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TV-UNTERHALTUNG

Idol gesucht

Noch bevor RTL im November seine Popstar-Fahndung "Deutschland sucht den Superstar" mit Michelle Hunziker als Moderatorin startet, wird bei den Produzenten über die weitere Vermarktung nachgedacht: Sind in Deutschland die Quotenerfolge des Formats so groß wie bereits in England ("Popidol") und den USA ("American Idol"), könnte eine weltweite Variante unter dem Titel "World Idol" folgen, bei dem die Sieger aus verschiedenen Ländern in einem globalen Grand Prix gegeneinander antreten. Bislang wurde das Format von Freemantle Media, einer RTL-Group-Tochter, in 14 Länder verkauft. Zweifelhaft ist, ob sich die Quotenerfolge hier zu Lande nach "Popstars" und "Teenstar" wiederholen lassen. Bei RTL heißt es, die Casting-Shows seien keine Konkurrenz. Das "Idol"-Format sei ein künstlerischer Wettbewerb im Stil einer großen Samstagabend-Show, "eher ein Grand Prix". In den USA hat sich das Spektakel zu einem Phänomen entwickelt: Die Siegerin singt nun bei einer Gedenkveranstaltung am 11. September, zu der auch Präsident George W. Bush erwartet wird. Pikant: Das Format wurde gerade an einen arabischen Sender verkauft, der auch im Irak sendet.

DER SPIEGEL 37/2002
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