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FLUGHÄFEN

Umkämpfte Hauptstadt-Piste

Zwischen den Kunden und Betreibern des Berliner Flughafens Tegel spitzt sich ein seit Monaten schwelender Streit um angemessene Start- und Landeentgelte weiter zu. Anlass ist eine neue, nach dem Passagieraufkommen gestaffelte Gebührenordnung, die eigentlich von April an in Kraft treten sollte und für die Aufnahme neuer Strecken attraktive Rabatte vorsah. Seit die Airport-Manager den britischen Billigflieger Easyjet vergangenen Mai mit günstigen Einstiegstarifen zu ihrem Ableger nach Schönefeld lockten, verlangen angestammte Linien wie Lufthansa, DBA, Air Berlin oder Germania auch in Tegel Nachlässe. Die Airport-Manager entwickelten daraufhin eine neue Kostentabelle, die vor allem die großen Gesellschaften begünstigt hätte. Noch im Herbst schien eine Einigung in greifbare Nähe gerückt. Doch als die Platzhirsche immer neue Forderungen nachschoben und unter anderem von den Flughafen-Betreibern forderten, ihre Bücher offen zu legen, stellte der Aufsichtsrat unter Führung des Berliner Bürgermeisters Klaus Wowereit den Airlines ein Ultimatum, die neuen Verträge bis Ende Dezember zu unterschreiben. Statt einzulenken, wollen einige Airlines ihre Zahlungen jedoch einseitig kürzen. In einem Brief droht der Berliner Flughafenchef Dieter Johannsen-Roth nun an, die Gebühren notfalls gerichtlich einzuklagen.

DER SPIEGEL 3/2005
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