PFLEGEVERSICHERUNG
Württemberger Modell
Tanja Gönner (CDU), baden-württembergische Sozialministerin, fordert neben der bisherigen Pflegeversicherung "schnellstmöglich den Aufbau einer privaten, kapitalgedeckten Pflegepflichtversicherung". Nach einem von ihrem Ministerium erstellten Rechenmodell soll sich die Beitragshöhe am Eintrittsalter des Versicherten orientieren. Ein heute 20-Jähriger hätte während seiner gesamten Lebenszeit etwa 20 Euro monatlich zu entrichten, ein 40-Jähriger etwa 35 Euro und ein heute 60-Jähriger müsste mit 60 Euro pro Monat einsteigen. Damit könnten die Leistungen der derzeitigen, umlagefinanzierten Pflegeversicherung auch in Zukunft erbracht werden, so die Ministerin. Bisher liegt der Beitragssatz bei 1,7 Prozent des Bruttoeinkommens. Unstreitig ist längst, dass die Pflegeversicherung ihre Rücklagen schon 2007 aufgebraucht haben wird.