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Was war da los, Herr Mohammedullah?

Der afghanische Polizist Mohammedullah, 23, über den Kampf seines Landes gegen Drogen

"Ein gutes Gefühl war das: Über 300 Kilo Heroin und Opium lagen da vor mir auf einem Feld außerhalb Kabuls. Ich selbst habe das Zeug mit Benzin überschüttet und anschließend mit einem Streichholz angezündet. Fast sechs Stunden dauerte es, bis alles verbrannt war. Mühsam war, die vielen Schaulustigen vom Feuer fern zu halten. Einerseits wollen wir, dass die Bevölkerung sieht, wie hart wir durchgreifen. Andererseits ist der Rauch natürlich giftig, und wir haben kein Geld für Schutzmasken. So ist das in meinem Land. Ich glaube übrigens, man sollte nicht so sehr die Menschen bekämpfen und bestrafen, die Drogen nehmen, sondern die organisierten Schmugglerbanden, die die armen Farmer überreden, für einen läppischen Betrag Drogen anzubauen. Wir müssen diese Bauern besser aufklären und ihnen finanzielle Hilfe zusichern, wenn sie mit dem Drogenanbau aufhören."

DER SPIEGEL 32/2003
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