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Wirtschaft
Ausgabe
7/2018

Währungskrieg

Trumps gefährliches Spiel

Die US-Wirtschaft boomt, trotzdem redet Präsident Trump einem schwachen Dollar das Wort. So bringt er Europas Aufschwung in Gefahr, die EZB ist ziemlich machtlos.

AFP

Melania, Donald Trump

Von und
Samstag, 10.02.2018   17:24 Uhr

Seit 15 Jahren lässt Rolf Philipp in Übersee am Chiemsee "Knochen für Flugzeuge" bauen. So nennt der Gründer und Chef von Aircraft Philipp jene Aluminium- und Titanteile für die Luft- und Raumfahrtindustrie, die seine Firma mit 250 Mitarbeitern in Oberbayern und am zweiten deutschen Standort Karlsruhe herstellt. Das Geschäft läuft gut, über 60 Millionen Euro hat das Familienunternehmen zuletzt umgesetzt.

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Aus dem SPIEGEL

Heft 7/2018
Der Preis der Macht
 

Doch seit einiger Zeit erschwert die Entwicklung in Übersee Philipp das Leben, genauer gesagt: in den Vereinigten Staaten, wo der amerikanische Dollar binnen acht Monaten mehr als zehn Prozent seines Wertes verloren hat. Zuletzt war ein Euro 1,23 Dollar wert, noch vor einem Jahr hatte Aircraft Philipp von Kursen unter 1,10 Dollar profitiert.

Philipps wichtigste Kunden, Airbus und Boeing, verkaufen einen Großteil ihrer Flugzeuge gegen Dollar und wälzen das Währungsrisiko ab, indem sie auch ihre Zulieferer in Dollar bezahlen. Ihre Marktmacht erlaubt es ihnen. Fällt der Kurs der US-Währung, sinkt auch der Gewinn von Aircraft Philipp. Denn die Kosten entstehen überwiegend in Euro.

"Wir haben in Deutschland einen technologischen Vorsprung, aber wenn der Dollar wie ein Hammer auf uns fällt, dann nützt das nichts", sagt Philipp.

Läge der Kurs dauerhaft bei 1,35 Dollar oder höher, dann würde es für Kunden immer attraktiver, im Dollarraum einzukaufen.

Je mehr die Gemeinschaftswährung an Wert gewinnt, desto schwieriger wird es für europäische Exporteure wie Philipp, ihre Waren im Dollarraum abzusetzen. Dabei ist der Anstieg des Euro, der vor etwas über einem Jahr begonnen hat, im Prinzip eine gute Nachricht, dokumentiert er doch, wie sehr sich die jahrelang schwache Konjunktur des Kontinents erholt hat.

Hinzu kommt, dass der Wille zur Zusammenarbeit, zumindest in Europas Kernländern, nach dem Brexit-Votum der Briten zugenommen hat - vor allem dank des neuen französischen Staatspräsidenten. "Seit der Wahl von Emmanuel Macron ist die Euro-Skepsis weg. Die großen Investoren sind nach Europa zurückgekehrt, weil sie sehen, dass es wieder läuft", sagt David Folkerts-Landau, der Chefvolkswirt der Deutschen Bank.

Doch die selbst gemachte Eurostärke ist nur die eine, erfreuliche Seite der Medaille. Die andere ist die America-First-Politik von Donald Trump: Sein unverhohlenes Interesse an einem schwachen Dollar sowie sein brisanter Cocktail aus Angebots- und Nachfragepolitik - Steuern senken, Vorschriften abschaffen, im Ausland geparkte Vermögen repatriieren. Damit geht der Präsident enorm ins Risiko.

T.J. Kirkpatrick/ Bloomberg/ Getty Images

US-Notenbankchef Powell: Zum Arbeitsbeginn des Neuen brachen weltweit die Aktienmärkte ein

Obwohl die amerikanische Wirtschaft bereits seit Jahren boomt und sich mit einer Erwerbslosenquote von 4,1 Prozent der Vollbeschäftigung nähert, befeuert Trump den Aufschwung weiter - und riskiert eine Überhitzung, die für die gesamte Weltwirtschaft zur Gefahr werden kann.

