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Erika Berger,

51 (Foto), Sexberaterin der Nation, sieht sich einer schweren Beschuldigung ausgesetzt. Die Wiener Ratgeber-Kollegin Gerti Senger wirft dem deutschen Erotik-Orakel vor, seit Jahren Senger-Ideen "zu klauen". Vollends "sprachlos" sei die Wienerin geworden, als sie in der Illustrierten Quick Erika Bergers "erotische Hitparade" der deutschen Nationalspieler entdeckte, die teilweise wörtlich übereinstimme mit einem drei Wochen vorher im Münchner Monaco-Magazin veröffentlichten Senger-Beitrag über den Sex-Appeal der deutschen Kicker. Für den Verteidiger Andy Brehme etwa fand Gerti Senger die Worte: "Zwei Seelen wohnen in seiner starken Brust, die von Rambo und die einer Mimose. Diese Zwiespältigkeit macht ihn für Frauen reizvoll." Erika Berger drei Wochen später über Brehme: "Zwei Seelen wohnen auch in seiner Brust: die eine vom bärenstarken Rambo, die andere zart wie eine Mimose. Sehr reizvoll für uns Frauen." Angesichts solcher Parallelen bat die Österreicherin die deutsche Sexualkundlerin brieflich um eine "von Ihnen selbst formulierte" klärende Antwort.

DER SPIEGEL 40/1990
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