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Personalien

Yoko Ono

YokoOno, 77, Witwe von John Lennon, gerät wegen einer dubiosen Einkommensquelle in Erklärungsnot: Kunstexperten werfen Ono unsaubere Geschäftspraktiken vor, weil sie nach Lennons Tod mehrere seiner Zeichnungen kolorieren ließ. Die ursprünglich schwarzweißen Zeichnungen stammen aus Lennons Zeit am Liverpool College of Art in den sechziger Jahren. Mehr als 50 davon wurden bearbeitet und zu je 300 Exemplaren nachgedruckt. Die aufgehübschten Zeichnungen wurden mit Lennons persönlichem Siegel abgestempelt. Auf dem Kunstmarkt erzielen sie bis zu 9000 Dollar pro Bild. Der 1980 ermordete Ex-Beatle Lennon habe diese Arbeiten "niemals gemacht, nicht einmal gesehen oder ihnen zugestimmt, geschweige denn signiert", so ein empörter Kritiker aus Florida: "Die Toten erschaffen keine Kunst." Die bei vielen Beatles-Fans verhasste Künstlerin ist sich keiner Schuld bewusst. Die Käufer der limitierten Editionen seien über die Änderungen informiert worden, und "99,9 Prozent" hätten sich bisher nicht beschwert.

DER SPIEGEL 24/2010
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