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Hohe Gewinne

wird der kalifornische Netzwerkspezialist Cisco Systems auch im laufenden Geschäftsjahr ausweisen. Wie kein anderer Computerkonzern hat sich das Unternehmen von einer Garagenfirma zu einem Quasi-Monopolisten für die Basistechnik des Internet entwickelt. Allein zwischen 1993 und 1998 hat sich der Umsatz mehr als verzehnfacht - jetzt wird die Firma die Zehn-Milliarden-Dollar-Schwelle deutlich überschreiten. Entsprechend großzügig honoriert die Börse den in San Jose ansässigen Konzern. Mit einem Börsenwert von rund 270 Milliarden Mark zählt Cisco heute zu den zehn teuersten Aktiengesellschaften der Welt - und hat damit einen höheren Börsenwert als Allianz, Deutsche Bank, Deutsche Telekom und Siemens zusammen. Die Firma, deren Name von San Francisco abgeleitet ist, wurde 1984 von dem Forscherehepaar Sandy Learner und Leonard Bosack gegründet. Die beiden begannen damals, verschiedene Computersysteme miteinander zu vernetzen. Den entscheidenden Aufschwung erlebte Cisco aber erst, nachdem die Gründer 1990 ihre Anteile verkauft hatten. Vor vier Jahren übernahm der ehemalige IBM-Manager John Chambers die Führung. Obwohl Chambers, 50, Parteimitglied der Republikaner ist, zählt er zu den engen Wirtschaftsberatern der US-Regierung.

DER SPIEGEL 10/1999
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