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Hausmitteilung

Betr.: Titel

Es dauerte eine Weile, bis die US-Fernsehstationen die Sprengkraft der Nachricht verstanden: Sicherheitsbeamte nahmen Dominique Strauss-Kahn, 62, auf dem New Yorker Flughafen John F. Kennedy kurz vor dem Abflug nach Paris fest. Doch die TV-Leute reagierten zunächst zurückhaltend, weil der Franzose als Chef des Internationalen Währungsfonds in den USA weit weniger bekannt war als in Europa. Die Titelautoren Ullrich Fichtner, 46, Korrespondent in New York, und Dirk Kurbjuweit, 48, Leiter des Berliner Hauptstadtbüros, beschreiben den tiefen Sturz eines Mannes, der zu den Mächtigsten der Welt zählte und nun im Verdacht steht, eine Hotelangestellte sexuell missbraucht zu haben; es geht um mutmaßliche Vergewaltigung. Sie fanden Verhaltensmuster vor, die schon anderen Politikern zum Verhängnis wurden - Kurbjuweit hat in seinem Roman "Nicht die ganze Wahrheit" die Affäre eines SPD-Vorsitzenden mit einer jungen Abgeordneten erzählt. Es gehe, so Fichtner, um weit mehr als um Strauss-Kahn: um die Frage nämlich, "was Macht mit Männern anstellt und was Männer zum potentiellen Feind der Frau macht" (Seite 74).

DER SPIEGEL 21/2011
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