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AFFÄREN

Guttenberg spricht von Missverständnis

Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wehrt sich weiterhin gegen den Vorwurf, er habe in seiner Dissertation vorsätzlich getäuscht. In einer knapp dreiseitigen Stellungnahme an die Prüfungskommission der Universität Bayreuth, die am vergangenen Dienstag kurz vor Ende der Frist per Fax eingegangen war, spricht er von einem "Missverständnis": Die Arbeiten der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages habe er nur für seine Abgeordnetentätigkeit verwendet. Sie seien überwiegend in den Jahren 2003 und 2004 entstanden, die Dissertation habe er 2006 abgegeben. Aus dieser "zeitlichen Abfolge" lasse sich jedoch nicht auf ein "vorsätzliches wissenschaftliches Fehlverhalten" schließen. Guttenberg erinnert daran, dass das Prüfverfahren der Kommission "vertraulich" sei. Er bittet darum, darauf hinzuweisen, dass er der Veröffentlichung des Ergebnisses zugestimmt habe. Die Kommission hatte Guttenberg Anfang April die Möglichkeit gegeben, erneut Stellung zu nehmen, unter anderem zu den Arbeiten der Wissenschaftlichen Dienste, die er in seiner Dissertation verwendet hatte. Aus der Kommission hieß es nach der Lektüre seiner relativ kurzen Erklärung, dass die Einlassung des Ex-Ministers wohl nichts am Ergebnis ihrer Prüfung ändern werde.

DER SPIEGEL 18/2011
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