Oberflächlich scheint alles gut. In Amerika, Europa und Asien wird im Gleichschritt mehr produziert, konsumiert und investiert. Gerade hat der Internationale Währungsfonds seine Prognose für das Wachstum in der Welt auf je 3,9 Prozent in den Jahren 2018 und 2019 angehoben.

Doch wie schnell aus Euphorie Panik werden kann, war zu Beginn vergangener Woche zu sehen, als an den Börsen plötzlich die Angst vor ausufernden Staatsschulden, Inflation und Zinserhöhungen umging und die Wall Street den größten Punkteverlust ihrer Geschichte verzeichnete.

Auch wenn der Kursrutsch an den Börsen prozentual weniger dramatisch ausfiel, dürfte er Trump mächtig geärgert haben. Den schwächeren Dollar dagegen hat seine Regierung regelrecht herbeigeredet. So will sie Exporte fördern, die Importe drosseln und das Leistungsbilanzdefizit verringern - eines der zentralen Versprechen des Wahlkämpfers Trump.

Auf dem Davoser Weltwirtschaftsforum ließ der Commander-in-Chief seinen Finanzminister Steven Mnuchin verkünden, dass ein schwacher Dollar ganz im Sinne der US-Wirtschaft sei. Zwar klang Trump selbst kurze Zeit später wieder etwas versöhnlicher, aber der Geist war aus der Flasche, die verbale Intervention wirkte: Der Dollar fiel rapide, das böse Wort vom Währungskrieg geisterte plötzlich durch den Graubündner Wintersportort.

"Es dürfte kein Zweifel mehr bestehen, dass die US-Regierung nicht nur einen kalten Währungskrieg führt, sondern auch im Begriff ist, ihn zu gewinnen", kommentiert Joachim Fels, Chefökonom der Fondsgesellschaft Pimco, das Geschehen. Trumps Politik gefährdet die Erholung in Europa. Die Krisenpolitiker in der Europäischen Zentralbank (EZB) sind daher ziemlich verärgert. Aber auch ziemlich machtlos.

Mit seiner Konjunkturpolitik ohne Rücksicht auf die Handelspartner - Ökonomen sprechen von "Beggar-thy-Neighbour-Politik" - knüpft der Präsident an eine alte amerikanische Tradition an. Anfang der 1970er-Jahre war es Finanzminister John Connally, der ein für damalige Verhältnisse gewaltiges Budgetdefizit von 40 Milliarden Dollar in Aussicht stellte, als "fiskalischen Stimulus" rechtfertigte und seine ob der Dollarschwäche besorgten Amtskollegen aus Europa mit einem inzwischen legendären Bonmot abkanzelte: "Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem."

Lloyd Bentsen, Finanzminister unter dem Demokraten Bill Clinton, ließ 1993 die Japaner wissen, dass er sich dringend einen stärkeren Yen wünsche, um den hohen Exportüberschuss des asiatischen Handelspartners einzudämmen.

Heute hat Donald Trump die amerikanische Tradition, Politik auf Kosten der Nachbarn zu machen, mit der America-First-Doktrin zum Programm erhoben.

Trumps wirtschaftspolitische Agenda sieht einerseits vor, die Konjunktur durch Steuersenkungen und öffentliche Investitionen in die Infrastruktur anzukurbeln. Das hilft amerikanischen Konzernen, auch der Rest der Welt könnte zunächst profitieren, wenn die US-Wirtschaft stärker wächst und Firmen aus Europa oder Asien mehr Aufträge erhalten.

Der zweite Teil des Trumpschen Programms macht jedoch die Stoßrichtung klar: In derselben Woche, in der sein Finanzminister den Dollar schwachredete, verhängte die US-Regierung Importzölle auf Waschmaschinen und Solarzellen. Die Kombination aus einem niedrigeren Wechselkurs und protektionistischen Maßnahmen soll amerikanischen Unternehmen im Wettbewerb mit dem Rest der Welt einen Vorteil verschaffen.

