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Ermittler entlasten den Klöckner-Chef

Zwei Jahre nach der gigantischen Fehlspekulation im Ölgeschäft, die dem Duisburger Handelskonzern Klöckner & Co. einen Verlust von 547 Millionen Mark bescherte, hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen abgeschlossen. Ergebnis: Christian Peter Henle, der frühere Eigentümer des Handelshauses, wird sich nicht vor Gericht verantworten müssen, die Ermittlungen gegen ihn wegen Untreue in einem besonders schweren Fall werden in den nächsten Tagen eingestellt. Henle, der unmittelbar nach dem Skandal zurückgetreten war, hat nach den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Düsseldorf von den Riesenspekulationen seines Ölhändlers Wolfgang Zeschmar nichts gewußt. Mit dieser Bewertung schließt sich die Staatsanwaltschaft dem Schlußbericht des Bundeskriminalamtes (BKA) vom Juli dieses Jahres an. "Aus keiner Aussage, aus keinem Schriftstück" sei zu entnehmen, so das BKA, daß Henle über Risiko und Schieflage im Warentermingeschäft unterrichtet worden war. Angeklagt werden allerdings Zeschmar und der libanesische Ölhändler Chalil J. Ghattas, dessen Genfer Firma Gatoil Klöckners Geschäftspartner war.

DER SPIEGEL 40/1990
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