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Digital-Recorder zu Weihnachten

Drei Jahre nach dem ersten erfolglosen Anlauf wollen die Elektronikkonzerne das digitale Tonband doch noch zu einem Kassenschlager werden lassen. Spätestens zum Weihnachtsgeschäft sollen die sogenannten DAT-Recorder in großer Auswahl in den Hi-Fi-Läden stehen. Der neue Anlauf wurde möglich, nachdem sich die japanischen DAT-Hersteller und die Schallplattenkonzerne in zähen Verhandlungen auf ein Verfahren geeinigt hatten, wie das befürchtete massenhafte Kopieren von CDs verhindert werden kann. Ein spezieller Mikrochip verhindert nun bei den neuen DAT-Recordern, daß eine CD mehr als einmal digital kopiert werden kann. Die lange Verzögerung kommt den Kunden zugute: Die Preise für DAT-Recorder sind von ehemals 3000 auf etwa 1500 Mark gefallen, und es gibt auch schon tragbare Geräte. Sony beispielsweise kommt im Frühjahr mit einem DAT-Walkman, der mit einer Kassette bis zu vier Stunden Musik in Digitalqualität bietet.

DER SPIEGEL 40/1990
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