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DER SPIEGEL

ITALIEN / LA PIRAEin neuer Himmel

Ich glaube, daß die kommunistisch-materialistische
Weltepoche sich ihrem Ende nähert."
Der Mann, der diese für westliche Vorstellungen unverhofft optimistische Ansicht hegt, ist der kindlich-fromme und dabei zuweilen höchst pfiffige Giorgio La Pira, Bürgermeister von Florenz und Schlüsselfigur des linken Flügels der Regierungspartei Italiens, der Democrazia Cristiana.
La Pira meint seit langem, "daß die Menschen unserer Tage nach etwas anderem (als dem Kommunismus) verlangen". In den letzten Wochen ist dies schlichte Zuversicht zum politischen Glaubensbekenntnis, der katholischen Politiker Italiens geworden. Anlaß dazu bot ihnen die menschliche Erschütterung, die sich unter dem Eindruck des Moskauer Bildersturms auf den Stalin -Mythos in den Reihen der italienischen Kommunisten ausgebreitet hat.
Der Stachel des Zweifels steckt im Körper der KPI, der größten und bestorganisierten KP des Westens: des Zweifels daran, ob die marxistische Lehre wirklich eine realistische Vorstellung vom Menschen und seiner Entwicklung vermittelt, ob der Kommunismus überhaupt in der Lage ist, jene Verruchtheit und jene Erbärmlichkeit zu begreifen und zu überwinden, mit der er durch Stalins Greueltaten und durch die feige Haltung der internationalen kommunistischen Elite konfrontiert worden ist.
Genau dies war der Kern einer Frage, die der kommunistische Senator Terracini in einer Fraktionssitzung an seinen Parteivorsitzenden Togliatti richtete. Terracini wischte in seiner Rede alle bisherigen Versuche der Partei, mit dem Problem Stalin fertig zu werden, als lediglich taktische Manöver beiseite. Worauf es ankomme, das sei - sagte Terracini - "eine aufrichtige innere Umkehr".
An eben diesem Punkt aber setzt das Überlegenheitsgefühl an, das der fromme florentinische Bürgermeister La Pira angesichts des Kommunismus bekundet. Das Christentum, sagte er sinngemäß, weiß mehr als der Kommunismus von der Unzulänglichkeit des Menschen. Es weiß, daß "der Mensch der Gnade bedarf".
In La Piras These von der Notwendigkeit göttlicher Gnade steckt letztlich eine gehörige Portion Realismus, das Wissen nämlich von der Hinfälligkeit, von der Verschlagenheit, von dem Egoismus und schließlich auch von jener Trägheit des Menschen, die dem gebürtigen Süditaliener La Pira besonders vertraut ist.
Die Italiener haben - abgesehen von den Spaniern - von allen Westeuropäern am wenigsten aus den Segnungen und sozialen Möglichkeiten der modernen Technik gemacht. Nirgendwo in Westeuropa sind die Unterschiede zwischen arm und reich so schreiend tief und provozierend wie in Italien. Der "sacro egoismo" der heilige Egoismus". - ist die allgemeine Lebensauffassung.
Der politische Reflex darauf war, daß nahezu zehn Millionen Italiener vor zwei Jahren entweder die KP oder die mit den Kommunisten verbündeten Links-Sozialisten des Stalinpreisträgers Pietro Nenni wählten. Aber: Anders als etwa in Deutschland, wo der Sozialismus der breiten Massen sentimentale und humanitäre Züge zur Schau trägt, ist die Quelle der Macht des Kommunismus in Italien der "heilige Egoismus" der Massen. Der Italiener schätzt den Kommunismus - ähnlich übrigens wie seine Heiligen danach ein, wieviel er mit dessen Hilfe den Reichen, der Kirche und dem Staat abpressen kann.
Der Kommunismus ist ihm mithin weniger ein Glaube, kaum ein Instrument sozialer Neuplanung, eher ein einfaches Erpressungsmittel gegen die Wohlhabenden. Je fürchterlicher sich der schreckliche Stalin im fernen Rußland gebärdete, desto lieber war er den Armen Italiens, denn desto mehr Furcht hatten, die Reichen vor dem Kommunismus.
Etwas Ähnliches gilt auch von La Pira. Das "popolino" - das Bettlervolk von Florenz - liebt den durch seine absonderliche Barmhnrzigkeit berühmt gewordenen Apostel-Bürgermeister, weil er die Reichen piesakt.
