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AKTIEN

Viel Geld für Luxus

Egal, ob Nobeluhren, Ledertaschen oder erlesener Champagner: Luxusgüter haben Konjunktur. Vergangenes Jahr verzeichnete der Sektor ein kräftiges Wachstum von rund neun Prozent. Laut Analysten wird sich dieser Trend fortsetzen. Besonders profitieren Unternehmen wie LVMH, Richemont oder Bulgari. Bei der französischen Edelmarke Hermès wuchs der Börsenwert 2005 gar um 40 Prozent. Denn den reichen Kunden der Branche geht es blendend, und die Zielgruppe wächst: In Asien schwillt der Reichtum und damit die Nachfrage nach identifikationsstiftenden Luxusmarken an. Nach Japan stelle nun China eine "unerschöpfliche Wachstumsquelle" dar, so Maria Menendez, Analystin bei der Genfer Privatbank Lombard Odier Darier Hentsch. Die Chinesen sind bereits heute die drittwichtigste Kundengruppe beim LVMH-Flaggschiff Louis Vuitton, Hermès erzielte 30 Prozent seiner Verkäufe in 2004 allein in Japan. Im Rest der Welt geben vermögende Kunden weiterhin gern Geld für Luxus aus. Und auch die Mittelschicht leistet sich Edles. Sie kauft beim Discounter und spart somit für die vorzeigbare Designertasche. "Das Budget für den Nicht-Basiskonsum steigt", erklärt Menendez, äußere Erscheinung zähle mehr als das Innere, "Kleider und Accessoires mehr als das Essen".

DER SPIEGEL 7/2006
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