"Die Regierung mag im Moment eindeutig einen schwachen Dollar, weil die Inflation moderat ist und ein schwacher Dollar es für das verarbeitende Gewerbe leichter macht zu wachsen", sagt der Ökonom Barry Eichengreen von der University of California, Berkeley.

Die spendierfreudige Fiskalpolitik drückt den Kurs der Währung ebenfalls. Wenn Steuern sinken und der Staat die Ausgaben erhöht, verfügen Haushalte über mehr Geld. Sie fragen mehr Waren aus dem Ausland nach, kaufen dafür Devisen und schwächen damit ihre eigene Währung. Im Inland treibt die höhere Nachfrage die Preise, erst recht, wenn billige Einfuhren mit Zöllen belegt werden, sodass die Kaufkraft des Dollar sinkt.

Es sei denn, die Notenbank hält mit höheren Zinsen dagegen. Das würde Anleger aus dem Ausland anlocken, die auf der Suche nach höheren Renditen sind, und den Dollar stärken - aber auch den Aufschwung gefährden. Die Lage in der Wirtschaft und an den Finanzmärkten ist so angespannt, dass Trumps Politik einem Zündeln am Pulverfass gleicht.

Seine Politik könnte das über Jahre behutsam gehegte Krisenmanagement der Zentralbanken in Amerika und Europa über den Haufen werfen und die Notenbanken zu einem rasanten Kurswechsel zwingen. "Es ist nicht der richtige Zeitpunkt für ein derartiges fiskalpolitisches Programm", sagt einer der einflussreichsten Zentralbanker der Welt.

Der aktuelle Boom hängt wie wohl kein Aufschwung zuvor an der Politik des billigen Geldes in den zehn Jahren seit Ausbruch der Finanzkrise. Sie hat nicht nur die Konjunktur wieder in Gang gebracht, sondern auch die Aktien- und Immobilienpreise nach oben getrieben. Für Firmenübernahmen werden Mondpreise bezahlt wie zuletzt 2007 vor der Finanzkrise.

Der Kurssturz vom Montag hat auch offenbart, dass Banken und Hedgefonds an den Finanzmärkten wieder mit riskanten Wetten hantieren, die wie Brandbeschleuniger wirken, wenn die Stimmung an den Börsen einmal umschlägt. Milliardenschwere sogenannte Exchange-Traded Notes (ETN), die auf geringe Kursschwankungen wetten, wurden im Zuge der Turbulenzen zu Wochenbeginn schlagartig wertlos und verstärkten den Abwärtstrend. Am Donnerstag setzte sich die Talfahrt fort.

Jetzt grassiert die Angst, dass die schönste aller Welten für Unternehmen, Regierungen und Spekulanten enden könnte; eine Welt, in der wegen der Nullzinsen Schulden fast kein Problem waren, Investitionen unfassbar billig und Geldanlagen aller Art scheinbar risikolos.

Diese brisante Lage macht Jerome Powell zur vielleicht spannendsten Personalie im Washington dieser Tage. Seine von Trump weggelobte Vorgängerin Janet Yellen hat dem neuen Chef der amerikanischen Zentralbank Federal Reserve (Fed) eine fast unlösbare Aufgabe hinterlassen.

Was auf ihn zukommt, dürfte Powell schon an seinem ersten Tag in der gewaltigen Fed-Zentrale an der Constitution Avenue, nur vier Blocks vom Weißen Haus entfernt, gespürt haben: Just zu seinem Arbeitsbeginn brachen weltweit die Aktienmärkte ein. Dem Notenbanker könnte Ähnliches blühen wie seinen Vorgängern Alan Greenspan und Ben Bernanke: Greenspan, kaum zwei Monate im Amt, musste 1987 mit dem größten Börsencrash seit 1929 fertigwerden, Bernanke ab 2007 die Folgen der Immobilienkrise mitsamt gewaltiger Rezession abfedern.