Hinter seinem scheinbar, wirren Gebaren aber steht das kühl fixierte politische Ziel, das mittelmeerisch-kribblige Proletäriat dem Kommunismus abspenstig zu machei und für eine christliche Bewegung zu gewinnen eine Bewegung, die allerdings nach den Plänen La Piras mit den Reichen und den Reichtümern dieser Erde nicht viel anders verfahren will als die, Kommunisten. Die Mittel dieser christlichen Revolution sind weniger - wie beim Marxismus - das logische Kalkül historischer Analyse und die weit ausgreifende gesellschaftliche Planung als vielmehr die einprägende Kraft einer wunderbaren und zuweilen wunderlichen Gestalt, die leibhaftig erweist, daß die Welt des bürgerlichen Kapitalismus kein unabänderliches Fatum ist, sondern gleichsam spielend durch die Macht der Liebe aus den Angeln gehoben werden kann.
Seit knapp fünf Jahren residiert Giorgio La Pira im Palazzo Vecchio, dem Rathaus von Florenz. Seither hat er ebensoviel Gutes getan, wie in den Finanzen der Stadt Verwirrung gestiftet, hat er seine christlich-demokratischen Freunde ebensooft in größte Verlegenheit gesetzt, wie er ihnen politische Erfolge einbrachte.
Als er das Bürgermeisteramt von seinem kommunistischen Vorgänger übernahm, hätte Florenz einen ausgeglichenen Haushalt. Seither sind die Schulden der Stadt jährlich, um Millionenbeträge gestiegen. Bereits drei Jahre nach La Piras Amtsantritt bezifferte man die Summe, die nötig wäre, um den florentinischen Gemeindehaushalt wieder in Ordnung zu bringen, auf rund 250 Millionen Mark.
Staatliche Subventionen halten La Piras 400 000-Einwohner-Gemeinde über Wasser. Das italienische Parlament - beherrscht von La Piras Parteifreunden - kommt der vom Bankrott bedrohten Stadt immer wieder zu Hilfe, denn die schlichte Güte des Apostel-Bürgermeisters ist längst weit über die Grenzen von Florenz hinaus zu einem Schaustück der sozialen Gesinnung der staatstragenden Partei geworden. Die Partei bedarf des frommen Sozialisten ebensosehr wie er der Partei, zumal eben jetzt am Vorabend der italienischen Gemeindewahlen.
La Pira baute in Florenz einen neuen Stadtteil mit Wohnungen für die Elenden und Armen, er veranstaltet kostenlose Konzerte, er läßt bei Gottesdiensten an Bedürftige Brot verteilen und in den Gefängnissen täglich ein Glas Milch verabreichen.
Als ein Stadtverordneter dagegen einwand, die Häftlinge erhielten genügend Protein, antwortete La Pira: "Was schert mich Protein. Meine Milch ist voller Liebe."
Andere Abgeordnete, die ob der städtischen-Finanzen bekümmert waren, tröstete er "Christus ist unser Stadtkämmerer, und mit ihm sorgt die Mutter Gottes für die Finanzen von Florenz." Ein andermal meinte er mit der schlichten Pfiffigkeit eines Kindes: "Was wollen Sie denn? Was da auf der Soll-Seite unseres Hauptbuches steht, sind doch keine Schulden. Ich denke ja nicht daran, sie jemals zu bezahlen."
Ebenso unangefochten wie durch das Stacheldrahtgezäun der städtischen Finanzen wandelt La Pira auf dem an Untiefen reichen Meer der Wirtschafts- und Sozialpolitik.
Einen Unternehmer, der sich weigerte, den Stundenlohn seiner Arbeiter um zehn Lire (rund sieben Pfennig) zu erhöhen, mahnte er: "Wenn Sie dereinst vor Gottes Thron treten werden Ihnen diese zehn Lire sehr zustatten kommen." Als der Unternehmer kläglich auf die Tatsache hinwies, daß er - würde er die Löhne erhöhen nicht mehr konkurrenzfähig sei und man doch nicht so mir nichts dir nichts die Gesetze der Rentabilität ändern könne, predigte La Pira: "Es gibt keine wirtschaftlichen Gesetze. Über allem steht die Liebe zum Menschen."
Daß die vertrackte Logik der Wirtschaft dieser Liebes-Ideologie gewisse Grenzen setzt, bewies ein Vorfall, dem es La Pira verdankt, daß er unter den Anhängern der freien Wirtschaft als "weißer Kommunist" verschrien ist.
Im November 1953 hatte die italienische Aktiengesellschaft "Snia Viscosa" ihre mit Unterbilanz arbeitende Fabrik "Pignone" in Florenz schließen lassen. Zweitausend Arbeiter waren brotlos geworden, weigerten sich aber - von kommunistischen Gewerkschaftsfunktionären angestachelt -, die Fabrik zu räumen.
Daraufhin schaltete sich La Pira mit der Parole "Christus ist in der 'Pignone'!" in die Affäre ein. Er forderte die Öffentlichkeit zur Unterstützung der Arbeiter auf und veranlaßte einen Pfarrer, am Sonntag in der besetzten Fabrik eine "Feldmesse" zu lesen, an der er dann auch selbst teilnahm. Schließlich, gelang es ihm, durch seine Parteiverbindungen zu bewirken, daß die Fabrik von dem staatlichen Brennstoff -Monopol "ENI", deren Chef dein katholische Planwirtschaftler Mattei ist, aufgekauft und wieder in Gang gesetzt wurde.
