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Nicht in die Provinz

Die SPD-Parteispitze will Überlebens-Hilfe gewähren. Die wegen der anstehenden Neugliederung der Bundesländer um ihre Eigenständigkeit bangenden Stadtstaaten Hamburg und Bremen haben das Versprechen, "mit der politischen Behandlung dieser Frage ... zufrieden sein zu können" (so Finanzminister und Hamburg- Bürger Helmut Schmidt in einem Brief an den Bremer Bürgerschafts-Präsidenten Dieter Klink). Der gebürtige Lübecker Willy Brandt zerstreute in einem ähnlichen Schreiben an den SPD-Fraktionsvorsitzenden im Bremer Landesparlament, Walter Franke, "Gerüchte über angebliche Koalitionsabsprachen"" wonach die Hansestädte der umliegenden Provinz einverleibt werden sollen. Wahl-Hamburger Herbert Wehner schließlich versicherte vor dem SPD-Parteirat: "Die Bremer brauchen keine Sorgen zu haben." Hinter den Hanseaten Brandt, Wehner und Schmidt mochte der Sachse Hans-Dietrich Genscher (Zweit-Wohnsitz: Bremen), als Innenminister von Amts wegen mit der Neugliederung befaßt, nicht zurückstehen: "Wer für die fortbestehende Selbständigkeit der beiden Hansestädte eintritt, rennt bei mir offene Türen ein."

DER SPIEGEL 2/1973
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