METRORAPID
Fahrt ins Ungewisse
Die Finanzierung der Metrorapid-Strecke in Nordrhein-Westfalen ist trotz der Zusage von ThyssenKrupp und Siemens, sich mit "bis zu 200 Millionen Euro" zu beteiligen, keineswegs gesichert. Beide Konzerne haben sich einige Ausstiegsmöglichkeiten offen gelassen. Sie bestehen vor allem darauf, dass sie das Geld nur als so genanntes Risikokapital zur Verfügung stellen, das ihnen während des Betriebs der Magnetschnellbahn wieder zurückbezahlt wird. Tatsächlich wäre ein Zuschuss der Konzerne in dieser Höhe internen Berechnungen zufolge nicht zu verantworten. ThyssenKrupp und Siemens erwarten durch das Projekt Aufträge in Höhe von 1,2 Milliarden Euro. Selbst wenn sie dabei eine Rendite von vier Prozent erzielen, bliebe ihnen nur ein Gewinn von 48 Millionen Euro übrig. Durch eine Zuzahlung von 200 Millionen Euro würde aus dem Prestige- ein Verlustobjekt.