Diese Regelung hatte allerdings einen Haken: Die ENI mußte einige Aufträge zurückziehen, die sie zuvor nach Genua und Reggio vergeben hatte. Während also in Florenz zweitausend Arbeitsplätze gerettet wurden, mußten in den beiden anderen Städten die Arbeiter der betroffenen Fabriken entlassen werden.
Die schönsten Blüten aber treibt La Piras absonderliche Liebestätigkeit auf dem Gebiet der Armenfürsorge. Die spezielle Sorge des Bürgermeisters gilt der Tatsache, daß trotz aller Anstrengungen immer noch Tausende von kinderreichen, minderbemittelten Familien ohne rechtes Obdach sind. Die Geschichten, die von La Piras dreisten Abhilfe-Unternehmungen auf diesem Gebiet berichten, sind Legion. Eine von ihnen spielte sich im Januar vorigen Jahres ab.
Am 26. jenes Monats erschien er, der Bürgermeister, begleitet von einem Grobschmied, vor dem Haus der Signora Papalini Fucci in der Via Boccaccio. Das Haus stand zum Verkauf, und Frau Fucci war bereits zu ihrem Schwiegersohn gezogen. La Pira zwar gekommen, um das Haus für die Armen von Florenz zu beschlagnahmen.
Von entsetzten Nachbarn alarmiert, eilte Signora Fucci in Begleitung zweier Anwälte zu ihrem von der barmherzigen Einfalt des Bürgermeisters bedrohten, Anwesen.
Als sie am Ort der Tat eintraf, war das Stadtoberhaupt gerade dabei, gemeinsam mit dem Grobschmied die Tür des Hauses aufzubrechen: Auf der Straße standen bereits die mit Hausrat beladenen, Karren frohgestimmter kinderreicher Wohnraum -Anwärter.
Erst der energische Hinweis beider Anwälte
auf den Hausfriedensbruch-Paragraphen konnte La Pira bewegen, von seinem Vorhaben abzulassen.
Ende Mai vorigen Jahres war der letzte Sproß eines alten Florentiner Adelshauses, der Graf Balbo di Vinadio, weniger glücklich. La Pira setzte ihm zehn mittellose Familien in sein Haus, als der verarmte Standesherr es gerade veräußern wollte. Seither wagen die Florentiner Hausbesitzer nicht mehr zu verreisen, ohne zuvor ihre Habe durch ebenso stämmige wie rechtskundige Verwandte in verteidigungsfähigen Zustand zu setzen.
Geschäfte mit dem Himmel
Bei seinem jüngsten Unternehmen dieser Art drang La Pira gar in das Gebiet der Nachbargemeinde Fiesole ein. Auf einer Beiwagenmaschine, hockend, rückte er an der Spitze einer Polizei-Eskorte und eines ganzen Schwarms von Obdachlosen in die fremde Gemarkung ein, um eine Villa zu besetzen.
Die Fiesolaner aber, den Florentinerin schon seit den Zeiten der Römer gram, setzten ihrerseits Polizeigewalt ein und verjagten die Okkupanten. La Pira, rechtfertigte sich in diesem Falle: "Meine Gemeinde ist doch viel größer und ich habe so viele Wohnungslose."
Dabei ist La Pira alles andere als ein naiver Wolkenkuckucksheimer. Selbst seine ärgsten Feinden - die Großindustriellen von Florenz - behaupten das nicht. Sie meinen, daß seine pittoresken Unternehmen der Nächstenliebe "wohlberechnete fromme Clownerien" seien, und bezeichnen seine üppig wuchernde sozial Spruchweisheit mit einem Wort, das man am besten als "heilige Kalauer" übersetzt.
Das bedeutet allerdings keineswegs, daß ihn seine Gegner, als religiösen Scharlatan abtun wollen. Italienische Religiosität enthält ohnehin immer ein bißchen heidinische Verschlagenheit. Man handelt und feilscht mit Gott oder lieber noch mit den vertrauteren Heiligen, wobei man auch den himmlischen Geschäftspartnern von vornherein eine gewisse Gerissenheit unterstellt. "Er ist", sagte ein römischer Geistlicher einmal von La Pira, "vielleicht ein Heiliger und hat es daher faustdick hinter den Ohren. Einem wie ihm, der jeden Morgen eine Stunde im Gebet verbringt, muß man höchlichst mißtrauen."
Tatsächlich sind bei den frommen Streichen des christlichen Sozialisten La Pira eine gehörige Portion genau berechneter südländischer Theatralik und ein Zug lateinischer Advokaten-Schläue unverkennbar. La Pira ist auf der Insel Sizilien geboren, und er ist bis heute - trotz seines langjährigen Aufenthaltes in Florenz - ein Sizilianer geblieben.
