TIERE
Palin lässt Wölfe abschießen
In Alaska machen fliegende Jäger derzeit Jagd auf Wölfe östlich der Stadt Fairbanks. Die Regierung der Gouverneurin und Ex-Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin will auch von Hubschraubern aus rund zwei Drittel des Wolfsbestands der Region abschießen lassen - etwa 250 Tiere. Tierschützer und Mitarbeiter des National Park Service sind entsetzt; sie wurden erst über die Pläne informiert, als die ersten Schützen schon fast in der Luft waren. Erst nach Verhandlungen erklärte sich die Palin-Administration bereit, zumindest solche Wolfsrudel zu verschonen, die überwiegend im Nationalpark leben. Auch sollen keine Raubtiere getötet werden, die einen Funksender tragen und eine Rolle in wissenschaftlichen Studien spielen. Biologen fürchten, dass die Regierung keine verlässlichen Daten über den Gesamtbestand an Wölfen in der Region hat; nach der Jagd könnte die Population gänzlich kollabieren. Mit der Wolfstötung will der Bundesstaat vor allem seine Karibu-Herden päppeln. Die Zahl dieser Rentiere soll von 40 000 auf bis zu 100 000 Exemplare steigen. Die Karibu-Jagd ist unter zahlenden Freizeitschützen, darunter die Gouverneurin selbst, sehr populär.