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TIERE

Hatz auf Isegrim

Staatsjäger setzen in Norwegen ihren Vernichtungsfeldzug gegen einheimische Raubtiere auch in diesem Winter fort: Wie schon vor einem Jahr sollen, mit automatischen Gewehren vom Hubschrauber aus, wieder Wölfe abgeschossen werden. Auf diese Weise ist, trotz internationaler Proteste, die Zahl der vormals in Norwegen lebenden Wölfe bereits von 28 auf jetzt noch 13 geschrumpft. Die behördliche Hatz zu Gunsten der Schafzüchter habe kein einziges Rudel mehr intakt gelassen, klagt Viggo Ree von der norwegischen "Vereinigung Unsere Raubtiere". Auch Luchse und der marderartige Vielfraß, wie der Wolf auf der roten Liste bedrohter Tierarten, sind erneut zum Abschuss freigegeben. Nachdem Hunderte von Luchsen bereits in den vergangenen Jahren getötet wurden, sind die gefleckten Großkatzen in weiten Teilen Norwegens schon ausgerottet. Unterdessen bangen auch in der Schweiz die Raubtierforscher um die kärgliche Wolfspopulation: Der Antrag eines Volksvertreters, dem Wolf den bisherigen Schutzstatus zu entziehen, wurde im Berner Ständerat angenommen.

DER SPIEGEL 4/2002
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