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Wissenschaft
Ausgabe
14/2017

Dramatischer Eisschwund

Es fehlen fast vier Deutschlands

Das Jahr 2016 war bereits das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen, 2017 setzen sich die Extreme fort. Und was in der Arktis geschieht, hat direkte Auswirkungen auch auf Deutschland.

Sipa Press/Action Press

Grönland: Wenn das Meereis schwindet, erhitzt sich die Atmosphäre umso rasanter

Von Marco Evers
Donnerstag, 06.04.2017   04:46 Uhr

Die gute Nachricht zuerst: Nach den bizarren Hitzewellen von November, Dezember und Februar ist es in der Arktis doch noch richtig kalt geworden. Das Meereis wuchs bis Anfang März. Als es seine maximale Ausdehnung erreicht hatte, erstreckte sich die Eiswüste über 14,42 Millionen Quadratkilometer - ein Gebiet, immerhin 40-mal so groß wie Deutschland.

Und nun die schlechte Nachricht: Noch nie seit Beginn der Satellitenaufzeichnung vor 38 Jahren war die maximale Eisbedeckung der Arktis so gering. Gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 1981 bis 2010 fehlte so viel Eis, wie es der Fläche von fast vier Deutschlands entsprechen würde.

Kein Zweifel, der vom Menschen gemachte Klimawandel ist in vollem Gange. Das Jahr 2016, so teilte die Weltorganisation für Meteorologie in Genf mit, war das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880. Die globale Durchschnittstemperatur lag um 1,1 Grad Celsius über dem Wert der vorindustriellen Zeit.

Zuvor galt 2015 als das heißeste Jahr - und davor 2014. Und 2017 lässt sich kaum kühler an; der Januar war nach Angaben der Nasa der drittheißeste überhaupt, der Februar wurde zum zweitwärmsten der Geschichte.

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REUTERS

Blick auf die Fluten im Norden Perus

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Aus dem SPIEGEL

Heft 14/2017
Sind wir bereit für die perfekte Zukunft?
Was der rasante digitale Fortschritt dem Menschen abverlangt

insgesamt 10 Beiträge
achterhoeker 06.04.2017
1. Ach wie schön!
"Irgendwann gibt es Hamburg nicht mehr". Das ist Deutsch in Vollendung. Ich ergänze: Irgendwann gibt es die Erde nicht mehr.
"Irgendwann gibt es Hamburg nicht mehr". Das ist Deutsch in Vollendung. Ich ergänze: Irgendwann gibt es die Erde nicht mehr.
Stefan_G 06.04.2017
2. zu #0
Es besteht kein Zweifel daran, dass in den 1960ern die meisten Flüsse in Deutschland Kloaken waren. Aber das ist eine Binsenweisheit, weil es zur Ntur von Flüssen gehört, sich zu Dreckbrühen zu wandeln. Ob und wie weit das [...]
Es besteht kein Zweifel daran, dass in den 1960ern die meisten Flüsse in Deutschland Kloaken waren. Aber das ist eine Binsenweisheit, weil es zur Ntur von Flüssen gehört, sich zu Dreckbrühen zu wandeln. Ob und wie weit das von Menschen verursacht wurde, ist aber durchaus umstritten. Ein Journalist, der diese Zweifel mit der Formulierung "es lag an von Menschen eingebrachten ungeklärten Abwässern" herunterbügeln möchte, ist dem Wesen nach nicht wirklich ein Journalist, sondern bestenfalls ein Prediger. ... Trotzdem haben damals Narren unnötigerweise Kläranlagen gebaut. Ok, die Schaumberge auf den Flüssen verschwanden und es gab dann sogar wieder genügend Fische. Aber das war sicher auch nur ein natürlicher Wandel, der Mensch sollte nicht glauben, dass er in der Lage ist, etwas so großes wie einen Fluss zu verschmutzen.
markus.junk 06.04.2017
3. Dürftiger Artikel
Der Mehrwert durch den Kaufdes Artikels ist äußerst mäßig, wahrscheinlich das dürftigste ct/Wort Verhältnis überhaupt - zahlen wofür?
Der Mehrwert durch den Kaufdes Artikels ist äußerst mäßig, wahrscheinlich das dürftigste ct/Wort Verhältnis überhaupt - zahlen wofür?
Thorkh@n 06.04.2017
4. Wenn im Winter ...
... auf der Nordhalbkugel weniger Meereisbedeckung vorliegt, ist das hinsichtlich der Rückstrahlung von Sonnenlicht völlig irrelevant, denn dort oben herrscht zur selben Zeit die Polarnacht.
... auf der Nordhalbkugel weniger Meereisbedeckung vorliegt, ist das hinsichtlich der Rückstrahlung von Sonnenlicht völlig irrelevant, denn dort oben herrscht zur selben Zeit die Polarnacht.
g_bec 06.04.2017
5. Dass
Dass allerdings das Nordpolarmeer nicht schlagartig zur Frühjahrs-Tag-und-Nacht-Gleiche eisfrei ist, kommt Ihnen nicht in den Sinn? Und dass die arktische Eiskappe bisher auch im Sommer nicht wirklich vollständig [...]
Zitat von Thorkh@n... auf der Nordhalbkugel weniger Meereisbedeckung vorliegt, ist das hinsichtlich der Rückstrahlung von Sonnenlicht völlig irrelevant, denn dort oben herrscht zur selben Zeit die Polarnacht.
Dass allerdings das Nordpolarmeer nicht schlagartig zur Frühjahrs-Tag-und-Nacht-Gleiche eisfrei ist, kommt Ihnen nicht in den Sinn? Und dass die arktische Eiskappe bisher auch im Sommer nicht wirklich vollständig verschwindet, ist Ihnen auch nicht klar? Nun denn, Wiki hilft.

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