Lade Daten...
Inhaltsverzeichnis

SPORTARTIKEL

Im Akkord für Adidas

Für die größten deutschen Sportartikelhersteller, Adidas und Puma, müssen Arbeiterinnen in El Salvador offenbar unter unwürdigen Bedingungen arbeiten. Laut einer Studie der US-Organisation National Labor Committee waren beim Zulieferer Ocean Sky Wochenschichten von über 60 Stunden Normalität. Die rund 1500 Beschäftigten hätten bei rund 37 Grad unter Kameraüberwachung im Akkord produzieren müssen - etwa Trikots für Puma und die Adidas-Tochter Reebok. Beschwerden über ungenießbares Trinkwasser, so der Bericht, hätten zu Entlassungen geführt. Adidas und Puma arbeiten seit geraumer Zeit an ihrem Ruf und haben relativ strenge Verhaltenskodizes für Lieferanten eingeführt. Beide Firmen gaben jedoch zu, dass bei Ocean Sky bereits im vergangenen Jahr Regelverstöße festgestellt wurden. Maik Pflaum von der Christlichen Initiative Romero hält Adidas und Puma dagegen "Verantwortungslosigkeit" vor. Ein Vollzeitjob als Näherin bringe nur ein Viertel von dem ein, was eine Familie zum Leben brauche. Die Gewerkschaftsvertretung sei traditionell schwach, was den Konzernen nutze. Ocean Sky ließ Anfragen unbeantwortet, Adidas und Puma wollen die Zustände nun vor Ort prüfen.

DER SPIEGEL 5/2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://corporate.spiegel.de finden Sie Angebote für die Nutzung von SPIEGEL-Content zur Informationsversorgung von Firmen, Organisationen, Bibliotheken und Journalisten.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.

Inhaltsverzeichnis
Top

© SPIEGEL ONLINE 2013 Alle Rechte vorbehalten