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MEDIZIN

Baby-Kino aus dem Mutterleib

Demnächst können werdende Eltern ihren Nachwuchs schon während der Schwangerschaft in voller Aktion bewundern. Die US-Firma General Electric Medical Systems hat ein neues Ultraschallverfahren entwickelt, das den Sprössling im Mutterleib in Bewegung zeigt. Das unterhaltsame Baby-Kino wurde für medizinische Zwecke entwickelt. Bei der vorgeburtlichen Diagnostik bedeutet es einen Fortschritt, künftig das Kopfnicken, Drehen und Strampeln der Föten erkennen zu können. Einige neurologische Störungen etwa zeigten sich in charakteristischen Fingerbewegungen, erklärt Gregory DeVore, Arzt am Zentrum für Fötaldiagnostik im kalifornischen Pasadena: "Das kann der Hinweis auf eine ernste Chromosomenanomalie sein." Als bloßes Souvenir wäre der Baby-Clip zudem ziemlich teuer: Ein Film vom Fötus soll etwa 450 Dollar kosten.

DER SPIEGEL 30/2002
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