Schon im März, wenn die Fed erstmals unter Powell eine Zinsentscheidung treffen muss, könnte Powell gezwungen sein, den Märkten zu signalisieren, ob er 2018 öfter die Zinsen anheben wird als die bislang prognostizierten drei Mal.

"Das Inflationsrisiko in den USA steigt, die Zinsen an den Anleihemärkten sind viel zu niedrig", glaubt Folkerts-Landau, der Powell als unabhängigen Geist schätzt. "Er ist sehr pragmatisch und dürfte nicht einfach das tun, was andere wollen."

Trump hat wohl angesichts der hohen Staatsverschuldung an höheren Zinsen ebenso wenig Interesse wie an einem starken Dollar. Seine Steuerreform, so schätzen Experten, könnte das Haushaltsdefizit binnen zehn Jahren um weitere 1,5 Billionen Dollar vergrößern.

Ob Trump sich durchsetzt oder Powell kraftvoll gegensteuert, ist auch für Europa von großer Bedeutung. Bleiben die Zinsen in den USA niedrig und hält Trump an seiner Politik des schwachen Dollar fest, bekommen die Europäer ein Problem.

Im EZB-Turm im Frankfurter Ostend ist die Stimmung deshalb geladen wie lange nicht mehr. Die Mitglieder des mächtigen Zentralbankrats wähnten sich kurz vor dem Ziel, die Inflation nahe an die Richtmarke von zwei Prozent zu bringen, jetzt fürchten sie um die Früchte ihrer Arbeit.

"Wir sind zuversichtlich und zugleich wachsam. Zuversichtlich, weil unsere Geldpolitik wirkt und der Aufschwung robuster geworden ist, das bringt uns unserem Ziel näher", sagt EZB-Chefvolkswirt Peter Praet. "Aber es gibt eine Reihe von internationalen Risiken, und die beobachten wir genau."

Als großes Risiko gilt im EZB-Rat ein zu schwacher Dollar. Jahrelang haben Europas Notenbanker den Leitzins unter null gehalten und in großem Stil Staats- und Unternehmensanleihen aufgekauft, um die Konjunktur anzukurbeln. Auch wenn die EZB immer betont hat, keine Wechselkurspolitik zu betreiben, setzte auch sie die Währung als ökonomische Waffe ein: Eine - gewollte - Begleiterscheinung ihrer Politik war ein niedriger Eurokurs, noch vor einem Jahr näherte er sich der Parität von einem Dollar.

Der rasche Euroanstieg seither kam den EZB-Lenkern ohnehin ungelegen, deshalb reagierten sie ungewöhnlich schroff auf die amerikanische Verbalintervention zulasten des Dollar. "Ein Währungskrieg ist das Letzte, was die Welt jetzt braucht", schimpfte Praets Ratskollege Benoît Cœuré beim Weltwirtschaftsforum in Davos. Und EZB-Chef Mario Draghi erklärte Anfang der Woche vor dem Europaparlament in Straßburg, durch die starken Kursschwankungen des Euro entstehe "neuer Gegenwind".

"In einem Währungskrieg ist es so: Wenn man nicht auf einen Vorstoß reagiert, wie Amerika ihn jetzt gemacht hat, dann wird der Angreifer ermutigt, weiterzumachen", erklärt Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank. "Deshalb musste die EZB schnell und scharf reagieren, und das hat sie getan."

Noch ist es nur ein Krieg der Worte, doch dabei dürfte es nicht bleiben.

Michael Nagle/ Bloomberg/ Getty Images

Kurstafel der New Yorker Börse: Wetten, die wie Brandbeschleuniger wirken

"Ein starker Euro könnte vor allem in den Peripherieländern das Wachstum bremsen", sagt Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Folkerts-Landau. "Die EZB könnte sich daher gezwungen sehen, den Ausstieg aus der ultralockeren Geldpolitik zu verzögern, wenn der Dollar weiter fällt."

