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Mehdorn dockt bei Roland Berger an

Der neue Chef der Münchner Unternehmensberatung Roland Berger, Martin Wittig, 46, setzt offenbar verstärkt auf ehemalige Spitzenkräfte aus Politik und Industrie, um sich von Wettbewerbern wie McKinsey oder Boston Consulting abzuheben. Bereits vor einigen Wochen wurde bekannt, dass der frühere Hamburger Oberbürgermeister Ole von Beust nun als sogenannter Senior Advisor für die Consulting-Firma arbeitet. Auch der ehemalige Finanzvorstand des baden-württembergischen Energieversorgers EnBW Rudolf Schulten bringt seine Erfahrungen bei der Beratungsfirma ein. Weitgehend unbekannt war bisher, dass bereits seit längerem ein weiterer prominenter Ex-Manager Wittigs Truppe unterstützt: der frühere Bahn-Chef Hartmut Mehdorn. Nach seinem Ausscheiden aus dem Staatsunternehmen im April 2009 gründete er zusammen mit dem ehemaligen Dresdner-Bank-Vorstandschef Herbert Walter und Ex-Bahn-Finanzvorstand Diethelm Sack eine Bürogemeinschaft. Nebenher steht er seit gut einem Jahr auch den Münchnern mit Rat und Tat zur Seite. "Das ist der richtige Weg", sagt Berger-Chef Wittig, "wir kombinieren das Know-how von Hochschulabsolventen mit der Erfahrung von langjährigen Spitzenmanagern aus der Industrie."

DER SPIEGEL 43/2010
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