Es gibt keine bessere Beschreibung seines persönlichen Erscheinungsbildes als die Darstellung, die der Baseler Professor Friedrich Vöchting kürzlich in einem Buch von den Bewohnern Süditaliens und Siziliens gab: "Dieser kleinwüchsige, brünette, schmalhäuptige, vorarische Menschenschlag, den die anthropologische Wissenschaft als 'Mittelmeerrasse' anspricht, war in Süditalien seit undenklichen Zeiten dazu verurteilt, immer aufs neue dem Joche der Stärkeren sich beugen zu müssen; von den Fremden ist die Geschichte ihnen auferlegt oder über ihnen 'aufgeführt' worden."
Immer im Protest gegen die "Geschichte" - gegen den Staat, gegen die Kirche, den Adel und die Reichen - hat diese Rasse ein unauslöschliches Mißtrauen gegen alles, was von "oben" kommt, und eine durch keinerlei Sentimentalität gelinderte Verschlagenheit entwickelt.
Sizilianisch ist La Piras Gewitztheit, sizilianisch auch die Spannung von Müßiggang und Hitzigkeit - bei ihm freilich gesteigert und erhöht zu religiöser Kontemplation und fiebrigem Missionseifer. Sizilianisch schließlich ist sein scheinbar naives, zuweilen aber spöttisches Umspringen mit den Reichen und mit dem Staat, mit den hochgestochenen Theorien der Wirtschaftswissenschaft und der Staatsphilosophie.
Als Sohn armer Eltern geboren, hatte La Pira es zunächst sehr schwer. Man erzählt, daß er sich als Zigarettenverkäufer, Schustergehilfe und Verkäufer in einer Drogerie durchs Leben geschlagen habe. Mit 18 Jahren wurde er - wie er sagt "von der Gnade berührt".
Er sah sich vor die Wahl gestellt, entweder in ein Kloster einzutreten oder "in der Welt für Gott zu zeugen". Er entschloß sich für das letzte und begann - mit Hilfe kirchlicher Stipendien - Jurisprudenz zu studieren. Er studierte im Ausland, auch in München, vorwiegend aber in Florenz. Er wurde ein ausgezeichneter Jurist. Bereits mit 27. Jahren - es war im Jahre 1931 - ehrte ihn die Universität von Florenz, indem sie ihm den Lehrstuhl für römisches Recht übertrug.
Trotz dieser Erfolge brannte in La Pira das Feuer religiösen Eifers weiter. Sein Leben nahm in Florenz immer mehr mönchische Form an. Eine Frau hat in seinem Leben nie eine Rolle gespielt.
Von Anfang an gab er den größten Teil seines Professorengehalts den Armen. Im Jahre 1937 bezog er im florentinischen Dominikanerkloster San Marco eine drei Meter lange, schmale Zelle. Dort wohnte er bis nach dem Kriege. Heute haust er in einem kleinen Raum in der Klinik eines befreundeten Arztes: Sein von Hunger und Überanstrengung geschwächter, ohnehin schmächtiger Körper bedarf ständiger ärztlicher Aufsicht.
Den Dominikaner-Orden ist er aber nach wie vor verbunden. Die Dominikaner waren einst ein Bettelorden und zählten den bedeutendsten Kirchenlehrer des mittelalterlichen Katholizismus - Thomas von Aquino - zu den ihren. Die tätige Nächstenliebe, das Wirken für Gott in der Welt aber auch das Studium des Dogmas und des Kirchenrechts gehören seither zu den Pflichten des Dominikaners.
Die im Dominikaner-Orden über sieben Jahrhunderte hinweg ausgeprägte Mischung von christlicher Tat und politischer Geschicklichkeit hat auch den Giorgio La Pira geformt. Noch zu Mussolinis Zeiten begann La Pira, dominikanisches Gedankengut, in einer eigenen Zeitschrift zu der Idee, eines christlichen Sozialismus umzugestalten.
Wieweit er dabei innerhalb der dominikanischen. Vorstellungen blieb, zeigte ein Brief, den der in Italien weithin bekannte florenitinische Dorninikaner-Pater und Publizist, Santilli vor Jahresfrist an La Pira richtete.
"Die Ungleichheit", hieß es darin, "zwischen dem gewaltigen Reichtum der wenigen und der Armut der vielen fordert eine völlige Umwandlung des gegenwärtigen wirtschaftlichen und sozialen Systems. Wir sind vom Wege abgekommen. Die Alternative lautet nun so: entweder die christliche Revolution: oder die kommunistische. Ich wähle die christliche, wie du sie gewählt hast, lieber Professor."