US-Ökonom Eichengreen hält das Spiel der Trump-Regierung mit dem Wechselkurs noch aus einem anderen Grund für gefährlich. Es könne ein Moment kommen, in dem Investoren an der Entschlossenheit der US-Regierung zweifeln, ihre Kreditwürdigkeit hochzuhalten. "Dann könnten sie Dollar auf den Markt werfen, und der Kurs könnte schneller fallen als erwartet. Das wäre in niemandes Interesse."

Vor allem nicht im Interesse europäischer Unternehmen.

Noch ist der Dollar für die europäische Wirtschaft kein Problem, die meisten Experten sehen den fairen Eurokurs zwischen 1,25 Dollar und 1,30 Dollar. Fällt die US-Währung weiter, ändert sich das Bild.

"Für die europäischen Exporte wird es ab einem Eurokurs von 1,35 oder 1,40 Dollar schwierig - und es ist gut möglich, dass sich der Kurs auch dorthin bewegt", glaubt Ökonom Folkerts-Landau. Ein schwacher Dollar sei nicht so sehr für die großen Dax-Konzerne ein Problem, aber für den Mittelstand mit seinen teils geringeren Gewinnspannen - und erst recht für Unternehmen in Italien und Spanien, "die tendenziell weniger hochwertige Produkte exportieren und damit stärker über den Preis konkurrieren".

Zwar erzielen Dax-Konzerne wie Fresenius, SAP, Daimler, Bayer oder Linde 20 bis 50 Prozent ihrer Umsätze in den USA, oft mehr als in Deutschland. Dennoch leiden sie nicht mehr so stark unter Wechselkurskapriolen wie früher, als die Globalisierung noch nicht so vorangeschritten war.

"Wir haben in den vergangenen zehn Jahren die Wertschöpfung stark internationalisiert und so das Risiko durch Kursschwankungen beim Dollar und anderen Währungen deutlich verringert", erklärt Norbert Mayer, Leiter Konzernfinanzwesen bei BMW. Ein Aha-Erlebnis hatte Mayer kurz vor der Weltfinanzkrise. Damals kletterte der Euro bis auf 1,50 Dollar, was dem US-Geschäft von BMW sehr schadete. Seitdem haben BMW und viele andere Konzerne reagiert.

BMW setzte 2017 zwar in den USA 353.000 Autos ab, produzierte aber rund 400.000 Fahrzeuge im Werk in Spartanburg im Bundesstaat South Carolina. Unter dem Strich bleibt dennoch ein Dollarrisiko im einstelligen Milliardenbereich, unter anderem weil die Münchner neben Fahrzeugen auch Motoren in die USA verkaufen. Da BMW aber Rohstoffe und andere Vorprodukte in Dollar einkauft und sich mit Finanzgeschäften gegen Kursschwankungen absichert, ist das Restrisiko überschaubar.

Für Mittelständler wie den Airbus-Zulieferer Rolf Philipp lohnt sich eine Produktion im Ausland in der Regel nicht. Und je weiter unten man in der Lieferkette stehe, desto schwieriger sei es auch, sich beispielsweise Vorprodukte in Dollar zu beschaffen, erklärt Philipp. Deshalb bleibt ihm wie vielen anderen Firmen nur, einen möglichst großen Teil der Aufträge über Banken gegen Wechselkursschwankungen abzusichern. Aber das ist teuer - und es wird umso teurer, je länger die Dollarschwäche anhält und je tiefer der Kurs sinkt.

Noch schlimmer als ein schwacher Dollar aber wäre für Philipp, die Konzerne und die gesamte Weltwirtschaft, wenn Donald Trumps riskante Politik in Inflation, höhere Zinsen und ein abruptes Ende des Wirtschaftsbooms münden sollte. Es wäre das Ende eines kalten Krieges, der nur Verlierer kennt.

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