Schrift:
Ansicht Home:
DER SPIEGEL

Anwalt

Zwei britische Lords machten sich zum Anwalt des wegen Kriegsverbrechens angeklagten ehemaligen Generalfeldmarschalls von Manstein. In einem Schreiben an den Londoner "Daily Telegraph" fordern die Oberhausmitglieder die Oeffentlichkeit auf, durch Geldspenden die Bestellung englischer Verteidiger für Manstein zu ermöglichen. Im Interesse des englischen Ansehens, begründeten die Briten ihren Zeitungsbrief, könne nicht zugelassen werden, daß ein deutscher Feldmarschall vor Gericht schlechter gestellt sei als seine Ankläger. Die hätten zwei versierte Anwälte zur Seite. Winston Churchill las den Aufruf. Er überwies 25 Pfund.

DER SPIEGEL 30/1949
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.