Tatsachlich will La Pira weitaus mehr als sich zunächst an seinen Harlekinaden der Nächstenliebe - an seinen Überfällen auf leerstehende Häuser, an seinen Erpressungsmanövern gegenüber hartherzigen Unternehmern - ablesen läßt. Er macht kein Hehl daraus, daß er letztlich
genau wie der Kommunismus - die Sozialisierung der Industrie und des Kapitals will, und offenkundig sind jene frommen Streiche in der Planung La Piras nichts anderes als eine Art von Elektroschocks, mit deren Hilfe er die verkalkte feudalkapitalistische Gesellschaft Italiens erschüttern will. Die Absurdität ist dabei jedenfalls zum Teil berechnet.
Es ist sicher auch kein Zufall, daß das Dominikanerkloster San Marco, in dem La Pira 15 Jahre lang wohnte, schon einmal einen Weltverbesserer und Sozialreformer hervorgebracht hat. Ähnlich wie La Pira im Jahre 1952 den Heiland zum Stadtkämmerer von Florenz erklärte, rief
vor rund einem halben Jahrtausend der
Dominikaner-Mönch Girolamo Savonarola Christum zum König von Florenz aus.
Die mündliche Überlieferung berichtet, daß Savonarola im April 1492 an das Sterbebett des tyrannischen Herzogs von Florenz, Lorenzo de Medici, gerufen wurde, um die letzte Beichte des verschwenderischen Fürsten, der zugleich ein Bankier war, zu empfangen. Der Dominikaner aber, so heißt es, habe dem illustren Sünder nur unter der Bedingung die Absolution erteilt, daß er allen unrechtmäßig angeeigneten Besitz zurückerstatte und der einstigen Stadtrepublik Florenz die politische-Freiheit zurückgebe.
Mit moralisierender Wildhit machte sich dann der Mönch daran, den angeblich letzten Willen des Fürsten zu vollstrecken. Von der Kanzel aus sammelte er eine gläubige Revolutionspartei um sich, mit der er den Gottesstaat in der florentinischen Republik verwirklichen wollte. Tatsächlich gelang es ihm, das mediceische Regime der Stadt zu verjagen und für eine kurze Frist die Herrschaft eines religiös berauschten Pöbels zu installieren.
Er organisierte Scharen von Halbstarken, die in die Patrizierhäuser eindrangen und den pachtgewohnten Damen den Schmuck und die Juwelen stahlen. Den erbeuteten Mammon ließ er zusammen mit sinnenfrohen
Damenporträts und den "Werken des Lüstlings Boccaccio auf dem Scheiterhaufen verbrennen, dem er selbst bald danach, ausgeliefert werden sollte.
"Sein wirkliches Ideal", schrieb der Baseler Kulturphilosoph Jacob Burckhardt über Savonarola, "war ein Gottesstaat, in welchem sich alles in seliger Demut vor dem Unsichtaren beugt."
Etwas Ähnliches ließe sich auch
La Pira sagen. Sein Haß gegen den Mammon mag nicht so düster sein, wie es der Savonarolas war, aber auch in La Pira schlummert die verzehrende Flamme des bedingungslos Guten und der gefährliche Glaube, ein Werkzeug Gottes zu sein: "Ich bete zunächst immer zu Got um dessen Lösung, (eines Problems). Dann aber handle ich energisch. Warum bin ich Bürgermeister? Um allen Manna zu geben!"
Manchmal deutet La Pira an, daß er sich als eine Figur in einem göttlichen Weltenplan betrachtet. Die Stätte seines Wirkens
- Florenz - spielt dabei eine entscheidende Rolle.
"Es gibt drei Städte", sagt La Pira, "die
uns Katholiken besonders teuer sind. Das sind Rom, Assisi, (der Ort, an dem der heilige Franziskus wirkte) und Florenz. Vor allem aber Florenz! Städte wie diese haben eine Berufung - gemäß einem Plan der Vorsehung."
Die "kontemplativen Klöster des Florenz des Jahres 1000" sind für La Pira der Ausgangspunkt der abendländischen Zivilisation: "Dante, Giotto, Michelangelo, alle die großen Künstler waren den Heiligen und den großen Mystikern von Florenz eng verbunden."
"Diese außergewöhnliche Bedeutung von Florenz", sagt La Pira, "hat dazu beigetragen, daß ich meinen Kampf aufnahm", und er läßt im gleichen Atemzug keinen Zweifel daran, daß er der Gegenwart ebensoviel Bedeutung beimißt, wie nach seiner Meinung das Jahr 1000 gehabt hat.
Wie damals bedarf die Welt der Kontemplation der florentinischen Klöster: "Unsere Aufgabe ist die industrielle Zivilisation in die religiöse Kultur von damals einzubauen" - mit anderen Worten: Nach La Piras Meinung muß die Sozialisierung der Industrie und des Kapitals in die religiöse Überlieferung des Christentums aufgenommen werden, soll der
"Kommunismus" - verstanden im ursprünglichen
Sinne des Wortes als Gemeinbesitz der Produktionsmittel - zum Bestandteil eines katholischen Sozialprogramms gemacht werden.
