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Gefährliche Fracht

Höchste deutsche Regierungsstellen versuchen, die Weiterfahrt eines Frachters zu verhindern, der mit rund 90 Tonnen Natriumzyanid an Bord zur Zeit in der Türkei festliegt. Die Chemikalie ist zur Herstellung der Kampfstoffe Blausäure und Tabun geeignet und soll offiziell an die iranische Bergbau-Industrie geliefert werden. Die Ware war von der Hamburger Rotexchemie International Handels-GmbH & Co ab Lager an eine belgische Firma verkauft worden. Ankara will erfahren haben, daß die Fracht für den Irak bestimmt ist. Die Behörden informierten sofort die deutsche Botschaft, die wiederum das Auswärtige Amt in Bonn alarmierte. Die Hamburger Staatsanwaltschaft wurde Ende letzter Woche eingeschaltet - nach Ansicht von Experten wird es allerdings schwierig sein, die gefährliche Fracht aufzuhalten.

DER SPIEGEL 40/1990
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