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WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG

Börsenflaute bedroht Hamburg

Die Flaute an den internationalen Aktienmärkten bedroht den Hamburger Landeshaushalt. Ein Teil der Erweiterung der Airbus-Werft im Mühlenberger Loch soll durch den Verkauf des 5,99-Prozent-Anteils der Hansestadt an der DaimlerChrysler Luft- und Raumfahrtholding (DCLRH) finanziert werden. Wie aus einer Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage des GAL-Abgeordneten Christian Maaß hervorgeht, beträgt der Börsenwert der DCLRH-Anteile am Airbus-Mutterkonzern EADS derzeit aber nur noch knapp 170 Millionen Euro. Die Finanzierung der 650 Millionen Euro teuren Zuschüttung des Werftgebiets basiert jedoch auf der Annahme, dass der DCLRH-Anteil der Stadt für mindestens 400 Millionen Euro verkauft werden kann. Weil diese Summe bis zum Verkauf der Anteile über Kredite zwischenfinanziert wird, drohen dem Landeshaushalt weitere Millionenlasten: Bislang standen der Zinslast von 8 bis 10 Millionen Euro pro Jahr Dividenden von rund 16,8 Millionen Euro gegenüber. Im Geschäftsjahr 2001 betrug die Dividende jedoch nur noch 5 Millionen Euro. Ein "katastrophaler Einbruch", so Maaß, "der mittelfristig zum Zusammenbruch der Zwischenfinanzierung führen kann".

DER SPIEGEL 5/2003
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