La Pira steht mit diesen Gedankengängen in Italien keineswegs allein - nicht einmal innerhalb der seit 1945 staatstragenden Partei, der Democrazia Cristiana. Neben La Pira gibt es in der Regierungspartei eine ganze Reihe von Männern, die in verschiedenen Schattierungen sozialistische Gedankengänge vertreten.
Die Söldnerführer des Christentums
Dabei ist die Democrazia Cristiana keineswegs eine einheitlich sozialistische Partei. In ihrer Führung gibt es einen rechten Flügel, dessen Führer der Finanzfachmann und ehemalige Ministerpräsident Giuseppe Pella ist, eine mittlere Gruppe, zu der der vorletzte Premier Mario Scelba gezählt wird, und einen linken Flügel, zu dem neben La Pira auch der gegenwärtige Staatspräsident Italiens, Gronchi, der derzeitige Ministerpräsident Antonio Segni und der Generalsekretär der Partei, Fanfani, gehören.
Alle, diese Gruppen zerfallen wiederum in persönliche Clans, die einander oft spinnefeind sind. Die linken Christdemokraten Gronchi und Fanfani zum Beispiel sind erbitterte Feinde, und ob La Pira und Fanfani heute noch Freunde sind, ist ungewiß Jedenfalls sagt man dem Fanfani nach, er sei ein politischer Condottiere geworden, der mit seinem parlamentarischen Söldnerhaufen eine Diktatur nach dem Muster des portugiesischen katholischen Staatschefs Salazar errichten wolle.
Das einigende Band dieser an widersprechenden Ideen überreichen Partei ist der katholische Glaube. Nachdem Italiens katholische Religiosität ein Jahrhundert lang aus dem politischen Leben des Landes verdrängt war, zeigte sich nach dem Zusammenbruch, des faschistischen Staates, daß in der Stille auf dem Nährboden des Glaubens eine Fülle von politischen Gestalten und Ideen herangewachsen war.
Im Jahre 1868 - sieben Jahre, nachdem
das Königreich Italien ausgerufen worden war - erließ Papst Pius IX. das Dekret "Non expedit", in dem er allen Katholiken des Königreichs verbot, sich an den Wahlen zu beteiligen. Er protestierte damit gegen die Bestrebungen des großbürgerlichen und zum Teil freimaurerischen Königreichs, sich den damals noch das gesamte Gebiet von Rom umfassenden Kirchenstaat einzuverleiben.
Als am 20. September 1870 dahin tatsächlich das Königreich die Stadt Rom besetzte und König Viktor Emanuel seinen Sitz von Florenz in den römischen Quirinal verlegte, bestätigte der erboste Papst noch einmal ausdrücklich sein Wahlverbot.
Notgedrungen begaben sich Italiens politische Katholiken in die Schmollecke und überließen den neuen Staat dem liberalen Bürgertum. Erst unter Mussolini verwandelte sich der freiwillige Betätigungs-Verzicht des politischen Katholizismus zu äußerem Zwang.
Nachdem der politische Katholizismus aus den Katakomben des liberalen und später faschistischen Staates aufgetaucht war, schuf ein Mann namens Dossetti innerhalb der Democrazia Cristiana den sogenannten "katholischen Integralismus", eine Lehre, nach der der Sozialismus in den katholischen Glauben "integriert" -
eingefügt - werden soll. Dossetti versprach
seinen Landsleuten mit den Worten
der Johannes-Offenbarung "einen neuen Himmel und eine neue Erde".
Dossettis Lehre stimmte in den wesentlichen Punkten mit der La Piras überein. Aber während Dossetti sich im Jahre 1950 in das Schweigen eines Laienklosters - in der Hochburg des italienischen Kommunismus, Bologna, zurückzog, begann La Pira zunächst als Armenpfleger und später als Bürgermeister von Florenz der neuen Lehre Fleisch und Blut zu geben.
Neben ihm formierte Amintore Fanfani aus den Anhängern des Integralismus eine schlagkräftige Parteifunktionärs-Garde, mit deren Hilfe er schließlich im Jahre 1954 die Macht in der Democrazia Cristiana übernehmen konnte.
Die Anziehungskraft, die der katholische
Integralismus auf die breiten Massen Italiens ausübt, ist La Piras Verdienst. Die lebendige Wirklichkeit seines Darbens und Tuns für die Armen und Elenden zählt um so mehr, als der Italiener an sich wenig zu Mitleid neigt.
