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DER SPIEGEL

RÜCKSPIEGELZitate

Die Zeit zum SPIEGEL-Bericht RÜSTUNGS-EXPORT - DIE IRAK-GESCHÄFTE VON MBB (39/1990):
Die jüngsten Enthüllungen des SPIEGEL über Waffenexporte in den Irak dürften das Faß zum Überlaufen bringen. Die dreiste Art, mit der die Firma MBB ihre Hände wieder einmal in Unschuld wäscht, wird das noch beschleunigen. Da tut man so, als habe man sich nur beiläufig mit irgendwelchen Gefechtskopfstudien beschäftigt, die im übrigen nicht einmal genehmigungspflichtig gewesen seien. Und was die Hochrüstung des Irak mit deutsch-französischen Lenkwaffen angeht, so sei das allein Sache der Franzosen. Damit macht es sich die zum Daimler-Benz-Konzern gehörende Rüstungsfirma ein wenig zu einfach. *EINLEITUNG: Die Saarbrücker Zeitung zum selben Thema:
Deutsche Firmen, deren Namen im SPIEGEL fast wöchentlich abgedruckt werden, haben die Expansionspläne von Saddam Hussein für Milliarden von DM mit Material unterstützt für Giftgasfabriken, Superkanonen extremen Ausmaßes (Kaliber 1000 Millimeter, Rohrlänge 150 Meter) und Zentrifugen zur Urananreicherung, die man für die Herstellung der Atombombe braucht. *EINLEITUNG:
Die Wiener Zeitung in einem Beitrag über die Beschimpfung von Journalisten in Wahlkampfzeiten:
Der SPIEGEL, der sich nach Meinung von Politikern schon einmal (allerdings nur bis zur gerichtlichen Widerlegung der Vorwürfe) eines "Abgrunds an Landesverrat" schuldig gemacht hatte (so der deutsche Bundeskanzler Adenauer) und dessen Chef damals, 1962, leibhaftig eingekerkert wurde, ist Attacken gewohnt. Die Geschichte der Zeitschrift bot immer reichhaltigen Anschauungsunterricht für die Fantasie der politischen Medienkritiker, die sich gern in monströsen Wortschöpfungen ergingen und schon von "Fünfter Kolonne" und "marxistischer Kaderschmiede" sprachen. All das hat der Success-Story keinen Abbruch getan. Und es steht zu erwarten, daß auch die Eloge auf den heutigen Bundeskanzler keineswegs der Anfang einer Hofberichterstattung wird. *EINLEITUNG:
Walter Kempowski in seinem neuesten Buch "Sirius. Eine Art Tagebuch":
Jetzt ist Ruhe im Schiff, Mitternacht. Ich lese den Trost der Welt, den SPIEGEL, spiegellesertypisch von hinten nach vorn.

DER SPIEGEL 40/1990
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