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SCHWIMMEN

Nike gibt auf

Die aktuelle Materialschlacht im Schwimmsport hat den ersten Ausstieg provoziert. Der Sportausrüster Nike, weltweit die Nummer eins der Branche, wird seine Schwimmanzüge nicht weiterentwickeln. Nike beendet sein Engagement im Hochleistungsbereich "aus strategischen Gründen", es passe nicht in die langfristige Wachstumsplanung des US-Konzerns, sagt ein Sprecher. Um den auf etwa 13 Prozent geschrumpften Marktanteil wieder auszubauen und womöglich auf Marktführer Speedo (etwa 60 Prozent) aufschließen zu können, hätte Nike enorme Summen investieren müssen. So hat Speedos aggressives Marketing damit einen großen Erfolg erzielt. Die Australier hatten drei Jahre lang mit Millionenaufwand einen Ganzkörperanzug entworfen, der in der olympischen Saison für Furore sorgte. Fast alle der 78 Weltrekorde wurden von Schwimmern aufgestellt, die das neue Modell LZR Racer trugen. Bei den Sommerspielen in Peking gewann Speedo-Athlet Michael Phelps (USA) achtmal Gold und stieg zum erfolgreichsten Olympioniken der Geschichte auf. Angesichts der Rekordflut hatten viele Schwimmer gefordert, trotz bestehender Verträge mit konkurrierenden Ausrüstern in Speedo-Anzügen antreten zu dürfen.

DER SPIEGEL 40/2008
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