Ebenso wunderlich und wunderbar dünkt den normalen Italiener, der keineswegs tierliebend ist, La Piras Vorliebe für alle Arten von Piepmätzen; vor allen Dingen für Kanarienvögel und Sittiche. Auch La Piras unermüdliches Beten und Arbeiten umgibt ihn in einem Land der sinnenfrohen Muße mit einem Schein verehrungswürdiger Abnormität. Daß er dabei gelegentlich zu frommen Listen und Schlichen neigt, macht ihn nur beliebter, denn es zeigt, daß er ein Mensch ist, und selbst die Heiligen müssen in Italien kleine menschliche Schwächen vorweisen, um vom Volke geliebt zu werden.
Die Verehrung schlichter, kindlicher Heiliger bildet dabei im italienischen Seelenhaushalt gleichsam das Gegengewicht zu der sonst allgemein üblichen "realistischen" ja grausam klarsichtigen Ansicht von der wölfischen Natur des Menschen.
Der Italiener ist unsentimental. Er gibt sich keiner Täuschung darüber hin, daß zuvörderst seine Mitmenschen vielleicht sogar auch er selbst - grausam eigennützig sind. Um so tiefer aber trifft ihn die Begegnung mit der Selbstlosigkeit. Er kann in ihr nichts anderes als ein Wunder sehen.
Die wohl ergreifendste Personifikation dieser Grundströmung italienischen Lebens war der heilige Franziskus, dessen Leben "ein einziger Dialog der Liebe mit der Schöpfung" war. Mit einer Gebärde, von dramatischer Aussagekraft brach einst jener reiche Kaufmannssohn des 13. Jahrhunderts mit der bürgerlichen Welt des beginnenden Frühkapitalismus: Er verschenkte, was er besaß, warf seinem Vater die Kleider vor die Füße und lief nackt in die Einsiedelei. Er schenkte den Tieren und den Armen sein Herz. Die Legende sagt, daß er zu den Vögeln in ihrer Sprache redete und einem Wolf das Evangelium predigte.
Wie Franziskus spricht La Pira - wenn er in seinem Bürgermeister-Amtszimmer im Palazzo Vecchio Besucher empfängt mit den Kanarienvögeln, die dort untergebracht sind. Ganz Italien teilte seinen Schmerz, als im vergangenen Jahr ein Studentenulk ihn von seinen Vögeln trennte. Die florentinischen Studenten hatten seine Kanarienvögel entführt, weil er in einer Fehde zwischen den Universitäten von Florenz und Pisa für die Pisaner ein gutes Wort eingelegt hatte.
Wie Franziskus - ist La Pira von "närrischer Furchtlosigkeit" gegenüber den Wölfen: Italiens hohe Geistlichkeit und politische Elite fürchten die Kommunisten wie die Wölfe. Sie scheuen jede Berührung mit den barbarischen Materialisten. La Pira tritt ihnen furchtlos entgegen. "Togliatti", sagt er, "ist ein ausgezeichneter Mann." Von den Kommunisten insgesamt meint er mit frommem Gleichmut: "Sie sind, wie ich, bestimmt zu sterben und aufzuerstehen."
Der Knicks der Bogomolowa
Seine Einfalt und seine Pfiffigkeit bekundete La Pira vor nicht allzulanger Zeit auch auf sozusagen weltpolitischer Ebene. Es war am 4. Oktober vorigen Jahres, dem Tag, den die katholische Kirche dem Gedenken an den heiligen Franziskus von Assisi widmet. Der Apostel-Bürgermeister von Florenz hatte zu diesem symbolischen Termin 36 Stadtoberhäupter aus Ost und West zu einer internationalen Weltfriedens-Konferenz eingeladen.
Es kamen die Bürgermeister von Paris, Warschau, Istanbul, Bombay und Rangun. Es kamen der Oberbürgermeister des israelischen Jerusalem, Gershon Agron, Bonns Oberbürgermeister Busen und der Präsident des Stadtsowjets von Moskau, Michael Jasnow.
Gleich zu Beginn der Tagung gelang dem närrisch-frommen Veranstalter ein pittoresker Streich. Er brachte die Muselmanen, Juden, Hindus und Buddhisten unter seinen Gästen dazu, sich zur Teilnahme an einer heiligen Messe bereit zu erklären, die am ersten Tag der Konferenz in der Basilika Santa Croce von dem achtzigjährigen Kardinalerzbischof Della Costa zelebriert werden sollte.
Im letzten Augenblick köderte La Pira auch noch die atheistischen Russen; er hielt ihnen vor, daß der heilige Franziskus der Schutzpatron des Weltfriedens sei und daß die vielen katholischen Kommunisten Italiens es nicht verstehen würden, wenn sie die Teilnahme verweigerten. Der aus Anlaß der Konferenz aus Rom gekommene sowjetische Botschafter Alexander Bogomolow ließ sich schließlich von der subtilen Dialektik des mönchischen Juristen La Pira überzeugen.
