Gerhard Schröder,
46, Ministerpräsident von Niedersachsen, sah am vergangenen Freitag an der Bar des Ost-Berliner Palasthotels schwarz für die Zukunft des wiedervereinten Deutschland. Weil alle Plätze an der Theke besetzt waren, bestellte er für seine Frau Hiltrud und sich im Stehen ein Bier und ein Glas Wein. Barsch knurrte der Kellner: "Nehmen Sie erst mal Platz." Schröders Bitte, sich "solche Kommandos" zu sparen, nahm der Kellner als Aufforderung zu einer längeren lautstarken Diskussion. Nachdem Schröder schließlich doch noch etwas zu trinken bekommen hatte, verabschiedete sich der Regierungschef mit einem deutlichen: "Das wird hier nie was."
