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DER SPIEGEL

ESSPAUSEN LERNEN

Das SPIEGEL-WISSEN-Coaching: Wir stellen Ihnen drei verschiedene Ess- und Fastenrhythmen vor, die sich unkompliziert im Alltag umsetzen lassen. Wählen Sie die für Sie einfachste Form.

1 FÜR VORSICHTIGE

Essenszeiten verschieben


Es hat erstaunlich positive Auswirkungen auf den Körper, wenn man täglich eine Esspause von 12 bis 14 Stunden einhält. Das ist machbar, wenn man das Frühstück auf die Zeit zwischen 9 und 10 Uhr verschiebt und abends bis 20 Uhr mit dem Abendbrot fertig ist. Stellen Sie einen für Ihren Tagesablauf praktischen Zeitplan auf – und halten Sie ihn an mindestens fünf Tagen in der Woche ein. Wichtig: "Esspause" heißt, tatsächlich keine Kalorien zu konsumieren; auch Snacks, Alkohol oder süße Drinks sind dann tabu. Fällt Ihnen das schwer? Dann wählen Sie die Fastenspanne lieber kürzer, sodass Sie besser durchhalten.

2 FÜR ENTSCHLOSSENE

Frühstück streichen


Wer nicht viel frühstückt, kann versuchen, erst mittags mit dem Essen anzufangen. So kommt man recht einfach auf 16 Stunden Fastenzeit. Auch wenn diese Variante erst einmal ungesund klingt – sie fällt vielen Menschen erstaunlich leicht. Sie brauchen keine Sorge zu haben, dass Sie ohne Frühstück nicht leistungsfähig sind. Der Körper schaltet auch in diesen Phasen auf den gesunden Fastenstoffwechsel um – genug Energie ist also da. Wichtig: Wenn Sie sich für diese Form entscheiden, versuchen Sie, eine Woche lang jeden Tag so zu essen – die Regelmäßigkeit macht es leichter.

3 FÜR GEWOHNHEITSMENSCHEN

Drei Mahlzeiten


Sie gehören zu den Leuten, die es unvorstellbar finden, Mahlzeiten auszulassen? Dann probieren Sie es mit einer noch einfacheren Form der Esspause: Wissenschaftler wissen heute, dass es bereits einen positiven Effekt hat, wenn man nur die Hauptmahlzeiten isst – und zwischendurch wirklich nichts. Testen Sie also eine Woche lang, Frühstück, Mittagessen und Abendessen einzunehmen wie sonst, aber dazwischen eine Kalorienpause von vier bis fünf Stunden einzulegen. Selbst bei dieser Variante bekommt man ein Gefühl dafür, dass es guttut, wenn man zwischendurch mal gar nichts isst.
Dies ist die erste Übungseinheit eines achtwöchigen Coachings für Fasteninteressierte, das Andreas Michalsen, Professor für Naturheilkunde an der Berliner Charité und einer der bekanntesten Fastenforscher Deutschlands, exklusiv für SPIEGEL WISSEN entwickelt hat. Wer sich online für das Coaching anmeldet, bekommt vom 2. März an acht Wochen lang freitags eine Übungseinheit per E-Mail zugeschickt, mit der man lernen kann, im Alltag weniger und bewusster zu essen – und die Mahlzeiten dennoch zu genießen. www.spiegel.de/fastencoaching
Text: Anne Otto
Von Lea Heinrich

DER SPIEGEL 9/2018
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