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Larry King

Larry King , 72, CNN-Talkmaster, stellte jüngst in New York als Conférencier einer medizinischen Tagung das neueste technische Baby von Siemens vor - einen superschnellen Computertomografen (CT). Der CNN-Spaßvogel, der selbst schon einen Schlaganfall erlitten hatte, schien die perfekte Wahl, um die Bedeutung zu erklären, die das Gerät für Menschen mit einer kardiovaskulären Erkrankung, wo schnelle Behandlung überlebenswichtig ist, haben kann. King erzählte, er selbst habe eine dringende Bypass-Operation um zwei Monate verschoben, in der Hoffnung, "die Sache werde sich von allein geben". Seinen irrationalen Wunsch begründete der Talkmaster-Veteran so: "Wir Juden sind Optimisten." Siemens-Boss Klaus Kleinfeld und der Leiter der medizinischen Abteilung Erich Reinhardt lachten laut. Beide wurden indes ziemlich schweigsam, als King wissen wollte, was ein Patient für eine Aufnahme mit dem CT-Scanner zu zahlen hätte. Während Kleinfeld ausdauernd lächelte, murmelte Reinhardt nach einiger Zeit, man werde mit den "Bezahlern, den Versicherungsgesellschaften, darüber verhandeln". Jetzt lachte King: "Ich lerne aus dieser Antwort, dass die Deutschen und die Juden sich näher sind, als ich dachte."

DER SPIEGEL 49/2005
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