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DER SPIEGEL

PersonalienDie Seiltänzerin

Seit Hillary Clinton, 69, ehemalige Außenministerin der USA, im Wahlkampf gegen den ehemaligen TV-Show-Gastgeber Donald Trump verloren hatte, mied sie die Öffentlichkeit. Bald legt sie ein Buch vor, das als eine Art Seelenstriptease angekündigt wird. "What Happened" wird am 12. September in den USA erscheinen. Der Verlag verspricht: "Hillary lässt Sie teilhaben an der intensiven persönlichen Erfahrung, als erste Frau für die US-Präsidentschaft einer der großen Parteien kandidiert zu haben." Die Politikerin berichte über eine Wahl, die gekennzeichnet gewesen sei von Wut und Sexismus, verrückten Erlebnissen, "russischer Einmischung und von einem Gegner, der alle Regeln brach". Clinton, der im Wahlkampf immer wieder Distanziertheit und fehlende Authentizität vorgeworfen wurde, verheißt schonungslose Offenheit: "Aus Gründen, die ich erklären will, war ich in der Vergangenheit oft extrem vorsichtig in der Öffentlichkeit. Als ob ich ohne Netz auf dem Seil tanze. Jetzt komme ich aus der Deckung."
Von Ks

DER SPIEGEL 33/2017
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