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DER SPIEGEL

MONTAG

19.20 - 21.00 Uhr. ZDF. Struppi & Wolf
In den unsäglichen Filmklamotten aus Opas Kino figurierten die Bayern als Trottel vom Dienst, als brünstige Fenstler, krachlederne Jodler und bierige Grantler. Jetzt droht den Ostdeutschen ein ähnliches Schicksal - ihre mediale Vereinnahmung als Staffage für blödsinnigen Fernsehklamauk, wie ihn sich die Wessis ausdenken. Im Fall von "Struppi & Wolf" heißt der Wessi Andy Bausch, ein luxemburgischer Regisseur, der nach Anfangserfolgen wie "Ex und hopp" zu Recht als Nachwuchshoffnung ausgerufen wurde, der aber nun offensichtlich zum Sturzflug in die Untiefen des Billig-Humors angesetzt hat. Komödie und Satire dürfen bekanntlich alles, warum also nicht auf witzige Weise zeigen, wie ein gelackter West-Manager (Michael Degen) gegen ein Pärchen mit Stasi-Connections (Elisabeth Volkmann, Claude-Oliver Rudolph) um die Macht in einem Ex-DDR-Betrieb kämpft und eine mögliche Besitzerin (Lena Stolze), ein Ost-Punk, zusätzlich für Verwirrung sorgt. Doch Bausch führt lieber Derbheiten vor mit Frauen auf Herrenklosetts und Männern, die bekleckerte Hosen wechseln.
21.00 - 21.45 Uhr. ARD.
Report
Aus München: Wer kontrolliert in der GUS die Atomwaffen? / Der Bodenschadensbericht für die neuen Bundesländer / Ungereimtheiten um die Akten der Ex-DDR.

DER SPIEGEL 9/1992
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