So kam es, daß der breite Bogomolow und dessen Frau sich eine Stunde lang auf der vordersten Bank der Basilika Santa Croce um eine der ungewohnten Umgebung angemessene Haltung bemühen mußten. Während der feierlichen Handlung aber spähten die dunklen, fiebrig glänzenden Augen La Piras nach einer Gelegenheit, seinen Erfolg noch durch einen besonderen Clou zu krönen.
Die Gelegenheit ergab sich: Der greise Kardinal hatte eben der bunten Gemeinde den oberhirtlichen Segen erteilt, als La Pira zu ihm eilte, dem Kirchenfürsten den Fischerring küßte, sich aber flugs wieder erhob und dann zu Bogomolow eine freundlich-zwingende Gebärde der Einladung machte.
Den Sowjetmenschen blieb nichts anderes übrig, als der Geste Folge zu leisten. Bogomolow und Jasnow machten vor dem Kardinal je einen diplomatischen Diener, und Frau Bogomolow deutete einen Knicks an.
Am nächsten Tag brachten alle großen Blätter Italiens die Szene, in der Kardinal Della Costa dem Kommunisten Jasnow die Hand drückte. Triumphierend wies die Links-Presse darauf hin, daß nunmehr auch die katholische Kirche sich dem Gedanken der Koexistenz zu öffnen beginne.
Der Vatikan grollte schweigend, und die Führer der Democrazia Cristiana liefen dem verwegenen Apostel die Türen mit Klagen ein. Der aber erklärte mit entwaffnender Unschuldsmiene: "Wer Netze auswirft, fängt gute und schlechte Fische. Wer keine auswirft, fängt überhaupt nichts."
Dabei ist La Pira kein weltfremder Mitläufer des Kommunismus. Eher sieht er im proletarischen Materialismus einen Teufel, der gelegentlich zu Nutz und Frommen des irdischen und des Seelenheils der Gläubigen nutzbar gemacht werden kann.
La Pira sucht die Lösung der sozialen, politischen und sogar außenpolitischen Probleme der Welt nicht gegen den Kommunismus, sondern jenseits des Kommunismus in der frommen Einfalt des gläubigen Menschen. Seine Landsleute nennen ihn deswegen halb spöttisch, halb verehrend einen "Narren in Christo", und tatsächlich gleicht er einem rührenden und zuweilen beunruhigenden, mitunter auch geradewegs komischen Sinnbild einer Weltepoche, die der Lehren des fortschrittsgläubigen Kommunismus beinahe ebenso überdrüssig ist wie der des einst nicht minder optimistischen Kapitalismus.
"Gebt dem Menschen", sagt La Pira, "ein Haus, Arbeit und die Gnade Gottes, und es wird keine Kommunisten mehr geben." Diese Forderung La Piras bewegt sich um die beiden Pole italienischer Lebensauffassung: kaltblütige, realistische Einschätzung des Lebens, wie es nun einmal ist, und Hoffnung auf das Wunder, das dem zum holden Müßiggang neigenden Menschen unverhofft zur Hilfe kommen möge.
Die Hoffnung auf das Wunder, auf eine Erscheinung, die alle realistischen Vorstellungen von der wölfischen Natur des Menschen sinnfällig und leibhaftig widerlegt und die darüber hinaus alle komplizierten und deswegen dem Volke höchst verdächtigen ideologischen, wirtschaftlichen und sozialpolitischen Konstruktionen mit dem Zauberschlag der Nächstenliebe gleichsam durchschlägt - diese Hoffnung ist das dramatische Moment des Lebens La Piras. Italien verfolgt mit ebensoviel Skepsis wie innerer Erregung, ob sich der fromme Bürgermeister eines Tages als ein Heiliger auszuweisen vermag.
Zum Heiligen gehört das Wunder. Daher wurde in Italien die Meldung stark beachtet, La Pira habe seinen Parteigenossen, den Generalsekretär der Democrazia Cristiana, Fanfani, durch ein Wunder vom Rheumatismus geheilt.
Eine andere Wundertat wurde kürzlich berichtet: La Piras verheiratete Sekretärin, Antinesca Ravizzi mit Namen, sollte gerade zu einem Kaiserschnitt in denn Operationssaal gefahren werden, als La Pira eben aus Paris kommend - herbeistürzte. "Alles halt!" rief er. "Alles niederknien, und betet mit mir das Angelus."
Alle Anwesenden, auch die Ärzte, ließen sich auf die Knie nieder und beteten. Dann erhob sich La Pira strahlend: "Jetzt ist sie gerettet." Und tatsächlich waren Mutter und das Kind gerettet.
Allerdings mit Kaiserschnitt.
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La Pira mit islamischen Bürgermeistern: Wer kein Netz auswirft...
... fängt keine Fische: Kardinal Della Costa, Moskaus Bürgermeister Jasnow

DER SPIEGEL 16/1956
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