang. Doch war es das wirklich?

Olaf Danielson

Von
Freitag, 31.03.2017   05:15 Uhr

Im Sommer vorigen Jahres stand Olaf Danielson, ein Notarzt aus South Dakota, auf einer Insel am Polarkreis und wartete darauf, dass aus dem Nebel ein schwarzer Vogel geflogen käme. Der Vogel, eine Rotgesichtscharbe, baut seine Nester aus Algen und fühlt sich zwischen Sibirien und Alaska sehr wohl.

Danielson fühlte sich nicht so wohl, sagt er am Telefon, was nicht nur am Nebel lag, sondern an der Kälte, den Giftpflanzen auf der Insel, der Einsamkeit, der Sinnlosigkeit seines Unterfangens und der Abwesenheit einer Kneipe.

Er sollte in diesem Jahr mehr als 206-mal bei McDonald's frühstücken, etwa 100.000 Dollar für Flugtickets ausgeben und mehr als 800 Kilometer durch die Einsamkeit wandern - und das alles um einiger Vögel willen wie der Rotgesichtscharbe.

Als er sie endlich sah, machte er ein Foto, ging früh ins Bett und dachte über sein Leben nach.

War es das? Was will ich wirklich?

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Titelbild

Aus dem SPIEGEL

Heft 13/2017
London
Dramatische Zeiten in einer wundervollen Stadt

insgesamt 3 Beiträge
achterhoeker 31.03.2017
1. Ach ja!
Wie bei ARD und ZDF. Solche sorgen haben immer die Vermögenden und Wohlsituierten. Milliarden Menschen sorgen sich um den nächsten Tag, zu mehr Sorgen reicht es schon lange nicht mehr.
Wie bei ARD und ZDF. Solche sorgen haben immer die Vermögenden und Wohlsituierten. Milliarden Menschen sorgen sich um den nächsten Tag, zu mehr Sorgen reicht es schon lange nicht mehr.
m.s.schneider 31.03.2017
2.
Das sind so die Wohlstandsabenteurer. Neulich gab es eine ähnliche Doku im TV. Dort saß der Ex-Irgendwasmanagertralala, nett und adrett, doch dezent und erzählte mit gutaussehender graumelierter Augenbrauensorgenfalte von [...]
Das sind so die Wohlstandsabenteurer. Neulich gab es eine ähnliche Doku im TV. Dort saß der Ex-Irgendwasmanagertralala, nett und adrett, doch dezent und erzählte mit gutaussehender graumelierter Augenbrauensorgenfalte von seinem 'Ausstieg', den er mit der Familie gemacht, auch und so, um seiner Tochter usw. es gab dann verwackelte Videoschnipsel von Fahrten auf Mopeds durch x-onesische Dorfstaubstraßen mit lächelnd winkenden Barfüßen am Wegesrand mit Palmen. Den Hausstand verkauft, alles abgebrochen, ins Ungewisse aufgebrochen. Er war, glaub ich, irgendwas international Reisendes für eine große, wirklich große Firma, aber die Arbeit, ach die Arbeit, und es frisst einen echt auf und dann auch mal Zeit für die Familie. Und er sah so gut aus, dagegen konnte auch die 200-Euro Frisur nichts ausrichten, nicht wahr. Nun ja. Das Moped. Was passiert, wenn es liegenbleibt? Oder anders: Wenn es das Moped eines der malerischen Barfüße wäre, der gerade zur Arbeit oder gerade Waren oder so, wenn das liegenbleibt. Tja. Dann ist er am Arsch. Dann ist Not. Zusammenfassung der Frisur, Annahme. Die Frisur hat: Geld, ausreichend für eine ganze Familie, für 1 + x Jahre. Die Frisur hat: Verbindungen, Neusprech: Netzwerk, sie weiß, wann, wen, und was sie kommunizieren muss, um vor Ort einen Platz zum Leben zu haben, medizinische Versorgung, sauberes Wasser zu haben. Die Frisur hat ein Moped: Das, wenn es liegenbleibt, so viele Probleme bereitet wie ein abgebrochener Fingernagel, der eines anderen, der dann irgendwo rumliegt und dessen Anblick ein bisschen eklig ist. Wie Frisur hat: bestimmt vor, ein Buch zu schreiben über seine Menschensafari. Hat auch: es irgendwie geschafft, einen Auftritt im TV zu bekommen, ja wie eigentlich? Und warum? Die Frisur hat: vor, zurückzukehren und ist es, also, mal in Kürze: die Frisur hat Urlaub gemacht. Einen Urlaub, von dem hundert andere Urlaub hätten machen können, von dem die Leute vor Ort 10 Jahre lang hätten leben können und zwar alle in der Urlaubsdorfkulisse. Aber hey, das kommt doch auch denen zugute, er bringt ja Geld mit und so, sollen doch froh sein, überhaupt was. Ja? Und jeder kann ja, wenn er will. Her mit den Tellern! Hats ja auch verdient, Mehrwert und so. Mir wird schlecht.
capote 31.03.2017
3. Sie können es nicht !
Es ist albern, wenn ein Schreibtisch-Mann, der bisher nur TUI-Badeferien gemacht hat, plötzlich abenteurern gehen will, am besten in einem Je-Ferner-Je-Lieber-Land. Da gibt es in Italien die Euganeen mit Abano-Terme- [...]
Es ist albern, wenn ein Schreibtisch-Mann, der bisher nur TUI-Badeferien gemacht hat, plötzlich abenteurern gehen will, am besten in einem Je-Ferner-Je-Lieber-Land. Da gibt es in Italien die Euganeen mit Abano-Terme- Montegrotto-Terme etc. pp. 50'000 Hotelbetten, fest in deutscher Hand und ein einziges italienisches Ristorante, welche alle Führer als einziges ausweisen, Michelin, TCI, Veronelli... Ich bin zwei mal in meinem Leben da gewesen, an keinem Tisch wurde da deutsch gesprochen. Von was reden DIE Deutschen eigentlich, wenn Sie von italienischer Küche reden? ... und solche Leute wollen dann "abenteurern" gehen, es darf gelacht werden !

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